Im Rahmen unseres Projekts "Verborgene Stationen - Zwangsarbeit in der Sächsischen Schweiz" haben wir am 8. Mai am Bahnhof in Königstein ein Gedenkzeichen für die im KZ-Außenlager Königstein inhaftierten Häftlinge eingeweiht. Im KZ-Außenlager Königstein waren etwa 1.000 Häftlinge eingesperrt und mussten bei der Niederen Kirchleite Zwangsarbeit in den Untertageverlagerungen der Mineralölindustrie leisten.
Mit dem Gedenkzeichen erinnern wir an diese Häftlinge. Auf der Projektwebseite von MemoRails ist der aktuelle Forschungsstand dazu nachzulesen mit Luftbildaufnahmen, Fotos und Zitaten von ehemaligen Häftlingen.
Weiterlesen: Gedenkzeicheneinweihung zum KZ-Außenlager Königstein
Das StadtMuseum Pirna zeigt in Kooperation mit dem AKuBiZ e. V. von September bis Dezember 2026 die Ausstellung „Von Lücken zu Spuren: Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“. Im Rahmen des Projekts, das Teil des Programms „TACHELES: Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ ist, werden die Besucher*innen auf eine historische Reise durch die jüdische Geschichte der Stadt und des Landkreises geführt.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum jüdischen Leben in Pirna und der Region. Der Fokus liegt auf allgemeinen Entwicklungen, wie dem Wandel der jüdischer Bevölkerungszahlen in Pirna/im Landkreis, der Präsentation ausgewählter Biografien und konkreten Ereignissen, wie zum Beispiel der Einführung des jüdischen Religionsunterrichts in Pirna.
Weiterlesen: Neue Ausstellung zu jüdischem Leben im StadtMuseum Pirna im September
Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der Geschichte von Widerstand und Verfolgung in der Region. Schon sehr zeitig spielte die Familie Hering dabei für uns eine Rolle: mit Martin Hering, als engagiertes Mitglied der Arbeiterbewegung und Ortsvorsteher der KPD in Struppen, der im November 1933 im KZ Hohnstein ermordet wurde, Arno Hering, der im Widerstand aktiv war und in Spanien für die internationalen Brigaden gekämpft hat und Roland Hering als wichtiger Zweitzeuge, Begleiter und Unterstützer.
Weiterlesen: 40. Todestag von Arno Hering (11.11.1907 – 13.05.1986)
Zweitzeuge/Zweitzeugin – ein Begriff der leicht über die Lippen geht und bei dem man dennoch kurz stolpert. Denn es ist kein Tippfehler, sondern das kleine w markiert einen wichtigen Unterschied. Bei Zweitzeugen/Zweitzeuginnen handelt es sich um Personen, die z.B. über familiäre Verbindungen einen engen Bezug zu einer historischen Zeit haben, aber diese selbst nicht erlebt haben. Der AKuBiZ e.V. machte diese Perspektive im Projekt „Erinnerungen an den Widerstand“ zum Mittelpunkt. Die teilnehmenden Jugendlichen interviewten Personen, deren Angehörige am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt waren und dokumentierten die Interviews als Videos und Tonspuren.
Weiterlesen: Erinnerungen an den Widerstand - Rückblick auf das Videoprojekt
In den kommenden Wochen werden neue Gedenktafeln in der Sächsischen Schweiz angebracht, die an die NS-Geschichte in der Region erinnern. Am 16. April, anlässlich des 81. Jahrestags der Auflösung des KZ-Außenlagers Porschdorf, werden zwei Gedenktafeln im Polenztal eingeweiht. Diese informieren über das Lager und lassen Stimmen von Zeitzeugen zu Wort kommen.
Am 8. Mai wird ein Gedenkzeichen am Bahnhof Königstein eingeweiht, das im Projekt "Verborgene Stationen – Zwangsarbeit in der Sächsischen Schweiz", entstanden ist. Der Bahnhof in Königstein steht repräsentativ für die vielen Orte und Bahnstrecken, mit denen NS-Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft eng verbunden sind. An ihnen zeigt sich deutlich, wie sichtbar KZ-Häftlinge und das Leid im Alltag des Nationalsozialismus waren. Wir laden euch herzlichen ein, an den Einweihungen der Gedenktafeln teilzunehmen.Im Vorfeld gibt es die Möglichkeit sich am 29. April im Erzählcafé in Königstein inhaltlich mit dem KZ-Außenlager Königstein und der Untertageverlagerung auseinanderzusetzen,
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache