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16.12. - "Gut in Szene gesetzt - Medien in der Verantwortung"

Irgendwo zwischen Ignoranz, Sensationsbedürfnis und Unwissenheit befinden sich viele kommerzielle Medienvertreter, wenn es um den Umgang mit Nazis geht. Es gibt zwar große Berichte zu Vorfällen wie in Mügeln oder Mittweida. An die alltägliche Bedrohung erinnern aber nur wenige. Alternative Medien hingegen wirken meist nur in die Anti-Nazi-Szene und werden von der Öffentlichkeit kaum wahr genommen.

14.00 - 16.00 Filmvorführung "Von 8 bis 18" und "Schauder und Idyll"
16.00 - 16.30 Input zu "Verantwortung der Medien" von POKUBI
16.30 - 18.00 Podiumsdiskussion mit den Autoren der Filme und einemr weiteren Medien-Vertreterin zu "Chancen alternativer Medien"

Veranstaltungsort: HATIKVA e.V. - Pulsnitzer Strasse 10 (Dresden-Neustadt)

Unterstützt durch den "Lokalen Aktionsplan" im Landkreis Sächsische Schweiz

Anmerkungen zu dem Artikel aus der Sächsischen Zeitung/Lokalausgabe Pirna vom 21.12.2007:

Wenn Marco Mach davon schreibt, die hauptsächlich zur militärischen Nutzung gefertigte und eingesetzte JU 52 wäre "überall nur unter dem liebevollen Spitznamen „Tante Ju“ bekannt", so müssen wir uns dagegen verwehren und protestieren gegen diese Verharmlosung des mehr als 4500fach gebauten, schon in der Entwicklung auf militärische Pläne abgestimmten Flugzeuges.

Auch die Überlebenden der Bombardierung spanischer Städte durch die Legion Condor sprechen sicherlich nicht liebevoll von diesem Kriegsflugzeug. Aus insgesamt 48 Ju 52 warfen die deutschen Legionäre von November 1936 bis Januar 1937 Spreng-, Splitter- und Brandbomben auf Madrid und zerstörten unter anderem die baskischen Städte Durango (Bizkaia) und Gernika (span. Guernica). Diese militärischen Erfolge veranlaßten Hitler zu dem Ausspruch: „Franco sollte der Ju 52 ein Denkmal setzen“. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Ju52 dann das Standardtransportflugzeug der Luftwaffe und half so beim Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug der deutschen Wehrmacht mit.

Auch diese Tatsachen gehören zur Geschichte des, von Herrn Mach liebevoll als "Tante Ju" bezeichneten, Kriegsflugzeuges und sprechen gegen einen Verharmlosungsartikel im Sinne des am 21.12.2007 in der Sächsischen Zeitung veröffentlichten.

Sicher gibt es eine Menge was wir kritisieren könnten - schief gelaufene Veranstaltungen, nicht erschienene Pressemitteilungen, gescheiterte Projekte oder mangelndes Interesse. Es ist uns nicht gelungen hunderttausende Schnipsel in Einkaufszentren oder auf leere Strassen zu werfen. Wir haben auch keine Aufkleber auf Mülleimer oder alte Parkbänke geklebt. Und auch Kerzen wurden nicht in die Elbe gesetzt - und irgendwie sind wir ziemlich froh darüber. Doch erscheint es auch wenig sinnvoll weiter darauf einzugehen. Deshalb wollen wir lieber die Erfolge des Vereins dokumentieren, der immer noch ohne bezahlte Stellen auskommt und (Mirko - wir helfen gern beim "Reinfuchsen") auch dieses Jahr keine regelmäßige Förderung von Stadt oder Land bekam. Mehr als 40 Veranstaltungen wurden durch oder mit Hilfe des AKuBiZ e.V. durchgeführt und 20 Mal wurde in Zeitungen über uns berichtet. Dazu kamen sowohl Fernseh- als auch Rundfunkbeiträge. Besondere Freude bereitete die Durchführung unserer jährlichen Veranstaltungen. So durften wir das vierte Jahr in Folge am ZeitzeugInnengespräch in Ostritz teilnehmen. Zum dritten Mal organisierten wir (dieses Jahr mit Hilfe der Dresdener Gruppe "KITA") das Solikonzert für AsylbewerberInnen aus der Sächsischen Schweiz, sowie das Kulturfest, das es diesmal nur in der "light"-Variante gab.

Nazi ermordet Antifaschisten in Tschechien

Wieder einmal stellen tschechische Neonazis ihre Brutalität unter Beweis. Im November 2007 schoss der Anmelder einer Nazidemonstration - Petr Kalinovsky - in Prag auf Gegendemonstranten. Verletzt wurde damals glücklicherweise niemand. Schon vorher beschlagnahmte die Polizei bei den Anwesenden Totschläger, Pistolen, Äxte und Sprengkörper. Nun erstach ein bekannter Nazi den 18jährigen Antifaschist und SHARP-Skin Jan Kucera.

Die Stadt Pribram liegt etwa 70 Kilometer südwestlich von Praha. Dort feierte eine Gruppe antirassistischer Skinheads, als sie von Nazis angegriffen wurden. Dabei kam es zu einer Schlägerei mit dem 20-Jährigen Täter Jiri Fous. Dieser posierte bereits vorher mit einem Messer und stach mit diesem zwei Mal auf Jan Kucera ein, der kurz darauf seinen Verletzungen erlag.

Fous, der in Tschechien als bekannter Neonazi-Schläger gilt, wurde von einer Überwachungskamera gefilmt. Inzwischen ist er, der beim Überfall in Wehrmachtsuniform auftauchte, verhaftet worden.

Nur einen Tag später haben in Praha rund 250 Neonazis gegen das Verbot eines Aufmarsches in Plzen demonstriert, wo sie wieder einmal vor einer Synagoge provozieren wollten. Antisemitismus ist - neben Hass auf Sinti und Roma - eines der wichtigsten Themen tschechischer Nazis. Der Organisator, Václav Bureš, hatte dazu aufgerufen, Schusswaffen bei der Demonstration mitzuführen.

Auch zu den Nazigroßaufmärschen am 13. und 16. Februar in Dresden ist mit der Teilnahme tschechischer Nazis zu rechnen. Schon lange sind gute Kontakte zwischen sächsischen und böhmischen Nazis bekannt, die über die Hilfe bei Propagandadruck hinausgehen. Dazu gehört unter anderem die Ausrichtung von in Deutschland verbotenen Konzerten.

„Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“

Gedenken an die Gruppe "Weiße Rose"

Heute vor 65 Jahren wurden die ersten Mitglieder der "Weißen Rose" von den Nazis ermordet. Eine der wenigen deutschen Widerstandsgruppen wurde damit beseitigt.  Die Weiße Rose war während der Nazidiktatur in München aktiv - Heute ist ihr Name international bekannt. Besonders Verfilmungen haben dazu beigetragen.

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