Chronik rechter Aktivitäten

Rechte Aktivitäten melden

Newsletter abonnieren

Spende für die K²-Kulturkiste

Nachdem am Sonnabend hunderte Nazis durch Pirna gezogen sind und das SPD-Büro in der Langen Straße schwer beschädigt haben, kam es in den darauffolgen Tagen zu zwei weiteren Übergriffen.

Am 16.02.2010 griff eine Gruppe Nazis in der Pirnaer Innenstadt einen Jugendlichen an. Er wurde zunächst zu Fall gebracht, konnte aber flüchten. Daraufhin folgte ihm die Gruppe und schlug mehrmals auf ihn ein. In der Zwischenzeit konnte er Freunde verständigen, die ihm zu Hilfe kamen. Zwei der Täter konnten so festgehalten und der Polizei übergeben werden. Der Betroffene erlitt u.a. eine Kopfverletzung und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Pirna. Die rechtsextreme Randale am 13. Februar wird auf der Stadtratssondersitzung am 2. März ein Nachspiel haben. "Wir haben das Thema als Beratungspunkt auf die Tagesordnung gesetzt", teilte Stadtsprecherin Sabine Schlechtiger auf DNN-Anfrage mit. Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) werde deutliche Worte bei der Auswertung der Ereignisse finden, danach ist eine freie Aussprache geplant. Bei der werde die Rolle von NPD-Stadtrat Mirko Liebscher am vergangenen Sonnabend sicher ebenfalls thematisiert.

Nach dem in anderen Städten die NPD-Räte aufgefordert waren, sich zu den Übergriffen nach dem 13.02. zu äußern, sollte nun auch in Pirna am 02.03. eine Erklärung abgegeben werden. Doch noch vor der Stadtratssitzung fanden sich rund 50 Personen zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt zusammen. Dabei forderten sie in einer Erklärung die Mandatsabgabe der NPD-Abgeordneten. Innerhalb einer Stunde konnten 65 Unterzeichner_innen gefunden werden. Initiiert wurde die Aktion durch SPD, LINKE, GRÜNE und AKuBiZ. Zu den Unterstützer_innen gehörten neben Initiativen und Gewerkschaften alle - für Pirna zuständigen - Landtagsabgeordneten.

Die große Solidarität nach dem Brandanschlag auf das Auto unseres Vereinsmitgliedes und Kreisgeschäftsführer der LINKEN, Lutz Richter, hat uns, ehrlich gesagt, überrascht. Nachfolgend veröffentlichen wir den Dank und eine Stellungnahme von Lutz:

Pirna. Nach der Neonazi-Randale am 13. Februar in Pirna hat die Staatsanwaltschaft gestern zwölf Wohnungen durchsucht. Sie ermittelt wegen Landfriedensbruchs. Rund 400Rechtsextremisten waren damals durch die Pirnaer Innenstadt gezogen und hatten Steine in ein SPD-Büro geworfen. (SZ)

(Quelle: Sächische Zeitung vom 19.03.2010)

Zum Seitenanfang