]Schwere Übergriffe auf Asylbewerber in Löbau markieren Höhepunkte eines rassistischen Alltags
Der Überfall auf George C. In den Abendstunden des 10.5.2006 kam es in der Nähe des Asylbewerberheimes in Löbau zu einem rassistisch motivierten Übergriff auf einen Flüchtling aus Guinea. Der 21-jährige George C. wurde dabei nach eigenen Angaben zuerst von zwei Tätern mit den Worten „Nigger, was machst du hier?“ angegriffen. Dabei würgte ihn einer der Männer und schlug ihm ins Gesicht, während der andere mit einem Handy weitere Angreifer mobilisierte. Wenige Minuten später sah sich Herr C. insgesamt sieben Männern gegenüber, die ihn zusammenschlugen und am Boden liegend traten. Der Betroffene erlitt mehrfache Schürfwunden und Prellungen an Armen, Beinen, Rücken und Auge sowie eine Schnittverletzung am Unterarm, die nach seiner Wahrnehmung von einem Messer verursacht wurde.
Pressemitteilung Pirna, 09.05.2006 8. Mai – Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus auch ein Jahr danach noch wichtig!
Wie jedes Jahr, gedachte auch 2006 der Kreisverband der Linkspartei.PDS Sächsische Schweiz wieder dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 61 Jahren. Diesmal war etwas entscheidend anders als 2005. Es gab keine mediale Öffentlichkeit mehr für ein Ereignis, das dem deutschen Vernichtungsfeldzug und dem daraus resultierenden 2. Weltkrieg ein Ende setzte.
Weiterlesen: Veranstaltung des Linkspartei.PDS zum "Tag der Befreiung"
Am 06. Mai fanden in Freiberg und in weiteren Städten Deutschlands Aktionen gegen in Italien als Mörder verurteilte Männer statt. Diese sind beteiligt gewesen, an der Ermordung von 560 italienischen Zivilisten. In Freiberg gab es einen Infotisch, Diskussionen und eine Unterschriftenaktion. Bei dieser kamen über 130 Unterschriften zusammen. Die Aktion wurde von etwa 40 Antifaschist_innen unterstützt. In über 250 Dörfern in Italien wurden während des zweiten Weltkrieges Zivilisten von Deutschen und faschistischen Milizen ermordet. Das größte Massaker fand in Marzabotto bei Bologna statt - dort wurden über 700 Kinder, Frauen und alte Männer hingerichtet. Ein anderes Massaker ist nun Anlass für eine bundesweite Protestaktion.
Weiterlesen: Die Mörder sind unter uns! - Aktion in Freiberg
Die Modemarke “Thor Steinar” aus Brandenburg vertreibt in ihrer aktuellen Kollektion eine Kapuzenjacke mit dem Titel “No Inquisition”. Das Rückenmotiv dieser Kapuzenjacke ist mit einem Bild versehen, auf dem ein Adler mit seinen Klauen einen “christlichen Fisch” greift. Dieses Motiv hat sich die neonazistische Vereinigung “Die Artgemeinschaft - Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung e.V.” im Januar 2003 durch ihren Vorsitzenden, den Neonazi-Kader Jürgen Rieger, als Bildmarke 30238105.8 beim Deutschen Patent - und Markenamt sichern lassen.
Weiterlesen: Thor Steinar: Enge Bindung an die Neonazi-Szene
Am Sonntag, den 16. April 2006, wurde in Potsdam ein Mann äthiopischer Herkunft von Nazis angegriffen, verprügelt und dabei so schwer verletzt, dass davon auszugehen ist, dass die Angreifer den Tod des Mannes in Kauf nahmen. Der 37-jährige Ernyas M. war an einer Straßenbahnhaltestelle, als er beschimpft wurden war. "Scheiß Nigger" brüllten seine Angreifer, bevor sie ihn mit Schlägen und Tritten so schwer verletzten, dass er in ein künstliches Koma versetzt werden musste, da ihm massive Schädel- und Knochenverletzungen, darunter eine Vielzahl von Rippenbrüchen, zugefügt wurden.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache