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2012 wanderungÜber 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche Wanderung in diesem Jahr. Eingeladen waren Freund_innen und Interessierte. Startpunkt war am Sonntag der Parkplatz am Forstamt in Graupa, wo es eine kleine Einführung in die Situation vor den Reichstagswahlen im März 1933 gab. So gehörte die Gemeinde Graupa zu denen, wo die NSDAP auf Platz 1 gekommen war. Damit kam es zu einer langen Reihe von gewalttätigen Aktionen in der damaligen Amtshauptmannschaft Pirna. Bücher wurden verbrannt, Naturfreundehäuser besetzt und Antifaschist_innen verhaftet. Einer von ihnen war Fritz Richter, Kopf der Graupaer KPD. Erster Halt war auf der Lohngrinstraße, wo die Familie damals wohnte. Nach langer Haft in Zwickau und dem KZ Sachsenburg musste er in einem Strafbataillon dienen. Seither verliert sich seine Spur.

Zeitzeug_innenbegegnung in Ostritz 2012Zeitzeug_innengespräche mit Überlebenden des Nationalsozialismus in Ostritz

In der Oberlausitz schmiegt sich idyllisch das Kloster St. Marienthal an die Neiße. Der durch ständige Regenfälle nunmehr reißende Fluss ließ Strand und Ufer verschwinden. Hier befinden wir uns zu einem außergewöhnlichen Treffen. Unserer 9. Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen in Ostritz.

Aus dem Leben gerissen wurden Menschen während des Zweiten Weltkrieges durch die zentralistische „Lösung der Judenfrage“. Sie verbrachten ihre Kindheit in Ghettos, Arbeitslagern oder Vernichtungslagern, sie starben oder überlebten. Zeitzeug_innen berichteten in einem zweitägigen Austausch über ihre Erinnerungen,  ihre Erfahrungen, ihr Erlebtes und ihr Leben.

Sächsischer Förderpreis für Demokratie 20122012 wird der Sächsische Förderpreis für Demokratie bereits zum sechsten Mal verliehen. Ausgelobt wird er diesmal von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung. Zwei Hauptpreise in Höhe von je 5.000 Euro und acht Anerkennungspreise in Höhe von je 1.000 Euro würdigen mutiges Engagement von Initiativen und Projekten in Sachsen, die für die Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten eintreten, die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus einsetzen.

gemeinnuetzigkeit-vereine-verfassungsschutzVerfassungsschutz-Klausel gefährdet gemeinnützige Organisationen / Offener Brief an Bundestagsabgeordnete

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben sich gegen ein Gesetzesvorhaben gewandt, das dem Verfassungsschutz ermöglichen würde, de facto über den Fortbestand gemeinnütziger Organisationen zu entscheiden. Sie forderten die Bundestagsabgeordneten jetzt in einem offenen Brief auf, dem Steuergesetz 2013, das am 28. juni 2012 in erster Lesung im Parlament debattiert wurde, ihre Zustimmung zu verweigern. Mit dem vorgelegten Gesetz will die Bundesregierung die Abgabenordnung (AO) so ändern, dass Organisationen, die in einem Verfassungsschutzbericht im Zusammenhang mit Extremismus genannt werden, die Gemeinnützigkeit ohne Prüfung entzogen wird (§ 51, Absatz 3, AO).

Initiatoren des offenen Briefes sind Attac und die Umweltschutzorganisation Robin Wood. Zu den 36 Unterzeichnenden gehören unter anderem die Humanistische Union, Greenpeace, Medico International, der BUND, Pro Asyl, Lobby Control und das Komitee für Grundrechte und Demokratie.

20120714 csd_pirna_140In vielen Städten der Bundesrepublik und Europas wird jedes Jahr der CSD gefeiert. Der "Christopher Steet Day" ist mittlerweile ein Aktionstag, an dem für die Gleichberechtigung und die Akzeptanz verschiedener Lebensweisen und Liebesweisen gestritten und gekämpft wird. Die Ausgrenzung verschiedener sexueller Identitäten ist für uns, auch in Pirna und im Landkreis nicht hinnehmbar. Es ist wichtig, sich auch in ländlichen Region gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transgendern und intergeschlechtlichen Menschen zu engagieren. Mit unserem CSD auf dem Pirnaer Markt, wollen wir dazu einen ersten Anstoß geben. Wir werben jetzt für die Teilnahme an unserer Kundgebung am 14.07.2012 - aber wir wollen mehr; in den kommenden Jahren wollen wir dem Thema mehr Raum geben und uns noch aktiver in der Öffentlichkeit positionieren.

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