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Henny Brenner (Bildquelle: dresden-nazifrei.com)

Rundgang "Täterspuren" - 13. Februar 2012 - Comeniusplatz Dresden - 13.00 Uhr

 

"Den Bomben die in jener denkwürdigen Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 die Stadt Dresden den Erdboden gleichmachten, verdanke ich mein Überleben. Was alles musste passiert sein, dass ein Mensch im Angesicht des verheerendsten Untergangs, den eine deutsche Stadt je erlebte, innerlich aufatmen konnte?"

Henny Brenner

Das Lied ist aus. Ein jüdisches Schicksal in Dresden, Zürich 2001, S. 7

dresden 2012In der letzten Dezemberwoche machten wir uns zu unserer Klausurtagung auf. Eine Woche besprachen wir vergangene Projekte und planten neue Veranstaltungen. Dafür reisten wir in die Nähe der Gemeinde Walim in Polen. Dort fand im Sommer 2003 unsere erste Jugendbegegnung statt. Seither besteht eine freundschaftliche Beziehung zu den Organisator_innen vor Ort.

Wir werden euch auch 2012 mit einer ganzen Reihe Veranstaltungen überraschen. Aber natürlich werden auch bestehende Projekte, wie der Antira-Fussball-Cup, wieder stattfinden. Zum Abschluss unserer Klausur beschlossen wir die Unterstützung des Protestes in Dresden, der in einen Aufruf zur Solidarität mit den Betroffenen der sächsischen Repressionen mündet:

langburkersdorf-2011Vor wenigen Wochen stellte der Ausländerbeauftragte des Landes Sachsen, Dr. Martin Gillo, in einer Pressekonferenz seinen "Heim-TÜV 2011" über das Leben in sächsischen Gemeinschaftsunterkünften vor. Unter anderem berichtete er über das Heim in Langburkersdorf. Nach dem ersten TÜV war das Heim mit "rot" bewertet worden. Da der sanierte Teil des Objektes im August abbrannte, wurde das Heim in Langburkersdorf nicht neu bewertet. Nun sind die Menschen in Langburkersdorf in dem Teil untergebracht, der nicht als menschenwürdig bezeichnet werden kann. Im diesjährigen Bericht heißt es dennoch zum Langburkersdorfer Heim: "...,dass das Heim unter keinen Umständen in der damaligen Form weiter betrieben werden sollte." Es muss also nach Alternativen gesucht werden. Dabei scheint der Landkreis alles zu versuchen, um ein möglichst schlechtes Bild zu erzeugen.

Infocafe-PirnaDemnächst soll in Pirna ein Infocafé eröffnen, in dem es neben einer Bibliothek mit mehreren hundert Büchern und einem offenen PC-Arbeitsplatz auch Raum für Ausstellungen und Diskussionen geben soll. Doch das Café vor den Toren der Sächsischen Schweiz ist immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Namen und ruft aus diesem Grund dazu auf, sich an der Suche nach einem kreativen Namen zu beteiligen. Wer also der Meinung ist, einen passenden Namen gefunden zu haben, derdie sollte eine Email mit Vorschlägen an folgende Adresse schicken: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Als Preise winken übrigens ein “Extremismus-Shirt”, ein “Rote Bergsteiger”-Buch und ein Päckchen Fair-Trade-Kaffee.

Lunapar 21 - Zeitschrift zur Kritik der globalen ÖkonomieIn der aktuellen Debatte um die Schuldenkrise Griechenlands und die Eurokrise der EU gibt es ganz klar einen Täter und ein Opfer. Der Täter ist Griechenland, das Opfer Deutschland, da es für die Schuldenkrise »zahlen muss«. Wortführer dieser Debatte ist Deutschland, in der EU ist man sich da einig. Doch es gibt eine Gegenstimme: Im März 2010 reagierte der ehemalige griechische Vize-Ministerpräsident Theodoros Pangalos auf die aggressive Kritik Deutschlands, indem er das Thema der Reparationszahlungen Deutschlands an Griechenland auf die Tagesordnung setzte. Bis heute verweigert sich Deutschland, in vollem Umfang für die totale Vernichtung der griechischen Wirtschaft während der Besatzung 1941-1944 zu zahlen. Die Verkehrung der Verhältnisse ist typisch deutsche Manier, wenn es um die Übernahme der Verantwortung für die Folgen der Zerstörung von Europas Staaten durch den Nationalsozialismus geht.

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