Chronik rechter Aktivitäten

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Spende für die K²-Kulturkiste

Am 11.12.2010 ist der ehemalige österreichische Interbrigadist Josef Eisenbauer verstorben. Mit 19 Jahren ging Eisenbauer mit weiteren Wienern nach Spanien, um die Republik gegen den Angriff der Franco-Truppen zu verteidigen. Er war Kämpfer im Batallion Tschapajew und 12. Februar der Internationalen Brigaden.

 

In diesem Jahr wurde Josef Eisenbauer 93 Jahre alt.

Im Gedenken an einen aktiven Antifaschisten!

Die BewohnerInnen des alternativen Hausprojekts Robert-Matzke-Str. 16 sind positiv überrascht über die Festnahme des Dresdner Neonazis Stanley Nähse. Ihm wird vorgeworfen, am 24. August 2010 einen Molotow-Cocktail in den 2. Stock des Wohn- und Kulturprojekts geworfen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt waren 10 Menschen anwesend.

Seit Jahren gilt Stanley Nähse als Drahtzieher einer Vielzahl von Angriffen auf das Hausprojekt. Darüber hinaus betätigt er sich vermutlich als Graffittisprüher in Dresden-West mit Schriftzügen wie "H8C" (Hatecore) oder "Fuck AFA" und verantwortet Aufkleber neonazistischer "Autonomer Nationalisten" mit der Aufschrift "RM16 angreifen!". Entsprechende Ermittlungserfolge der Polizei blieben bisher aus. Die Beteiligten des Pieschener Projekts gehen von einem baldigen Prozessbeginn aus. Sie werden aktiv darauf hinwirken, dass die menschenverachtenden Konsequenzen rechter Einstellungen benannt werden, die in Sachsen seit 1990 bereits 13, bundesweit 137 Menschen das Leben kosteten.

Erfolgreicher Aktionstag gegen die Extremismusklausel

Die Initiatoren des bundesweiten „Aktionstages für Demokratie – gegen Misstrauen und Bekenntniszwang“ zeigen sich erfreut über die große Resonanz.

„Rund 1000 Organisationen und Einzelpersonen beteiligten sich mittels sozialer Netzwerke, Protestschreiben und Pressemitteilungen am Protest gegen die ‚Bespitzelungsklausel‘ des Bundesfamilienministeriums“, fasst Heike Kleffner von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. zusammen. Sie forderten Familienministerin Schröder und die Bundeskanzlerin Merkel auf, den umstrittenen Passus zurückzunehmen.

Mehr als 130.000 Euro hat der ehemalige Führer der 1980 als verfassungsfeindlich verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann in den Jahren 2005 – 2007 als Fördermittel des Freistaates Sachsen erhalten. Das ergab jetzt eine Kleine Anfrage der Grimmaer Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (LINKE). Der 1984 zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten u.a. wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verurteilte Karl-Heinz Hoffmann hatte das Geld im Rahmen der Pflege und Erhaltung von Kulturdenkmalen für das Rittergut Sahlis erhalten.

„Vergessene Erinnerung" - unter diesem Motto gedachten am 16.02.2011 Vertreter_innen unseres Vereins gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, dem Hatikva e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit,  dem Kulturbüro Sachsen e.V., der RAA-Opferberatung sowie Stadt- und Landespolitiker_innen der GRÜNEN, der SPD und der LINKEN der Ermordung von Dresdner Jüdinnen und Juden. Über 100 Menschen fanden sich am Schlesischen Platz vor dem Neustädter Bahnhof, dem Ort, der Ausgangspunkt und Zwischenstation für die Deportationen nach Auschwitz-Birkenau und in andere Konzentrationslager der Nationalsozialisten war, ein.

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