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Wir bekennen nicht, wir handeln!
Demokratie braucht Vertrauen.

Die politischen Einflussnahme staatlicher Behörden auf die Demokratie- und Menschenrechtsarbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen und Fachträger hat insbesondere seit dem Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung ein inakzeptables Ausmaß angenommen.

Dies zeigt sich zum Beispiel

  • in der Missachtung der Notwendigkeit einer breiten unabhängigen zivilgesellschaftlichen Engagementstruktur und damit einer demokratischen Kultur insgesamt,
  • in Vereinnahmungsversuchen seitens staatlicher Institutionen (Verfassungsschutz, Bundeswehr etc.) originär zivilgesellschaftlicher Arbeitsfeldern (Demokratiebildung, Engagementstärkung),
  • oder in der Zunahme an unverhältnismäßigen Kontrollinstrumenten in der Vergabepraxis von Fördergeldern an zivilgesellschaftliche Träger.

rote kasernenNach mehreren Bränden im Asylsuchendenheim Langburkersdorf - der letzte war am 25. August diesen Jahres auf Grund eines technischen Defektes - ist ein Teil des Heimes nicht mehr bewohnbar. Die Asylsuchenden wurden danach in verschiedenen Heimen der Landesdirektion Dresden untergebracht. Da der Landkreis jedoch zur Aufnahme von Asylsuchenden verpflichtet ist, muss ein neuer Standort für ein Heim gefunden werden. Bereits im März übte die Landesdirektion Dresden unmißverständlich Druck auf die Landkreisverwaltung aus, weitere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende zu schaffen. Das Sächsische Staatsministerium erwartete vom Landkreis auf seiner Dienstberatung am 7. April 2011 "Erfolgsmeldungen".

demokratiepreis2011Bereits zum fünften Mal wird am 09. November 2011 der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen. Der Preis wird von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung ausgeschrieben, Bewerbungsschluß ist der 16. September 2011. Danach wird eine Jury aus Vertretern der beteiligten Stiftungen und Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Medien und Wissenschaft zehn Projekte ermitteln, die mit zwei Hauptpreisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro und acht Anerkennungspreisen in Höhe von jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet werden.

Im letzten Jahr lehnten wir die Annahme des Demokratiepreises ab, weil wir eine Anti-Extremismus-Erklärung unterschreiben sollten. Diese forderte nicht nur ein Bekenntnis zur FDGO, sondern forderte uns auch auf, unsere Partner_innen zu bespitzeln. Die ausschreibenden Stiftungen versicherten, auf so eine Erklärung zu verzichten.

Bereits letzten Monat haben sich aus der Jury für den Demokratiepreis der Freistaat Sachsen, die Stiftung Frauenkirche und die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank zurückgezogen. Als Grund für den Rückzug wurde der Streit um die Anti-Extremismus-Erklärung genannt, die der Freistaat seit letztem Jahr für staatlich geförderte Initiativen und Vereine fordert.

begegnung im ibz 20110807 1560969420Vom 05.-07. August 2011 fand im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal ein Treffen mit ehemaligen KZ-Häftlingen statt. Bereits seit 2004 ist unser Verein Partner des IBZ und des Maximilian-Kolbe-Werks bei den Treffen in Ostritz.

In diesem Jahr kamen die 12 Zeitzeug_innen, darunter drei jüdische Menschen, aus Polen. Sie haben verschiedene Ghettos und Konzentrationslager u.a. Mauthausen und Auschwitz überlebt. Wir hatten die Möglichkeit, mit den Menschen über ihre Erlebnisse während der Nazizeit zu sprechen. Die meisten kamen als Kinder, gemeinsam mit Geschwistern und Eltern, von denen sie unmittelbar nach dem Eintreffen im Lager getrennt wurden, in die KZs. Sie erlebten den Tod von Mithäftlingen, Hunger, Seuchen und Zwangsarbeit und verloren Familienmitglieder. Alfons Ruszkowski berichtete, dass er gemeinsam mit seinen Geschwistern und der Mutter in das KZ Potulice kam. Nach der Befreiung des Konzentrationslagers wurde er von einer polnischen Familie adoptiert. Erst 12 Jahre nach Kriegsende fand er seine Geschwister wieder.

Veranstaltungsankündigung: Theresienstädter Konzertabend

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