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Drei Tage nachdem in der sächsischen Kleinstadt Mügeln ein rassistischer Mob eine Gruppe von acht Migrant_innen vom Stadtfest jagte und verprügelte, trafen sich in den Abendstunden ca. 250 Antifaschist_innen zu einer spontanen Demonstration.

Unter dem Motto "Das Problem heisst Rassismus - Solidarität mit den Betroffenen" zog die Demo (mehrfach) durch fast alle Strassen, die die Mügelner Innenstadt zu bieten hat. Mit Sprechchören wie z.B. "Nie, nie, nie wieder Stadtfest" oder "Wer schweigt stimmt zu" wurde den Mügelner_innen gezeigt, was von ihrer Art zu feiern zu halten ist. Einen Zwischenstopp legten die Demonstrierenden an der Pizzeria ein, in welche sich die Betroffenen vor dem Nazimob flüchteten.

Abgesehen von einigen, vorwiegend jugendlichen Mügelner Bewohner_innen, die sich teilweise sogar anschlossen, wurde der Demonstration mit Ablehnung begegnet.
Die Polizei, zu Beginn noch mit recht wenigen Kräften vor Ort, hielt sich auffällig zurück. Die Gründe dafür sind wohl in erster Linie beim überregionalen Medieninteresse und der allgemeinen Sorge um den Ruf der Stadt zu suchen. Jedenfalls konnten die Antifaschist_innen so ihr Anliegen störungsfrei umsetzen und nach ca. 1,5 h Mügeln einstweilen wieder verlassen.

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