Initiativen aus Dresden, Leipzig und Zittau erhalten den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009
Die Vereine Medinetz Dresden und Roter Stern Leipzig wurden am 9. November 2009 für ihren Einsatz zur Stärkung der Demokratie sowie der Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Ursachen und Folgen von Antisemitismus und Rassismus mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie geehrt.
Wie immer wollen wir einen kleinen Rückblick geben und euch gleichzeitig mitteilen, was im nächsten Jahr so alles geschehen soll. Dazu aber später...
Im Jahr 2009 konnte unser Verein über 40 Veranstaltungen organisieren bzw. unterstützen. Dabei war vor allem die Ausstellung „Rechts rockt Sachsen“ erfolgreich und wurde an mehr als 10 Orten gezeigt – darunter Berlin, Chemnitz, Gröditz und Oschatz. Auch die zweite AKuBiZ-Ausstellung „partigiani“ war mehrfach zu sehen. Die Schau über den Widerstand während der Besatzung Italiens durch Deutschland zeigten auch Initiativen in Leipzig, Wurzen und Döbeln.
Heute fanden in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen. Unter anderem wurde der Antifa-Laden “Red Stuff” in Berlin-Kreuzberg und das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN durchsucht. In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei.
Das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei!”, das zu den Blockaden aufruft, besteht aus über 230 Organisationen und Gruppen sowie über 800 Einzelpersonen.
Weiterlesen: Dresdner Staatsanwaltschaft verschafft Naziszene Triumph
Im Regionalmuseum Teplice, untergebracht im einstigen Schloss der Stadt, ist noch bis zum 14. Februar 2010 eine Ausstellung zu besichtigen, die sich mit dem Schicksal sudetendeutscher Antifaschist_innen und ihrer vergessenen Rolle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigt. Die Ausstellung kann als das erste Ergebnis neuerer Forschungen zu diesem Thema bezeichnet werden, nachdem die tschechische Regierung 2005 den deutschen Antifaschist_innen in der Tschechoslowakei hohe Anerkennung zollte und sich bei Ihnen entschuldigte. Durch diese Regierungserklärung wurden dem Projekt finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, um die Forschungen zur "Dokumentation der Schicksale aktiver NS-Gegner, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den in der Tschechoslowakei angewendeten Maßnahmen gegen die sogenannte feindliche Bevölkerung betroffen waren", voranzutreiben.
Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten Soldaten der Rote Armee die Überlebenden des Konzentrationslagerkomplexes Auschwitz. Seit 1996 wird in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar begangen.
Mit der gestrigen Kranzniederlegung sollte in Pirna würdevoll an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Gedenkveranstaltung am VVN-Denkmal in der Grohmannstraße teil.
Eröffnet wurde die Gedenkfeier durch Landrat Michael Geisler. Er sprach vom Gedenken an die ermordeten Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen und politisch Andersdenkenden. Bis hier konnten wir den Ausführungen Geislers noch folgen. Die häufige Verwendung des Wortes "Rasse" ist allerdings 2010 durch einen Politiker nicht nachvollziehbar. Es stellt sich die Frage, ob es fehlende Sensibilität ist oder fehlendes Wissen.
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Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache