25.10.2008/ Polenztal: Neonazis, Holocaustleugner, Pfadfinder - auf Burg Hohnstein - einem ehemaligen Konzentrationslager im Nationalsozialismus
Am Wochenende vom 24. bis 26. Oktober fand auf der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz, ein Treffen von mehreren völkisch-neonazistischen Gruppierungen statt. Zum sogenannten »14. überbündischen Burgfest«, reisten statt der ursprünglich geplanten 150, lediglich 120 Teilnehmer an. Neben bekannten Holocaustleugern sowie Geschichtsrevisionisten bestimmten dabei völkische Jugendgruppen das Erscheinungsbild der mittelalterlichen Burganlage.
Weiterlesen: Recherche Nord zu einem völkisch-neonazistischen Treffen auf der Burg Hohnstein
Am 14.Oktober 1943 brach im Vernichtungslager Sobibór im östlichen Teil Polens ein Aufstand aus, der in der Geschichte des Zweiten Weltkrieges ohnegleichen war. In Sobibór sind in eineinhalb Jahren mehr als 250.000 Juden vergast worden, von denen mehr als 33.000 aus den Niederlanden stammten. Einige Monate zuvor hatte sich eine kleine Gruppe von "Arbeitshäftlingen" unter Leitung des polnischen Juden Leon (Ljaibl) Felhendler zu einem Untergrundkomitee zusammengeschlossen, das unter strengster Geheimhaltung Pläne für eine Massenflucht entwickelte. Die Gruppe bestand aus etwa zehn Männern, die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Transporten zu Arbeitern im Lager selektiert worden waren. Schon davor waren Juden geflohen - u.a. fünf Männer aus dem "Waldkommando" - oder bei einem Versuch gescheitert. Felhendler und seine Kampfgefährten kamen über den inständigen Wunsch nicht hinaus; für das Gelingen einer so komplizierten Aktion fehlte ihnen das notwendige Wissen und Können. Einen Ausbruchversuch bis in alle Einzelheiten vorzubereiten und durchzuführen, erforderte ganz besondere Kenntnisse.
Weiterlesen: 65. Jahrestag des Aufstandes im Vernichtungslager Sobibor
Die Arbeitsgruppe Asylsuchende und die Initiative UNIWERK aus Pirna möchten Sie herzlich zur Ausstellung „Was laufen Sie denn auch einfach so über die Straße“ einladen.
Der Karikaturist Thomas Plaßman hat der UNO Flüchtlingshilfe seine wichtigsten Zeichnungen zum Thema „Flucht“ für eine Wanderausstellung zur Verfügung gestellt. Die Bilder setzen sich kritisch und mit beißendem Witz mit den Themen Asyl, MigrantInnen in Deutschland, Gewalt gegen MigrantInnen etc. auseinander.
Mit dieser Karikaturausstellung wollen wir Vereine, Schulen, Bürgerinitiativen sowie die Bevölkerung zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken und zum Reflektieren über ein brisantes Thema, dass leider auch in unserer Region weiterhin aktuell bleibt, anregen.
Die Ausstellung findet vom 17. September bis zum 1. Oktober 2008 in den Räumlichkeiten des UNIWERKES Pirna, Schmiedestraße 55 statt.
Am 25.09. und 26.09.08 von 9.00 bis 18.00 Uhr soll die Ausstellung insbesondere für Schulklassen offen stehen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, eine Ausstellungsführung speziell für Schüler in Anspruch zu nehmen, es wird Gelegenheit für Fragen und Gespräche geben.
Programm zur Ausstellung
17.09.08, 18 Uhr Eröffnung
20.09.08, 20 Uhr “Leonce und Lena” Theaterstück von Georg Büchner
30.09.08, 19.30 Uhr Filmdokumentation “Zwischen Asyl und Abschiebung”
AG Asylsuchende ist ein Zusammenschluß von Initiativen aus Pirna: Akubiz e. V., Ausländerrat Dresden e. V., Bürgerinitiative „Afroeuropäische Familien und Interessierte“, Kulturbüro Sachsen e.V., Landeskirchliche Gemeinschaft Pirna, Opferberatungsstelle, RAA Opferberatung Sachsen e.V..
Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich die Ausstellung „Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ vom 30. Juni 2008 bis zum 01. August 2008 im Hörsaalzentrum der TU Dresden (Bergstraße 64, Hörsaal 2) kostenfrei ansehen.
Die Wahrnehmung Israels und seiner Gesellschaft in den öffentlichen Medien ist primär durch den Nahostkonflikt bestimmt. Im Fokus der Berichterstattung stehen vor allem die physische Gewalt der Konfliktparteien, sowie die oft daraus resultierende Eskalation der Auseinandersetzung. Der israelische Alltag und die Vielfalt der Gesellschaft werden nicht, allenfalls in Features, Reportagen und Hintergrundberichten, erwähnt. Einen Alltag ohne Militäraktionen scheint es nicht zu geben. Die israelisch-palästinensische Konfrontation und insbesondere Israel an sich standen und stehen im Gegensatz zu anderen Krisenherden der Welt, wie Beispielsweise Tschetschenien oder Ruanda, schon lange im Mittelpunkt des medialen Interesses.
Weiterlesen: Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik? - Eine Kritik an der Kritik
Sonntagabend 18.00 Uhr endete in weiten Teilen Sachsens die Wahl. Für uns bedeudet das nun, einen kleinen Blick auf die Ergebnisse der NPD zu werfen und versuchen diese zu analysieren. Im neuen Landkreis Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge blieb eigentlich alles beim Alten. Die Parteien, die auch 2004 in beiden Wahlkreisen antraten, behielten ihre Stimmen - mit maximal 1,5 Prozent Unterschied: CDU (-1,5), DIE LINKE (-1,3), SPD (-0,4), Grüne (-0,6), FDP (+1,1) und Freie Wähler (+/- 0). Eine Ausnahme ist hier lediglich die NPD, da sie kein Vergleichsergebnis von 2004 hat. Zur vergangenen Wahl trat sie im ehemaligen Weißeritzkreis nicht an. Sie kommt nun auf 7,5 Prozent und ist damit die 5.-stärkste Partei im neuen Kreistag. Vor ihr liegen die CDU (43.9), DIE LINKE (18,3), die Freien Wähler (11,4) und die FDP (7,9). Wer dachte, der Tiefgang von SPD (7,4) und den Grünen (3,6) sei endlich vorbei, wurde leider eines Besseren belehrt. Beide landen nur auf den hinteren Plätzen.
Weiterlesen: Kreistagswahlen in der Sächsischen Schweiz - ein kurzer Text zur NPD
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache