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schmiedebergStolz konnte die "Steuerungsgruppe Extremismus" Anfang Juli verkünden, die "Zahl der politisch motivierten Gewalttaten (sei) auf niedrigstem Niveau" und der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge habe sich in "ein Modellgebiet der Zurückdrängung von Rechtsextremismus entwickelt". Die Sächsische Zeitung meldete kurz darauf, im sogenannten Modellgebiet mussten Königsteiner Stadträte zur Sprühdose greifen und das Logo „Die Sächsische Schweiz ist bunt“ am Schutzzaun an der B172 erneuern. Dieses war bereits das zweite Mal verunstaltet worden.

Fast keine mediale Öffentlichkeit bekamen mehrere Angriffe auf Asylsuchende im letzten Monat. Neutral gehalten veröffentlichte die Sächsische Zeitung am 4. Juli 2012 eine Polizeimeldung "Polizei sucht gefährlichen Flaschenwerfer".

taz panterpreis 2012Unser Vereinsvorsitzender, Steffen Richter, ist für den taz-Panterpreis nominiert. Wir freuen uns für Ihn sehr, ist es doch auch jetzt schon eine Anerkennung seines und unsereres ehrenamtlichen Engagements.

Eine taz-interne Jury hat unter allen Einsendungen ihre Vorauswahl getroffen und sechs KandidatInnen für den Panter Preis 2012 nominiert. Vom 4. August bis zum 1. September könnt ihr hier über Ihre Nummer Eins abstimmen.

Die Preisverleihung findet unter der Schirmherrschaft der taz Panter Stiftung am 15. September 2012 im Deutschen Theater in Berlin statt. Eine Vorstellung aller Nominierten findet ihr hier.

miß-trauenDer Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat nach Angaben von dapd Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden eingelegt. Dieses hatte im April 2012 entschieden, dass die Extremismusklausel rechtswidrig ist. Sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) als auch wir siehen der Berufungsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen entspannt entgegen und fordern eine Rückkehr zur politischen Auseinandersetzung.

Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung: "Wir sehen der nächsten Instanz in Bautzen entspannt entgegen. Mehrere Gutachten und das Verwaltungsgericht Dresden haben bereits die Rechtswidrigkeit der Extremismusklausel bestätigt. Wir hoffen, dass Frau Schröder endlich von der Extremismusklausel Abstand nimmt.

2012 wanderungÜber 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche Wanderung in diesem Jahr. Eingeladen waren Freund_innen und Interessierte. Startpunkt war am Sonntag der Parkplatz am Forstamt in Graupa, wo es eine kleine Einführung in die Situation vor den Reichstagswahlen im März 1933 gab. So gehörte die Gemeinde Graupa zu denen, wo die NSDAP auf Platz 1 gekommen war. Damit kam es zu einer langen Reihe von gewalttätigen Aktionen in der damaligen Amtshauptmannschaft Pirna. Bücher wurden verbrannt, Naturfreundehäuser besetzt und Antifaschist_innen verhaftet. Einer von ihnen war Fritz Richter, Kopf der Graupaer KPD. Erster Halt war auf der Lohngrinstraße, wo die Familie damals wohnte. Nach langer Haft in Zwickau und dem KZ Sachsenburg musste er in einem Strafbataillon dienen. Seither verliert sich seine Spur.

Zeitzeug_innenbegegnung in Ostritz 2012Zeitzeug_innengespräche mit Überlebenden des Nationalsozialismus in Ostritz

In der Oberlausitz schmiegt sich idyllisch das Kloster St. Marienthal an die Neiße. Der durch ständige Regenfälle nunmehr reißende Fluss ließ Strand und Ufer verschwinden. Hier befinden wir uns zu einem außergewöhnlichen Treffen. Unserer 9. Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen in Ostritz.

Aus dem Leben gerissen wurden Menschen während des Zweiten Weltkrieges durch die zentralistische „Lösung der Judenfrage“. Sie verbrachten ihre Kindheit in Ghettos, Arbeitslagern oder Vernichtungslagern, sie starben oder überlebten. Zeitzeug_innen berichteten in einem zweitägigen Austausch über ihre Erinnerungen,  ihre Erfahrungen, ihr Erlebtes und ihr Leben.

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