STELLUNGNAHME ZUR RASSISTISCHEN ANTI-ASYL UND ANTIMUSLIMISCHEN KAMPAGNE DER NPD SACHSEN.
Menschenrechte sind das Fundament demokratischer Werte. Deshalb setzen sich die Unterzeichner_innen dieser Stellungnahme für menschenwürdige Bedingungen für Asylsuchende sowie die Gewährleistung der Religionsfreiheit und die Wertschätzung der Religionen ein. Rassismus ist alltägliche Realität in Sachsen. Unterhalb von körperlicher Gewalt und (Neo)Nazi- Kampagnen erfahren People of Color* (POC) und Migrant_innen z.B. auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt oder bei Disco-Einlass-Kontrollen rassistische Ausgrenzung und sind in gesellschaftlichen und politischen Institutionen unterrepräsentiert.
Der Comic "Jetzt re(!)chts in Sachsnitz" ist mittlerweile in der 3. Auflage erschienen. Insgesamt haben wir damit von dem Comic an die 20.000 Exemplare drucken lassen. Beim Druck der dritten Auflage wurden wir vom NDC Dresden unterstützt.
Im Comic wird die Geschichte von Tarek, einem Flüchtling aus Afghanistan und die Situation in so mancher (nicht nur) sächsischen Kleinstadt aufgezeigt. Gleichzeitig liefert der Comic Ansätze für Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus sowie Links zu empfehlenswerten Seiten mit vielen wertvollen Anregungen und Informationen.
Den Comic könnt ihr bei uns bestellen, ihr müßtet bitte nur die Portokosten übernehmen.
Seit wenigen Stunden ist es offiziell, ich habe einen der beiden Panterpreise gewonnen. Die Leser_innen gaben die meisten Stimmen für mich ab und ehrten damit die Aktivitäten des AKuBiZ e.V.
Bereits in den letzten Wochen und Monaten zeigte sich, wie viele Menschen ein großes Interesse an unserer Arbeit haben und diese wertschätzen. Wir bekamen eine Reihe netter Mails, Anrufe und persönlicher Rückmeldungen. Allein dies bestärkte uns in unserem Handeln. Nicht immer konnten wir so einen Rückenhalt spüren. Der Verein wurde im Herbst 2001 gegründet - in einer Zeit, in der die Gegend rechts dominiert war und zuständige Behörden wegschauten. Wer sich offen kritisch äußerte, wurde zum/zur Nestbeschmutzer_in abgestempelt. Doch "Nester", die sich einer Auseinandersetzung nicht stellen, sollten "Beschmutzungen" aushalten müssen!
Stolz konnte die "Steuerungsgruppe Extremismus" Anfang Juli verkünden, die "Zahl der politisch motivierten Gewalttaten (sei) auf niedrigstem Niveau" und der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge habe sich in "ein Modellgebiet der Zurückdrängung von Rechtsextremismus entwickelt". Die Sächsische Zeitung meldete kurz darauf, im sogenannten Modellgebiet mussten Königsteiner Stadträte zur Sprühdose greifen und das Logo „Die Sächsische Schweiz ist bunt“ am Schutzzaun an der B172 erneuern. Dieses war bereits das zweite Mal verunstaltet worden.
Fast keine mediale Öffentlichkeit bekamen mehrere Angriffe auf Asylsuchende im letzten Monat. Neutral gehalten veröffentlichte die Sächsische Zeitung am 4. Juli 2012 eine Polizeimeldung "Polizei sucht gefährlichen Flaschenwerfer".
Der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat nach Angaben von dapd Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden eingelegt. Dieses hatte im April 2012 entschieden, dass die Extremismusklausel rechtswidrig ist. Sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) als auch wir siehen der Berufungsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen entspannt entgegen und fordern eine Rückkehr zur politischen Auseinandersetzung.
Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung: "Wir sehen der nächsten Instanz in Bautzen entspannt entgegen. Mehrere Gutachten und das Verwaltungsgericht Dresden haben bereits die Rechtswidrigkeit der Extremismusklausel bestätigt. Wir hoffen, dass Frau Schröder endlich von der Extremismusklausel Abstand nimmt.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache