Am 14. Oktober fand in Dresden die Feier zum 15. Geburtstag des HATIKVA e.V. statt. Zwar war dieser offiziell im September aber die Feier wurde einige Tage nach hinten verlegt. Mehr als 60 Gäste kamen zur Feier und zeigten damit den Mitgliedern des HATIKVA e.V. ihre Anerkennung, die von der hohen Teilnehmerzahl sichtlich überrascht waren. Lenka-Maria Lange eröffnete die Veranstaltung und stellte die anwesenden Gäste vor. Neben Frau Dr. Nora Goldenbogen (Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Dresden), Johanna Stoll (Vorsitzende des Sächsischen Flüchtlingsrates e.V.), Lilli Ulbrich (Arbeitskreis "Gedenkbuch") und Dr. Herbert Lappe waren weitere bekannte DresdenerInnen anwesend.
Pressemitteilung des ART Dresden
Seit zwei Wochen versuchen die sächsische NPD und ihre Jugendorganisation JN mit unterschiedlichem Erfolg ihre Schülerzeitung "perplex" an sächsische Jugendliche zu verteilen. In Dresden wurde durch die Staatsanwaltschaft die Beschagnahmung des 16seitigen A5 Heftchens wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz angeordnet. Es ist davon auszugehen, dass in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Thüringen in denen die JN massiv am Ausbau ihrer Strukturen arbeitet ähnliche Zeitungsprojekte erscheinen werden.
Anders als bei ihrer Parteizeitung "Deutsche Stimme" stützt sich die NPD bei der Herstellung ihres umfangreichen Propagandamaterials dabei auf inländische Druckereien. Egal ob Flugblätter, Flyer, Faltblätter oder Aufkleber immer wieder kann sie sich dabei auch auf Lößnitz-Druck in Radebeul verlassen. Es wäre nicht überraschend, wenn auch die Schülerzeitung "perplex" hier gedruckt worden ist. Diese Druckerei kann ohne Umschweife als Hausdruckerei der NPD bezeichnet werden. Lößnitz-Druck ist nicht nur direkt an der Produktion neonazistischen Propagandamaterials beteiligt, sondern trägt damit auch für die massenhafte Verbreitung dieses Gedankengutes Mitverantwortung.
Die Druckerei Lößnitz-Druck nennt auf ihrer Homepage die NPD selbstverständlich nicht als Referenz, stattdessen eine Reihe namhafte Firmen und Institutionen der Region. Beispielsweise die DREWAG, INFINEON, das Elbhangfest, oder auch die Staatsoperette und andere Kultureinrichtungen.
Wir gehen davon aus, dass es nicht im Sinne dieser Unternehmen ist, eine Firma aktiv und finanziell zu unterstützen, die mit Neonazis Geschäftsbeziehungen unterhält.
Daher sandte das art Dresden diese Pressemitteilung auch als offenen Brief an die auf der Homepage genannten Referenz-Unternehmen.
Veranstaltung im Asylsuchendenheim Leupoldishain...
Anlässlich des bundesweiten Tags des Flüchtlings am 30. September haben amnesty international (ai) und Pro Asyl heute in Berlin ihre Erwartungen an die Flüchtlings- und Asylpolitik der künftigen Bundesregierung vorgestellt. Unabhängig von Koalitionen müsse das Zuwanderungsgesetz dringend geändert werden, forderten beide Organisationen:"Die künftige Bundesregierung muss für faire Asylverfahren sorgen. Außerdem muss sie längst beschlossene EU-Richtlinien umsetzen. Das betrifft unter anderem den Abschiebungsschutz, wenn dem Betroffenen zum Beispiel Folter durch nichtstaatliche Täter wie paramilitärische Gruppen droht."
Am 24. September 2007 verstarb nach kurzer Krankheit Kurt Goldstein. Mit ihm verliert die antifaschistische Bewegung eine der bekanntesten und unerbittlichsten Leitfiguren des Widerstands gegen den deutschen Faschismus. Bis ins hohe Alter von 93 Jahren engagierte Kurt sich unermüdlich dafür, die Verbrechen der Nazis nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Er war ein steter Mahner vor dem Wiederaufleben des Faschismus. Nach der Machtübergabe an die Nazis 1933 flüchtete Kurt aus Deutschland - von den Nazis als Jude und Kommunist verfolgt. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte er in den Internationalen Brigaden. Nach Francos Sieg wurde er interniert und später an die Deutschen ausgeliefert. Die deportierten ihn nach Ausschwitz. Kurz vor Kriegsende überlebte er den Todesmarsch nach Buchenwald. Insgesamt war Kurt 30 Monate im Konzentrationslager.
Drei Tage nachdem in der sächsischen Kleinstadt Mügeln ein rassistischer Mob eine Gruppe von acht Migrant_innen vom Stadtfest jagte und verprügelte, trafen sich in den Abendstunden ca. 250 Antifaschist_innen zu einer spontanen Demonstration.
Unter dem Motto "Das Problem heisst Rassismus - Solidarität mit den Betroffenen" zog die Demo (mehrfach) durch fast alle Strassen, die die Mügelner Innenstadt zu bieten hat. Mit Sprechchören wie z.B. "Nie, nie, nie wieder Stadtfest" oder "Wer schweigt stimmt zu" wurde den Mügelner_innen gezeigt, was von ihrer Art zu feiern zu halten ist. Einen Zwischenstopp legten die Demonstrierenden an der Pizzeria ein, in welche sich die Betroffenen vor dem Nazimob flüchteten.
Abgesehen von einigen, vorwiegend jugendlichen Mügelner Bewohner_innen, die sich teilweise sogar anschlossen, wurde der Demonstration mit Ablehnung begegnet.
Die Polizei, zu Beginn noch mit recht wenigen Kräften vor Ort, hielt sich auffällig zurück. Die Gründe dafür sind wohl in erster Linie beim überregionalen Medieninteresse und der allgemeinen Sorge um den Ruf der Stadt zu suchen. Jedenfalls konnten die Antifaschist_innen so ihr Anliegen störungsfrei umsetzen und nach ca. 1,5 h Mügeln einstweilen wieder verlassen.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache