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„Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“

Gedenken an die Gruppe "Weiße Rose"

Heute vor 65 Jahren wurden die ersten Mitglieder der "Weißen Rose" von den Nazis ermordet. Eine der wenigen deutschen Widerstandsgruppen wurde damit beseitigt.  Die Weiße Rose war während der Nazidiktatur in München aktiv - Heute ist ihr Name international bekannt. Besonders Verfilmungen haben dazu beigetragen.

Zu einer Zeit - im Juni 1942 - in der viele Nazigegner schon verhaftet oder ermordet wurden, gründete sich die Gruppe. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen die beiden Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie deren Kommilitonen Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und der Universitätsprofessor Kurt Huber. Zum weiteren Umfeld der Gruppe gehörten noch etwa 10 Personen.

Der zum größten Teil wohl christlich motivierte Widerstand bestand vor allem im Druck von Flugblättern. Diese wurden dann anonym verteilt. Die Berichte von den Verbrechen der Nazis schockierten die Mitglieder der Gruppe, die zum Teil selbst an der Front gewesen waren. Das fünfte Flugblatt „Aufruf an alle Deutsche!“  soll mit einer geschätzten Auflage von über 6000 Stück in mehreren süddeutschen und auch in einigen österreichischen Städten verteilt worden sein. Es wurde im Herbst 1943 in England nachgedruckt, von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen und außerdem durch den Sender BBC verbreitet. „Nieder mit Hitler“ und „Freiheit“ schrieben Alexander Schmorell, Hans Scholl und Willi Graf nachts mit Teerfarbe an Häuserwände. Die Niederlage in Stalingrad mobilisierte noch einmal Nazi-Gegner.
Das sechste Flugblatt, welches sich gegen die deutsche Kriegspolitik richtete, wurde der Gruppe zum Verhängnis. Am 18. Februar 1943 versuchten die Geschwister Scholl, die Blätter an der Universität auszulegen, wurden dabei vom Hausmeister Jakob Schmid entdeckt und von diesem an die Gestapo ausgeliefert. Sie wurden von Roland Freisler am Volksgerichtshof zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Das Urteil wurde am 22. Februar an den Geschwistern Scholl und Christoph Probst vollstreckt.

Wir gedenken allen Opfern der Nazis und Faschisten und fühlen uns ihnen verpflichtet. Wir denken heute an Sophia Magdalena Scholl und ihren Bruder Hans, sowie ihren Freund Christoph Probst, die vor 65 Jahren von Nazis ermordet wurden. Ihre Namen stehen für Courage und für Widerstand gegen menschenverachtende Ideologie. Ihr Engagement wird weitergetragen und mit neuem Leben erfüllt.

„Auch im schlimmsten Wirrwarr kommt es darauf an, daß der einzelne zu seinem Lebensziele kommt, zu seinem Heile kommt, welches nicht in einem ‚Erreichen’ gegeben sein kann, sondern nur in der inneren Vollendung seiner Person.”
(Christoph Probst)

Quelle: www.wikipedia.de

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