Die erste Herbstferienwoche verbrachten wir mit zehn Jugendlichen in der wunderschönen Heymannbaude in Kleinhennersdorf. Die Woche war voller spannender Inputs, vielen schönen Begegnungen und von Tatendrang für eine bessere Welt geprägt!
Dank der Amadeu Antonio Stiftung, dem Jugendhaus Leipzig und Jakob Springfeld hatten wir ein gut gefülltes und abwechslungsreiches Programm rund um Social Media, rechte Codes und Strategien und Möglichkeiten für demokratisches Engagement online und offline. Der Ausflug in den Kletterwald Königstein hat uns dabei geholfen, zusammenzuwachsen und unsere Köpfe zu entspannen.
Ein herzliches Dankeschön an die großartigen Teilnehmenden!



Vor mehr als 20 Jahren starteten wir unsere erste Bildungsfahrt. Damals reisten wir per Bus mit 15 Jugendlichen ins polnische Eulengebirge. Seither gehören diese Reisen zu den wichtigen Veranstaltungen im AKuBiZ-Jahr. Auf die Fahrt nach Polen folgten also weitere … zum Beispiel nach Italien, Spanien, Slowenien, Tschechien, Frankreich oder Griechenland. Doch auch innerhalb Deutschlands waren wir unterwegs.
In diesem Jahr folgten wir einer Einladung der Naturfreunde Frankfurt a. M. in den Taunus. Die Reise kam zustande, weil die hessischen Naturfreund*innen im vergangenen Jahr die Burg Hohnstein besuchten. Beim gemeinsamen Liederabend mit Pir-Moll entstand die Idee.
Uns erwartete nun also eine volle Woche mit vielen herzlichen Gesprächen, gemeinsamer Musik, Wanderungen und Einblicken in die regionale Erinnerungsarbeit. Wir besuchten die Gedenkorte in Mörfelden, den Adlerwerken und in Niederrad. Wir erwanderten den großen Feldberg, den Altkönig und den Pferdskopf (und ein bisschen auch den Main-Tower ;). Und wir lernten die Naturfreundehäuser Am Poloplatz, Herxheimerstraße, Homburger Haus und Brombacher Hütte kennen. Wir probierten Frankfurter Grüne Soße, Handkäs mit Musik, Bethmännchen und weitere Köstlichkeiten.
Weiterlesen: „Was auch das Leben bringen mag, wir halten hoch den Kopf…“ - Bildungsreise 2026
Im Februar 2026 haben wir noch noch gefragt: "Keine weiteren Stolpersteine in Heidenau mehr?"
Nun ist dies vorerst leider Realität geworden.
Wie kam es dazu?
In Heidenau gibt es bereits 5 Stolpersteine. Der erste Stolperstein wurde im August 2021 für Paul Gröger verlegt. Paul Gröger war der erste Bürgermeister der 1924 neu gegründeten Stadt Heidenau, einem Zusammenschluss der Gemeinden Mügeln, Gommern und Heidenau. Der Stolperstein wurde auf dem Rathausvorplatz direkt vor dem Eingang verlegt. Gröger weigerte sich 1933 die Hakenkreuzfahne zu hissen, wurde in das KZ Hohnstein verschleppt. Dort wurde er mißhandelt und auf Grund der gemachten Erfahrungen nahm er sich das Leben. Die Initiative für den Stolperstein ging von Marco Boltz, einem gebürtigen Heidenauer aus. [1]
Im Februar 2023 konnten vier weitere Stolpersteine für die Familie Reiner vor dem Haus in der Bahnhofstraße 10 verlegt werden. Mit diesen wird an Maximilian Reiner, seiner Ehefrau Elsa Emmÿ Reiner und seinen Kindern Horst Wilhelm Reiner sowie Käthe Reiner, verh. Mickwausch erinnert. Eine an dem Projekt der Aktion Zivilcourage beteiligte Schülerin beschrieb ihre im Projekt gesammelten Erfahrungen: „Erst durch das Projekt haben wir uns intensiver mit der Geschichte unserer Region auseinandergesetzt. In der Schule lernt man zwar auch viel über den Nationalsozialismus aber erst in der AG haben wir konkret auf unsere Umgebung geschaut und uns mit den Familien beschäftigt, die damals hier gelebt haben. Das hat mich schon sehr bewegt. Und jetzt zu sehen, wie schön die Steine hier aussehen, ist wirklich toll.“ [2]
Im Januar 2025 stellten wir beim damaligen Bürgermeister Jürgen Opitz einen Antrag zur Verlegung weiterer Stolpersteine. Nach einem Vorgespräch im Februar 2025 präzisierten wir diesen Antrag und stellten diesen in geänderter Form.(*) Wir beantragten am 20. Februar 2025 die Verlegung von 12 Stolpersteinen. In unserem Antrag boten wir der Stadt die Kostenübernahme für die Arbeiten des städtischen Bauhofes an. Auf Nachfrage zum Bearbeitungsstand im Oktober wurden wir zuerst auf die Stadtratssitzung im Dezember vertröstet, dann wiederum auf die Novembersitzung. Im Bauausschuss im November wurde unser Antrag nichtöffentlich vorberaten und der Verwaltung zur weiteren Bearbeitung zurückverwiesen.
In wenigen Wochen erscheint das Buch Rote Bergsteiger auf tschechisch - Rudí Horolezci! Wir freuen uns darüber wirklich über die Maßen, denn die Geschichte ist so eng mit der Grenzregion verbunden.
Heute waren wir zu diesem Anlass mit dem Autor des Buches und Bergsporthistoriker Joachim Schindler rund um Hřensko wandern.
Děkuji!
Bald informieren wir euch über den Veröffentlichungstermin des Buches 👀
Wir bedanken uns herzlich bei der Bibliothek Děčín, mit der wir für dieses Vorhaben kooperieren und die wir heute endlich persönlich kennenlernen durften.
Großes Danke auch an den tschechisch-deutschen Zukunftsfonds, ohne den dieses Projekt so nicht möglich wäre.




Parallel zur Ausstellung „Spurensuche. Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ (September 2026 bis Februar 2027) im StadtMuseum Pirna zeigen wir in der K²-Kulturkiste ab dem 10. September die Schau „Jüdische Geschichte in Kunst und Kultur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“. Als Weiterentwicklung des bisherigen Ausstellungsprojekts rückt sie das künstlerische Schaffen von Jüdinnen und Juden im Landkreis in den Mittelpunkt. Auf den Ausstellungstafeln werden die Lebenswege von Julie Hanusch, Käthe Mickwausch, Albert G. Hess, Max Zimmering und Rose Scooler thematisiert. Sie malten, verfassten Gedichte oder Romane, spielten Musik und komponierten. Die Ausstellung in der K²-Kulturkiste stammt von 2024 und ist eine Erweiterung zum Thema jüdisches Leben in Pirna und der Sächsischen Schweiz.
Zugänglich ist die Ausstellung jeden Donnerstag zwischen 14 und 17 Uhr und nach Absprache.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache