Pirna. Die rechtsextreme Randale am 13. Februar wird auf der Stadtratssondersitzung am 2. März ein Nachspiel haben. "Wir haben das Thema als Beratungspunkt auf die Tagesordnung gesetzt", teilte Stadtsprecherin Sabine Schlechtiger auf DNN-Anfrage mit. Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) werde deutliche Worte bei der Auswertung der Ereignisse finden, danach ist eine freie Aussprache geplant. Bei der werde die Rolle von NPD-Stadtrat Mirko Liebscher am vergangenen Sonnabend sicher ebenfalls thematisiert.
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Nachdem am Sonnabend hunderte Nazis durch Pirna gezogen sind und das SPD-Büro in der Langen Straße schwer beschädigt haben, kam es in den darauffolgen Tagen zu zwei weiteren Übergriffen.
Am 16.02.2010 griff eine Gruppe Nazis in der Pirnaer Innenstadt einen Jugendlichen an. Er wurde zunächst zu Fall gebracht, konnte aber flüchten. Daraufhin folgte ihm die Gruppe und schlug mehrmals auf ihn ein. In der Zwischenzeit konnte er Freunde verständigen, die ihm zu Hilfe kamen. Zwei der Täter konnten so festgehalten und der Polizei übergeben werden. Der Betroffene erlitt u.a. eine Kopfverletzung und musste im Krankenhaus behandelt werden.
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Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten Soldaten der Rote Armee die Überlebenden des Konzentrationslagerkomplexes Auschwitz. Seit 1996 wird in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar begangen.
Mit der gestrigen Kranzniederlegung sollte in Pirna würdevoll an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Gedenkveranstaltung am VVN-Denkmal in der Grohmannstraße teil.
Eröffnet wurde die Gedenkfeier durch Landrat Michael Geisler. Er sprach vom Gedenken an die ermordeten Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen und politisch Andersdenkenden. Bis hier konnten wir den Ausführungen Geislers noch folgen. Die häufige Verwendung des Wortes "Rasse" ist allerdings 2010 durch einen Politiker nicht nachvollziehbar. Es stellt sich die Frage, ob es fehlende Sensibilität ist oder fehlendes Wissen.
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Im Regionalmuseum Teplice, untergebracht im einstigen Schloss der Stadt, ist noch bis zum 14. Februar 2010 eine Ausstellung zu besichtigen, die sich mit dem Schicksal sudetendeutscher Antifaschist_innen und ihrer vergessenen Rolle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigt. Die Ausstellung kann als das erste Ergebnis neuerer Forschungen zu diesem Thema bezeichnet werden, nachdem die tschechische Regierung 2005 den deutschen Antifaschist_innen in der Tschechoslowakei hohe Anerkennung zollte und sich bei Ihnen entschuldigte. Durch diese Regierungserklärung wurden dem Projekt finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, um die Forschungen zur "Dokumentation der Schicksale aktiver NS-Gegner, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den in der Tschechoslowakei angewendeten Maßnahmen gegen die sogenannte feindliche Bevölkerung betroffen waren", voranzutreiben.
Heute fanden in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen. Unter anderem wurde der Antifa-Laden “Red Stuff” in Berlin-Kreuzberg und das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN durchsucht. In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei.
Das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei!”, das zu den Blockaden aufruft, besteht aus über 230 Organisationen und Gruppen sowie über 800 Einzelpersonen.
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Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache