Anmerkungen zu dem Artikel aus der Sächsischen Zeitung/Lokalausgabe Pirna vom 21.12.2007:
Wenn Marco Mach davon schreibt, die hauptsächlich zur militärischen Nutzung gefertigte und eingesetzte JU 52 wäre "überall nur unter dem liebevollen Spitznamen „Tante Ju“ bekannt", so müssen wir uns dagegen verwehren und protestieren gegen diese Verharmlosung des mehr als 4500fach gebauten, schon in der Entwicklung auf militärische Pläne abgestimmten Flugzeuges.
Auch die Überlebenden der Bombardierung spanischer Städte durch die Legion Condor sprechen sicherlich nicht liebevoll von diesem Kriegsflugzeug. Aus insgesamt 48 Ju 52 warfen die deutschen Legionäre von November 1936 bis Januar 1937 Spreng-, Splitter- und Brandbomben auf Madrid und zerstörten unter anderem die baskischen Städte Durango (Bizkaia) und Gernika (span. Guernica). Diese militärischen Erfolge veranlaßten Hitler zu dem Ausspruch: „Franco sollte der Ju 52 ein Denkmal setzen“. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Ju52 dann das Standardtransportflugzeug der Luftwaffe und half so beim Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug der deutschen Wehrmacht mit.
Auch diese Tatsachen gehören zur Geschichte des, von Herrn Mach liebevoll als "Tante Ju" bezeichneten, Kriegsflugzeuges und sprechen gegen einen Verharmlosungsartikel im Sinne des am 21.12.2007 in der Sächsischen Zeitung veröffentlichten.
16.12. - "Gut in Szene gesetzt - Medien in der Verantwortung"
Irgendwo zwischen Ignoranz, Sensationsbedürfnis und Unwissenheit befinden sich viele kommerzielle Medienvertreter, wenn es um den Umgang mit Nazis geht. Es gibt zwar große Berichte zu Vorfällen wie in Mügeln oder Mittweida. An die alltägliche Bedrohung erinnern aber nur wenige. Alternative Medien hingegen wirken meist nur in die Anti-Nazi-Szene und werden von der Öffentlichkeit kaum wahr genommen.
14.00 - 16.00 Filmvorführung "Von 8 bis 18" und "Schauder und Idyll"
16.00 - 16.30 Input zu "Verantwortung der Medien" von POKUBI
16.30 - 18.00 Podiumsdiskussion mit den Autoren der Filme und einemr weiteren Medien-Vertreterin zu "Chancen alternativer Medien"
Veranstaltungsort: HATIKVA e.V. - Pulsnitzer Strasse 10 (Dresden-Neustadt)
Unterstützt durch den "Lokalen Aktionsplan" im Landkreis Sächsische Schweiz
Mehr als 40 junge AntifaschistInnen fanden sich in Freiberg zusammen, um in unmittelbarer Nähe zum Markt einen Infostand durchzuführen. Es handelte sich um eine Aktion im Rahmen des bundesweiten Aktionstags "Die Mörder sind unter uns!", der sich mit den Massakern an der italienischen Zivilbevölkerung beschäftigt.
Rechtsextreme haben im sächsischen Mittweida einer 17-Jährigen ein Hakenkreuz in die Haut geritzt. Die junge Frau erlitte eine fünf Zentimeter große Schnittverletzung im Hüftbereich, wie die Polizei am 23. November 2007 laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP miteilte. Anschließend versuchten die vier jungen Männer, ihr eine SS-Zeichen in die Wange zu ritzen, scheiterten jedoch an der Gegenwehr des Opfers, dass schließlich flüchten konnte. Die junge Frau war zuvor einer sechsjährigen Spätaussiedlerin zu Hilfe gekommen, die von den Rechtsextremen herumgeschubst worden war und laut weinte.
Weiterlesen: Deutschland im Herbst 2007: Überfälle, Brandanschläge, Schändungen
Über 2000 AntifaschistInnen bescherten den angereisten Nazis, darunter auch Nationalisten aus Deutschland, einen rabenschwarzen Tag. Nicht nur die Tatsache, dass die Nazis ihren geplanten -und verbotenen- Aufmarsch durch das ehemalige jüdische Viertel in Prag nicht durchführen konnten, sondern auch etliche davongetragene Verletzungen, dürften auf die Stimmung unter den NS-Verherrlichern gedrückt haben.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache