Am Samstag, den 04.08.07, versammelten sich rund 300 Antifaschist_innen in DD- Pappritz zu einer lautstarken Demonstration gegen den dort stattfindenden JN- "Sachsentag". Die Stimmung war ausgelassen und durch viele kreative Transparente und informative Redebeiträge konnten auch die umstehende Passant_innen für das Thema der Demonstration sensibilisiert werden. Jedoch verlief nicht alles so reibungslos an diesem Tag. Die Polizei und das Ordnungsamt provozierten die Teilnehmer_innen während der Veranstaltung immer wieder durch Unterbrechungen wegen angeblich zu langen Transparenten und verlangten das Abkleben von Teilen dieser. Auch übertriebene Personenkontrollen vor Beginn der Demonstration wirkten nicht deeskalierend. Zudem ist es verwunderlich, warum ein Antifaschist von Polizist_innen, trotz der schon erfolgten Vorkontrollen, kurz vor der Abschlusskundgebung aus der Demonstration gegriffen und aus der Sichtweite aller Teilnehmer_innen gezerrt wurde. Angeblich führte dieser eine Sturmhaube mit sich; wie nicht anders zu erwarten, fanden die Polizeibeamten, genau wie ihre zu Demonstrationsbeginn kontrollierenden Kolleg_innen, nichts dergleichen.
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von Steffen Richter
Im Januar 1982 gründete sich der Verlag "Die Werkstatt" - im Juli des selben Jahres erschien dann ihr erstes Buch. Nach der Gründung brachte der Verlag im Herbst 1992 das erste Werk zum Thema Fußball heraus. "Der gezähmte Fußball - Zur Geschichte eines subversiven Spiels" wurde ein Erfolg und der Verlag entwickelte sich zu einem der wichtigsten in den Bereichen Sport und Fußball.
Weiterlesen: Im Schatten des Spiels - Rassismus und Randale im Fußball
Drei Tage nachdem in der sächsischen Kleinstadt Mügeln ein rassistischer Mob eine Gruppe von acht Migrant_innen vom Stadtfest jagte und verprügelte, trafen sich in den Abendstunden ca. 250 Antifaschist_innen zu einer spontanen Demonstration.
Unter dem Motto "Das Problem heisst Rassismus - Solidarität mit den Betroffenen" zog die Demo (mehrfach) durch fast alle Strassen, die die Mügelner Innenstadt zu bieten hat. Mit Sprechchören wie z.B. "Nie, nie, nie wieder Stadtfest" oder "Wer schweigt stimmt zu" wurde den Mügelner_innen gezeigt, was von ihrer Art zu feiern zu halten ist. Einen Zwischenstopp legten die Demonstrierenden an der Pizzeria ein, in welche sich die Betroffenen vor dem Nazimob flüchteten.
Abgesehen von einigen, vorwiegend jugendlichen Mügelner Bewohner_innen, die sich teilweise sogar anschlossen, wurde der Demonstration mit Ablehnung begegnet.
Die Polizei, zu Beginn noch mit recht wenigen Kräften vor Ort, hielt sich auffällig zurück. Die Gründe dafür sind wohl in erster Linie beim überregionalen Medieninteresse und der allgemeinen Sorge um den Ruf der Stadt zu suchen. Jedenfalls konnten die Antifaschist_innen so ihr Anliegen störungsfrei umsetzen und nach ca. 1,5 h Mügeln einstweilen wieder verlassen.
Am 24. September 2007 verstarb nach kurzer Krankheit Kurt Goldstein. Mit ihm verliert die antifaschistische Bewegung eine der bekanntesten und unerbittlichsten Leitfiguren des Widerstands gegen den deutschen Faschismus. Bis ins hohe Alter von 93 Jahren engagierte Kurt sich unermüdlich dafür, die Verbrechen der Nazis nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Er war ein steter Mahner vor dem Wiederaufleben des Faschismus. Nach der Machtübergabe an die Nazis 1933 flüchtete Kurt aus Deutschland - von den Nazis als Jude und Kommunist verfolgt. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte er in den Internationalen Brigaden. Nach Francos Sieg wurde er interniert und später an die Deutschen ausgeliefert. Die deportierten ihn nach Ausschwitz. Kurz vor Kriegsende überlebte er den Todesmarsch nach Buchenwald. Insgesamt war Kurt 30 Monate im Konzentrationslager.
Veranstaltung im Asylsuchendenheim Leupoldishain...
Anlässlich des bundesweiten Tags des Flüchtlings am 30. September haben amnesty international (ai) und Pro Asyl heute in Berlin ihre Erwartungen an die Flüchtlings- und Asylpolitik der künftigen Bundesregierung vorgestellt. Unabhängig von Koalitionen müsse das Zuwanderungsgesetz dringend geändert werden, forderten beide Organisationen:"Die künftige Bundesregierung muss für faire Asylverfahren sorgen. Außerdem muss sie längst beschlossene EU-Richtlinien umsetzen. Das betrifft unter anderem den Abschiebungsschutz, wenn dem Betroffenen zum Beispiel Folter durch nichtstaatliche Täter wie paramilitärische Gruppen droht."
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache