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In der Sächsischen Zeitung war zu lesen, dass die NPD ihren Landratskandidaten für die Sächsische Schweiz gewählt hat. Wie zu erwarten fiel die Wahl auf Olaf Rose, der bereits am 13. Februar auf dem Heidefriedhof den Kranz des Kreisverbandes niederlegte und sich damit dem Posten anbiederte. Rose ist studierter Germanist, der sich besonders bei Nazis großer Beliebtheit erfreut. Grund sind seine geschichtsrevisionistischen Vorträge und Veröffentlichungen. Seine bekannteste Arbeit ist der Film "Geheimakte Heß", welcher auf gefälschten Papieren und absichtlicher Geschichtsverdrehung basiert. Interviewpartner distanzierten sich später vom Film und kritisierten das Herausschneiden wichtiger Interviewpassagen. Nach gescheitertem Versuch sich als ABM-Kraft bei der Ruhrgebiets-Stadt Herne zu betätigen, kam das Angebot der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Grund für seine Entlassung in Herne war seine Dokumentation zum Thema „Zwangsarbeit und Kriegsgefangene in Herne und Wanne-Eickel zwischen 1940 und 1945“. Dabei log Rose die Zahl der Zwangsarbeiter in der Region von 30.000 auf 9.000 herunter. Seit 2006 arbeitet er nun für die NPD als Berater. 2006 wurde er ebenfalls mit der Helmut-Sündermann-Medaille des Druffel-Verlags, der vor allem Biographien bekannter Nazigrößen verlegt, ausgezeichnet. Sündermann war bis 1945 stellvertretender Reichspressechef unter Adolf Hitler, was deutlich werden lässt, in welchem Spektrum Rose sich bewegt.

Für uns ist klar: Keinen Geschichtsrevisionisten als Landrat!

Am 24./25. April fand in Dresden die Ostdeutschland-Konferenz der Bundestagsfraktion DIE LINKE statt. Ein Programmpunkt war die Auszeichnung von Anti-Rechts-Initiativen. Acht von ihnen hatten die Möglichkeit sich vorzustellen. Darunter das älteste sächsische alternative Jugendzentrum "AJZ Chemnitz", das online-Portal "NIP Dresden" (Nazis in den Parlamenten) und das ehemalige Opferberatungsprojekt AMAL-Sachsen e.V., außerdem Bon Courage Borna, "free time inn" Mügeln, a.l.i.a.s. Dresden, Oase Naunhof und AKuBiZ e.V.

(ein Tatsachenbericht vom "across the border")

Motiviert von der Auszeichnung durch die Fussballweltmeisterin Anja Mittag kamen wir der Einladung des Kinoclub Dolni Poustevna/ Sebnitz nach. Ein Trainingscamp im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet. Nicht, dass wir das nötig gehabt hätten aber wir schlossen uns den "Kulturbanausen" aus Dresden trotzdem an.

DRESDEN/WARSCHAU - Die polnische Eisenbahngesellschaft PKP wird den "Zug der Erinnerung" in der Grenzstadt Görlitz übernehmen und nach Oświęcim (Auschwitz) geleiten. Dies bestätigte das Warschauer Unternehmen am Dienstag (29.4.). PKP-Triebfahrzeuge werden den Zug am 7. Mai nach Zgorzelec bringen, wo Schüler der Stadt die Ausstellung besichtigen können. Sie berichtet an hervorgehobeneer Stelle auch über das Schicksal polnischer Kinder und Jugendlicher, die von den NS-Behörden deportiert wurden.

Am Nachmittag des 7. Mai wird der Zug auf dem Bahnhof Wroclaw (Breslau) von Schülern der Stadt begrüßt werden. Am Abend trifft er dann in Oświęcim (Auschwitz) ein.

Die polnischen Eisenbahnen PKP sind das zweite europaweite Logistikunternehmen, das den "Zug der Erinnerung" vorbehaltlos unterstützt. Zuvor hatten bereits die französischen Staatsbahnen (SNCF) unbürokratisch geholfen. Lediglich die Konzernleitung der DB AG weigert sich, die Fahrt des Zuges finanziell zu erleichtern.

Weitere Infos unter: www.zug-der-erinnerung.eu

Am Wochenende vom 24. bis zum 25. Mai 2008 wird die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) im bayrischen Bamberg ihren Bundesparteitag mit ca. 600 Delegierten und Besuchern abhalten. Bereits im letzten Jahr wollte die NPD die Konzert- und Kongreßhalle in Bamberg für einen Landesparteitag nutzen. Ein juristisches Verbot aufgrund des städtischen „Tages der offenen Tür“ verhinderte das. Für den nun anstehenden Bundesparteitag ist ein ähnliches Verbot der Stadtverwaltung gerichtlich gekippt wurden – die NPD konnte sich erfolgreich in die Halle einklagen. Doch diese juristische Legitimation ist selbstverständlich kein Grund die NPD in Ruhe zu lassen, antifaschistisches Handeln ist gerade jetzt notwendig.

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