186 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe im Jahr 2011 in Sachsen – erneut ein Todesopfer rechter Gewalt.
Die Beratungsstellen für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. zählten im Jahr 2011 186 Angriffe. 269 Menschen waren davon direkt betroffen. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte.
Im Vergleich zum Vorjahr (239) ist ein Rückgang zu verzeichnen. Diese Entwicklung darf jedoch kein Anlass zur Entwarnung sein.
Das dritte Jahr in Folge forderte rechte Gewalt in Sachsen allem Anschein nach ein Todesopfer. Am 27. Mai wurde der Wohnungslose André K. in Oschatz brutal zu Tode geprügelt.
Weiterlesen: Die Opferberatung RAA Sachsen legt Statistik für 2011 vor
Am 02. März 2012 eröffnet nun in Pirna unser Infotreff - dieser ist das Ergebnis einer langen Suche nach Räumen für antifaschistische Bildungsarbeit. Die Räume liegen zentral in der Nähe des Marktes und bieten Platz für kleinere Ausstellungen, Vorträge, Filmbesprechungen, Lesungen und Seminare. In einem weiteren Raum ist eine Bibliothek mit über 700 Büchern eingerichtet. Dort gibt es auch einen offenen PC-Arbeitsplatz und verschiedene kostenfreie Informationsmaterialien.
Getragen wird der Infotreff durch die Pirnaer Ortsgruppe des Roten Baum e.V. und AKuBiZ e.V. - beide Vereine haben eine lange Tradition. Ist der Rote Baum e.V. vor allem durch die Ausrichtung von offener Jugendarbeit in Dresden sowie die Durchführung von Jugendweihe und Ferienfahrten bekannt, steht AKuBiZ e.V. für Geschichtsprojekte und Bildungsveranstaltungen.
Pressemitteilung des AK-Distomo zur Entscheidung des IGH in Den Haag:
Am Freitag, den 3. Februar 2012, verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./. Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern in Italien beansprucht. Deutschland klagte vor dem IGH, weil italienische Gerichte vielfach zu Gunsten der Opfer entschieden und eine Klagemöglichkeit in Italien anerkannt haben. Mit diesem Urteil ist nun der Klageweg für NS-Opfer in Italien versperrt.
In der letzten Dezemberwoche machten wir uns zu unserer Klausurtagung auf. Eine Woche besprachen wir vergangene Projekte und planten neue Veranstaltungen. Dafür reisten wir in die Nähe der Gemeinde Walim in Polen. Dort fand im Sommer 2003 unsere erste Jugendbegegnung statt. Seither besteht eine freundschaftliche Beziehung zu den Organisator_innen vor Ort.
Wir werden euch auch 2012 mit einer ganzen Reihe Veranstaltungen überraschen. Aber natürlich werden auch bestehende Projekte, wie der Antira-Fussball-Cup, wieder stattfinden. Zum Abschluss unserer Klausur beschlossen wir die Unterstützung des Protestes in Dresden, der in einen Aufruf zur Solidarität mit den Betroffenen der sächsischen Repressionen mündet:
Vor wenigen Wochen stellte der Ausländerbeauftragte des Landes Sachsen, Dr. Martin Gillo, in einer Pressekonferenz seinen "Heim-TÜV 2011" über das Leben in sächsischen Gemeinschaftsunterkünften vor. Unter anderem berichtete er über das Heim in Langburkersdorf. Nach dem ersten TÜV war das Heim mit "rot" bewertet worden. Da der sanierte Teil des Objektes im August abbrannte, wurde das Heim in Langburkersdorf nicht neu bewertet. Nun sind die Menschen in Langburkersdorf in dem Teil untergebracht, der nicht als menschenwürdig bezeichnet werden kann. Im diesjährigen Bericht heißt es dennoch zum Langburkersdorfer Heim: "...,dass das Heim unter keinen Umständen in der damaligen Form weiter betrieben werden sollte." Es muss also nach Alternativen gesucht werden. Dabei scheint der Landkreis alles zu versuchen, um ein möglichst schlechtes Bild zu erzeugen.
Weiterlesen: Aktuelle Situation der Unterbringung von Asylsuchenden im Landkreis
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache