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Vor einem alten Bürohaus stehen Männer, die mit Taschen und Tüten bepackt warten. Sie warten auf einen Bus, der sie in ihre neue Unterkunft bringen soll. Wo diese allerdings ist, wissen die meisten nicht. Nur der Name des Dorfes ist bekannt. Gesehen hat das neue Heim aber vorher niemand.

Es sind die Asylsuchenden im Landkreis Sächsische Schweiz, die von Leupoldishain nach Langburkersdorf umziehen müssen. Die wenigen Frauen sind noch beim Räumen - ihre Kinder spielen. Viele Fragen sind noch zu klären, denn die Informationen sind spärlich. Weniger als einen Monat hatten die Menschen Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. "Die Zimmer sind bezugsfertig, die Verpflegung ist gesichert", erklärt die zuständige Fachabteilungsleiterin in der Sächsischen Zeitung. "Satt und sauber" heißt so etwas, wohl abwertend in der Pädagogik. Doch MitarbeiterInnen des Landkreises sind vertreten - als überwachendes Organ.

Dann ist der Bus da, der die BewohnerInnen wegbringt. Die Situation ist angespannt. Die einen wollen schnell weg, andere ihre Sachen einräumen - es ist eng im Bus und die Gepäckfächer können nicht genutzt werden. So drängen sie in den Bus und die wenigen Besitztümer stehen im Gang. Dann sind alle im Bus, außer einigen Sachen. Der Mann in der Uniform des Ordnungsamtes und der orangen Warnweste darüber gibt klare Anweisungen. Und der Bus fährt ab.

Die übrig gebliebenen Sachen werden in einen Kleinbus geladen. Es passt - gerade so. Die Hausmeister beginnen schon die alten Möbel aus dem Haus zu räumen. Bald sind sie arbeitslos. Eine Übernahme war leider nicht möglich, denn das neue Haus gehört einem anderen Träger. Es hätte sicher noch interessant werden können, aber unser Weg führt uns erst einmal nach Langburkersdorf.
Die Menschen haben den Bus schon verlassen und fast alle Sachen sind schon in den neuen Räumen. Einige sind zufrieden, andere nicht. Die Fenster sind neu, die Türen alt. Die sanitären Einrichtungen sind nur ein wenig besser als die in Leupoldishain. Dennoch versucht die neue Heimleiterin ihr Bestes zu tun, um alle Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Ein Lichtblick in dieser Situation...

Veranstaltungen zu den "Internationalen Wochen gegen Rassismus"

18.03. - Diskussionsveranstaltung zur Situation von Asylsuchenden" in der Oase (Pirna) mit dem Flüchtlingsrat Dresden

18.03. - Lesung "Zweiheimisch" (Beginn 19.00 Uhr) im Abgeordnetenbüro von Peter Hettlich (MdB Grüne) in Pirna - mit Livemusik

.03. - Vorstellung des Comics "Jetzt re(i)chts in Sachsnitz!" gemeinsam mit AMAL-Sachsen e.V. - Musik, Gespräche, Comic und mehr... (Ort noch nicht bekannt)

19. 04. - Diskussionsveranstaltung "Leben im Iran" in den Räumen des HATIKVA e.V. in Dresden (15.00 Uhr Beginn)

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Selbstverständlich gilt die Antidiskriminierungsregel.

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