Im Regionalmuseum Teplice, untergebracht im einstigen Schloss der Stadt, ist noch bis zum 14. Februar 2010 eine Ausstellung zu besichtigen, die sich mit dem Schicksal sudetendeutscher Antifaschist_innen und ihrer vergessenen Rolle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigt. Die Ausstellung kann als das erste Ergebnis neuerer Forschungen zu diesem Thema bezeichnet werden, nachdem die tschechische Regierung 2005 den deutschen Antifaschist_innen in der Tschechoslowakei hohe Anerkennung zollte und sich bei Ihnen entschuldigte. Durch diese Regierungserklärung wurden dem Projekt finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, um die Forschungen zur "Dokumentation der Schicksale aktiver NS-Gegner, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den in der Tschechoslowakei angewendeten Maßnahmen gegen die sogenannte feindliche Bevölkerung betroffen waren", voranzutreiben.
Heute fanden in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen. Unter anderem wurde der Antifa-Laden “Red Stuff” in Berlin-Kreuzberg und das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN durchsucht. In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei.
Das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei!”, das zu den Blockaden aufruft, besteht aus über 230 Organisationen und Gruppen sowie über 800 Einzelpersonen.
Weiterlesen: Dresdner Staatsanwaltschaft verschafft Naziszene Triumph
Wie immer wollen wir einen kleinen Rückblick geben und euch gleichzeitig mitteilen, was im nächsten Jahr so alles geschehen soll. Dazu aber später...
Im Jahr 2009 konnte unser Verein über 40 Veranstaltungen organisieren bzw. unterstützen. Dabei war vor allem die Ausstellung „Rechts rockt Sachsen“ erfolgreich und wurde an mehr als 10 Orten gezeigt – darunter Berlin, Chemnitz, Gröditz und Oschatz. Auch die zweite AKuBiZ-Ausstellung „partigiani“ war mehrfach zu sehen. Die Schau über den Widerstand während der Besatzung Italiens durch Deutschland zeigten auch Initiativen in Leipzig, Wurzen und Döbeln.
Initiativen aus Dresden, Leipzig und Zittau erhalten den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009
Die Vereine Medinetz Dresden und Roter Stern Leipzig wurden am 9. November 2009 für ihren Einsatz zur Stärkung der Demokratie sowie der Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Ursachen und Folgen von Antisemitismus und Rassismus mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie geehrt.
“Für junge Menschen ist es heute sehr schwer, zu begreifen, wie das alles gewesen ist. Wenn die Erinnerung nicht bleibt, dann kann sich alles wiederholen. Und je mehr man sich erinnert und weiß, desto größer die Chance, dass es sich nicht wiederholt. Der Mensch ist schlecht.”
Das Zitat ist aus einem lesenswerten Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit” anlässlich des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs vor wenigen Wochen.
Am 02.10.2009 verstarb mit Marek Edelmann in Polen einer der letzten Überlebenden des Aufstandes im Ghetto von Warschau.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache