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(ein Tatsachenbericht vom "across the border")

Motiviert von der Auszeichnung durch die Fussballweltmeisterin Anja Mittag kamen wir der Einladung des Kinoclub Dolni Poustevna/ Sebnitz nach. Ein Trainingscamp im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet. Nicht, dass wir das nötig gehabt hätten aber wir schlossen uns den "Kulturbanausen" aus Dresden trotzdem an.

Mit einem kleinen Handicap sollte dann am Sonntag der Spieltag beginnen. Bereits am Abend vorher heizten gerade wir beim Konzert im Narodni Dum ein. Dort fanden sich über 70 Personen zum Punkrock-Konzert ein. Die Bands waren gut und die Musik laut. Mit müden Beinen fielen wir spät in unsere Betten.

Am nächsten Morgen erwartete uns dann eine Überraschung. Die zweite Hälfte unseres Teams saß schon beim Bier, als wir noch versuchten unsere Augen offen zu halten. Ich sah den Tag schon vor meinem geistigen Auge ablaufen. Aber immerhin erhielten wir schon am Anfang zu Recht den Titel des erotischsten Teams.

Die drei lokalen Teams hatten ihre Spieler an die Größe des Feldes angepasst und starteten mit äußerst jungen Spielern. Wir hingegen hatten wohl Spieler dabei, deren Schuhe älter waren, als die ganzen restlichen Spieler zusammen. So waren wir also nicht nur das erotischste Team, sondern auch das Älteste. Dies tat natürlich dem Spielwitz und der Technik keinen Abbruch. Dazu waren wir überhaupt die einzigen, die Frauen in den Reihen hatten. Und das in einer Quote, die nicht mal die LINKE bieten kann.

Nun ging es los und wir konnten unsere Neuzugänge testen. Unser Torwart wirkte gegenüber dem kleinen Tor etwas unverhältnismäßig aber glänzte durch brillante Anfeuerung. Unser Abwehrstar aus den winterlichen Weiten von Altenberg konnte seine Qualität nicht zeigen. Seine sonstige Trainingsbedingungen sind eben deutlich anders. Ansonsten zeigten alle die gewohnte Ruhe, auch wenn wir mal in den Rückstand gerieten. Unser Stürmer zeigte wieder einmal zwei erstklassige Tore, bei denen er den Gegnern keine Chance zur Verhinderung ließ. Ansonsten gibt es zum Turnier weiter nichts zu sagen.

Den Tag schloss das Theaterstück "Jagdzeit", zu dem mehr als 40 Gäste kamen. Die Rückmeldungen waren alle positiv und so können wir Frank Hohl und seine Gruppe nur weiter empfehlen. Wer sich die letzten Aufführungen ansehen möchte, sollte dies unbedingt tun.

Fazit des Trainingscamps:

"Es gibt Tage da verliert man und es gibt welche da gewinnen die Anderen."

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