Zum vierten Mal wurden dieses Jahr Jugendliche aus Pirna und Umgebung vom Maximiliam-Kolbe-Werke nach Ostritz in das Kloster St. Marienthal eingeladen. Jährlich wird den Jugendlichen hier die Möglichkeit geboten mit den letzten Überlebenden der Konzentrationslager zu sprechen.
Wir reisten zum frühen Abend des 23.07.2007 an und genossen erstmal das schöne Wetter am Strand der Neiße und einem naheliegenden See. Nach dem Abendbrot fand dann die Vorstellungsrunde statt, bei der beide Gruppen ihre ersten Eindrücke sammeln konnten. Alle waren sehr gespannt, wie die Gespräche verlaufen würden. Für einige war es die erste Begnung in solch einem Rahmen, andere hatten bereits in den vergangenen Jahren teilgenommen. Jedoch blieb es an diesem Abend vorerst bei einem kurzem Kennelernen, die Jugendlichen stellten sich und die Arbeit ihres Vereins, AKuBiZ e.V., vor.
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In Magdeburg gehen Antiimperialisten immer brutaler gegen linke Veranstaltungen vor, die ihnen nicht in das Weltbild passen. von jan gerber
Mit einer gewissen Verzögerung hat der Antisemitismusstreit in der Linken, die Auseinandersetzung um die Frage der Solidarität mit Israel, auch Magdeburg, die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, erreicht. Am 27. Juni griffen Mitglieder der »Gruppe Internationale Solidarität«, der »Autonomen Antifa Magdeburg« und der »Frauengruppe Magdeburg« eine Diskussionsveranstaltung mit Pflastersteinen an und versprühten Reizgas. Mehrere Scheiben des Veranstaltungsorts, des Eine-Welt-Hauses, wurden zerstört; mindestens vier Teilnehmer der Veranstaltung, die in Kontakt mit dem Reizgas gekommen waren, mussten von einem Notarzt behandelt werden. Das Motto der Veranstaltung, die verhindert werden sollte, hieß: »Solidarität mit Israel!«
Pirna, eine idyllische Stadt an der Elbe mit historischem Stadtkern, durch den Einheimische sowie Touristen schlendern. Sie sehen sich die angepriesenen Waren in den Schaufenstern an. Anschließend setzen sie sich in eines der zahlreichen Cafés und unterhalten sich über alltägliche Dinge des Lebens. Ziemlich intakt das alles. Wer ahnt da, dass nur wenige Kilometer entfernt Menschen unter Bedingungen leben, die jeder Vorstellung eines würdigen Lebens widersprechen?
Am Rande der Eröffnung des NPD- Bürgerbüros des Landtagsabgeordneten Rene Despang kam es am Abend des 31. Mai 2007 gegen 18.30 Uhr zu einem Angriff von Neonazis auf das linke Wohn- und Kulturprojekt Robert- Matzke- Straße 16 in Dresden- Pieschen. Während auf der Osterbergstraße 14 etwa 150 Menschen friedlich gegen die Eröffnung des neuen NPD- Bürgerbüros in Dresden- Pieschen demonstrierten, zogen etwa 20 Neonazis vor die Robert- Matzke- Straße 16. Das linke Wohn- und Kulturprojekt mit dem Pieschener Umsonstkino RM 16 befindet sich nur 250 Meter vom neuen NPD- Bürgerbüro entfernt. Wenige Meter von dem Wohn- und Kulturprojekt entfernt rissen die Neonazis Pflastersteine aus der Fahrbahn und brüllten, mit Flaschen und Steinen bewaffnet, fremdenfeindliche Parolen. Nachdem ein Teil der DemonstrantInnen aus der Osterbergstraße zur Robert- Matzke- Straße lief entfernten sich die Neonazis in Richtung Leipziger Straße/Elbufer. Der Polizei gelang es nur von wenigen der gewaltbereiten Neonazis die Personalien aufzunehmen. Der Angriff der Neonazis zeigt was die Anwesenheit eines NPD- Bürgerbüros in Dresden- Pieschen bedeutet.
Auch dieses Jahr nahmen wieder etwa 400 Menschen am Pfingstcamp im tschechischen Srbska Kamenice teil. Das Camp, welches zum 9. Mal stattfand, stand unter dem Motto "Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt". [img align=right]http://kulturhaus-pirna.de/uploads/photos2/news/2007/vortrag-camp.jpg[/img]Ein reichhaltiges Angebot an Seminaren und sonstigen Freizeitangeboten sorgten für ein abwechslungsreiches und informatives Wochenende. Die Seminare waren verschiedensten Themen wie z.B. Globalisierung, Antifaschismus, Überwachung und Protest gewidmet; darunter befanden sich auch 4 Vorträge unseres Vereines. Interessierte konnten den Seminaren "Nazistrukturen in Sachsen", "Rechter Lifestyle und Nazijugendkulturen", "Gegenstrategien, Chancen alternativer Jugendarbeit" und "No-Go-Areas und gesellschaftliche Verankerung" lauschen. Ein Highlight war der Besuch der Rabsteiner Fabriken. Mitte des 19.Jahrhunderts baute Franz Preidl u.a. in Janska Fabrikgebäude, die als Textilspinnereien genutzt wurden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde in dem Fabrikkomplex Rüstungsproduktion betrieben. Um die Produktion zu steigern, ließen die Deutschen Kriegsgefangene und Häftlinge aus dem KZ-Flossenbürg unterirdische Stollen in den Sandstein schlagen. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Der Geschichte der unterirdischen Fabriken ist eine sehenswerte Ausstellung gewidmet. (Näheres siehe: http://www.cztour.cz/rabstejn/de/) Am Abend konnte man den Tag mit Konzerten oder hausgemachter Disko ausklingen lassen. Am Ende bleibt zu sagen, dass es dieses Jahr wieder ein gelungenes Camp mit vielen Angeboten zu erleben gab. Wir wünschen viel Erfolg im nächsten Jahr und werden euch natürlich auch wieder unterstützen...
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache