Am 14.Oktober 1943 brach im Vernichtungslager Sobibór im östlichen Teil Polens ein Aufstand aus, der in der Geschichte des Zweiten Weltkrieges ohnegleichen war. In Sobibór sind in eineinhalb Jahren mehr als 250.000 Juden vergast worden, von denen mehr als 33.000 aus den Niederlanden stammten. Einige Monate zuvor hatte sich eine kleine Gruppe von "Arbeitshäftlingen" unter Leitung des polnischen Juden Leon (Ljaibl) Felhendler zu einem Untergrundkomitee zusammengeschlossen, das unter strengster Geheimhaltung Pläne für eine Massenflucht entwickelte. Die Gruppe bestand aus etwa zehn Männern, die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Transporten zu Arbeitern im Lager selektiert worden waren. Schon davor waren Juden geflohen - u.a. fünf Männer aus dem "Waldkommando" - oder bei einem Versuch gescheitert. Felhendler und seine Kampfgefährten kamen über den inständigen Wunsch nicht hinaus; für das Gelingen einer so komplizierten Aktion fehlte ihnen das notwendige Wissen und Können. Einen Ausbruchversuch bis in alle Einzelheiten vorzubereiten und durchzuführen, erforderte ganz besondere Kenntnisse.
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25.10.2008/ Polenztal: Neonazis, Holocaustleugner, Pfadfinder - auf Burg Hohnstein - einem ehemaligen Konzentrationslager im Nationalsozialismus
Am Wochenende vom 24. bis 26. Oktober fand auf der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz, ein Treffen von mehreren völkisch-neonazistischen Gruppierungen statt. Zum sogenannten »14. überbündischen Burgfest«, reisten statt der ursprünglich geplanten 150, lediglich 120 Teilnehmer an. Neben bekannten Holocaustleugern sowie Geschichtsrevisionisten bestimmten dabei völkische Jugendgruppen das Erscheinungsbild der mittelalterlichen Burganlage.
Weiterlesen: Recherche Nord zu einem völkisch-neonazistischen Treffen auf der Burg Hohnstein
Am Montag, 10. November, findet ab 19:00 Uhr die Veröffentlichung des neuesten Buches aus dem Goldenbogen-Verlag statt; im Kapitelsaal des Stadtmuseums Pirna (Klosterhof 2).
Die Geschichte Esra Jurmanns, eines Sohnes Pirnaer jüdischer Geschäftsinhaber, sein Leben im Nationalsozialismus und der Leidensweg seiner Familie in der Nazidiktatur Deutschlands wurde von Jurmannn selbst niedergeschrieben. Am Abend der Buchpremiere sind neben Grußworten von der Stadt Pirna, Hugo Jensch und Dr. Goldenbogen einmalige Tondokumente von Esra Jurmann zu hören. Passagen des Buches werden vom Dresdner Schauspieler Jochen Kretschmar (u. a. Dresdner Staatsschauspiel) gelesen. Im Anschluss sind die ersten Ausgaben des Werks zu erhalten. 400 Exemplare werden danach als Klassensätze in der Region Sächsische Schweiz an Schulen verteilt. Durch die Veröffentlichung des Buches wird ein wichtiger Abschnitt der Geschichte unserer Region dargestellt und an einem konkreten Schicksal gespiegelt. Die Veranstaltung schafft den regionalen Bezug im Rahmen des Gedenkens des 75. Jahrestages der Machtübergabe an den Hitlerfaschismus und den 70. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938.
In den Jahren 2007 und 2008 initiierten wir das Bündnis "Nazis blockieren!", dem sich in beiden Jahren über 90 Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen anschlossen. Gemeinsam hatten wir das Ziel formuliert, die jeweiligen Nazidemonstrationen in Dresden um den 13. Februar effektiv zu behindern, wenn es geht zu blockieren.
Ein Jahr geht zu Ende, dass ähnlich lang war, wie die letzten Jahre. Seit 2001 ist unser Verein nun aktiv, aber in diesem Jahr gab es eine besondere Neuerung. Die Bundestagsabgeordnete Monika Knoche und der Landtagsabgeordnete Falk Neubert schenkten dem AKuBiZ im Frühjahr einen eigenen Vereinsbus. Seit der Spende sind wir nun mobiler geworden. Wir möchten uns bei den beiden Abgeordneten der LINKEN bedanken, aber auch berichten, zu welchen Zwecken der Kleinbus genutzt wurde.
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Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache