Chronik rechter Aktivitäten

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Im Theater in Görlitz ist noch bis zum 02. August eine Ausstellung zu besichtigen, die über die Verbrechen der Wehrmacht in Polen aufklärt. Mit dem Überfall auf Polen im September 1939 kam Terror und unendliches Leid über die polnische Bevölkerung. Die Ausstellung "Größte Härte..." informiert über die Geschehnisse in Polen. Die Eröffung der Ausstellung wurde von der NPD gestört, die Kriegsverbrechen der Wehrmacht weiterhin abstreitet. Der Mythos der sauberen Wehrmacht ist schon längst nicht mehr haltbar. Diese Ausstellung zeigt dies deutlich und ist sehr zu empfehlen.

Grimma: Über zwei Wochen Protest in der Kirche gehen zu Ende – Dokumentation, Analyse, Erlebnisberichte

Rückblick – Rassismus und Staat siegen:

Am 23. Juni 2009 entschlossen sich 4 Asylbewerberfamilien aus dem Asylbewerberheim Bahren bei Grimma in die Grimmaer Frauenkirche zu gehen. Mit dem Umzug in die Kirche sahen die Familien den letzten Ausweg um gegen die zum Teil menschenunwürdigen Heimunterbringungen zu protestieren. Die Zustände im Asylbewerberheim können sie nicht mehr ertragen, sie fordern eine dezentrale Unterbringung in privaten Wohnungen. Die 18 Migrannt_innen, darunter 10 Kinder wollten solange ausharren bis ihre Forderung erfüllt werde. Sie nahmen dafür einen unbeheizten Kirchenraum, harte und schmale Kirchenbänke, Verzicht auf warmes Essen und Dusche, böse Blicke, fremdenfeindliche Parolen und die ständige Angst eines Angriffs in Kauf. Die Belastung der Familien und besonders der Kinder war hoch, da sie von zivilgesellschaftlicher Seite fast keine Unterstützung erfahren haben.

Die Aktion zur bevorstehenden Wahl ist beendet, alle 10 Pakete an Schulen verschickt. Drei Berufsschulzentren (Freiberg, Dresden und Pirna) und sieben Mittelschulen (Königstein, Borna, Markranstädt, Gröditz, Groitzsch, Böhlen und Brandis) können sich über das Paket freuen. Wir bedanken uns für das Interesse und stehen jeder Zeit als Gesprächspartner zur Verfügung.

Überlegungen zum Antifaschismus in der sächsischen Linkspartei

von Raimund Hethey (aus „FreibÄrger“ #69 Aug/Sep 2009)
„Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich als Wurzener Keks Flugblätter an die Einwohnerinnen und Einwohner verteilte. Die Verkleidungen hatten in der Stadt ansässige Firmen gesponsert. Ich erinnere mich gern an die Aktion. Sie wird auch den Nazis unvergessen sein, die damit leben mussten, dass es Konfetti auf sie regnete und dass immer wieder der Narrhalla-Marsch angestimmt und mit Trompeten und Posaunen geschmettert wurde.“ [Köditz, S. 40]

Update 18.08.2009 - Pressemitteilung des AKuBiZ e.V. vom 16.08.2009

Wir nehmen die demokratischen Parteien beim Wort: Protestiert gegen die NPD-Veranstaltungen in Heidenau und Pirna am 20.08.2009!
Für Donnerstag den 20. August plant die NPD von 14.00 - 16.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Heidenau (Platz der Freiheit), von 16.00 -18.00 Uhr auf dem Donaischen Platz in Pirna. Es ist davon auszugehen, dass die Veranstaltungen zur Reihe der "Abschlusswahltour" der NPD zählt. Es werden auch bekannte Parteipolitiker der NPD wie Holger Apfel und Udo Pastörs anwesend sein. Angekündigt ist auch der mehrfach verurteilte rechte Musiker Frank Rennicke auftreten. Die durch das öffentliche Auftreten und die vielfachen rechten Gewalttaten erzeugte Stimmung, tritt in der Sächsischen Schweiz offen zu Tage. Fast jede Woche finden am Pirnaer Amtsgericht Prozesse statt, erst kürzlich stand dabei ein NPD-Kandidat für den Sebnitzer Stadtrat wegen Körperverletzung vor Gericht.
Wie ernst meinen es die demokratischen Parteien aber mit ihrem Engagement gegen die NPD oder andere Nazi-Parteien? Einige Direkt-Kandidaten äußerten sich mit klaren Worten auf www.akubiz.de und in jedem Wahlprogramm finden sich Zitate über "den Kampf gegen Rechts":

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