Kommentar zum Text „Verlorener Pfad – zerrissenes Band“ in „Hier&Jetzt“ Nr. 8 (Herbst 2007) von Gerry Hofmann. Alle kursiv und in Anführungsstriche gesetzten Stellen aus dem Originaltext.
Weiterlesen: Den Pfad wiedergefunden: Antisemitismus „hier und jetzt“.
Für die Notwendigkeit einer israelsolidarischen Position für einen emanzipatorischen Antifaschismus
von Anna Lukowá
Magdeburg. 27.06.2007. Am Abend diese Tages sollte im „Eine-Welt-Haus“ die dritte Veranstaltung in der Reihe gegen Antisemitismus, mit dem Titel: „Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel “, durchgeführt werden.
Bevor die Vorträge jedoch beginnen konnten, griffen Personen aus dem Umfeld der „Gruppe Internationale Solidarität Magdeburg“, der „Autonomen Antifa Magdeburg“, der „Frauengruppe Magdeburg“, sowie eine Person aus dem Umfeld der „Antinationalen Neuköllner Antifa (A.N.N.A.)“ und der „FAU-Berlin“ den vom Antifa-Infoportal Magdeburg und dem Stura der Universität Magdeburg organisierten Vortrag um etwa 19 Uhr an.
Die 15 Angreifer_innen (teilweise vermummt) beschimpften die 60 bis 70 Teilnehmer_innen, bevor sie dazu übergingen, Türen und Scheiben des Raumes zu demolieren. Dabei spaltete sich die Hauptgruppe, und einige Personen versuchten, sich am Hintereingang des Gebäudes mit Tritten und Schlägen Zugang zu den Räumen zu verschaffen.
Sebnitz - die Grenzstadt - war lange als Nazihochburg bekannt, doch seit einiger Zeit berichten die Medien nur noch selten darüber. Aber wie ist die Situation im Moment? Die alternative Jungendinitiative „JUMAWA“ scheint von der Bildfläche verschwunden zu sein und das Jugendhaus „Scholl-Heim“ wurde offiziell umbenannt.
Vor wenigen Tagen berichtete der Pirnaer NPD-Jugendverband „Junge Nationaldemokraten“ über einen Übergriff in Sebnitz. Die Darstellung des ehemaligen SSS-Mitgliedes Thomas Rackow unterscheidet sich dabei allerdings gewohnter Maßen von der Realität. Offensichtlich waren „Nationale“ (bei Rackow waren es „Bewohner des Marktes“ - diese veröffentlichen dann zufällig auf der Internet-Seite der JN-Sachsen?!) auf der Jagd nach vermeintlichen „Linken“, die sie in vier Jugendlichen fanden, welche sie der ehemaligen JUMAWA zurechneten. Bereits vor Jahren hetzte die NPD-Kreistagsfraktion in der Sächsischen Schweiz gegen diese Gruppe. Immer wieder kam es danach zu Übergriffen von Nazis.
Prag: Das Verbot der Nazidemo durch den Prager Magistrat wurde vom Prager Stadtgericht aufgehoben. Nach Informationen der Tageszeitung "Pravo" habe das Gericht bei der Magistratsentscheidung Verfahrensfehler festgestellt. Es soll nicht berücksichtigt gewesen sein, dass die Nazi-Veranstaltung als Demonstration gegen die Präsenz tschechischer Truppen im Irak angemeldet ist. Der Prager Magistrat hatte das Verbot damit begründet, dass der geplante Umzug dazu geeignet sei, Rassenhass zu schüren. Einen ersten Versuch, den Umzug wegen drohender Verkehrsprobleme zu untersagen, hatte das Gericht zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung hat der Magistrat mittlerweile Beschwerde beim Obersten Verwaltungsgericht in Brno eingelegt.
Weiterlesen: Demonstration: 10.11.2007 - Prag - Antisemiten stoppen!
Wie der Geschäftsführer des "Holiday Inn" Dresden, Johannes H. Lohmeyer, gestern in einem Schreiben an die NPD-Abgeordneten im Sächsischen Landtag, Holger Apfel und Alexander Delle, verlauten lies, storniert er die Zimmerbestellungen für den 07.11.2007 für diese beiden. Der Geschäftsführer des Holiday Inn begründet diesen Schritt damit, dass die beiden im Hotel nicht willkommen sind und er es seinen Mitarbeitern nicht zumuten kann diese zu begrüssen und zu bedienen.
Weiterlesen: "Holiday Inn" Dresden vermietet nicht an NPD-Abgeordnete
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache