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Dieses Jahr fand das 12. Wanderseminar "Auf den Spuren der Roten Bergsteiger*innen" statt und führte uns rund um HinterhermsdorfDer Sommer begann im Juni in Hohnstein mit dem ersten Wanderseminar. Die 10 Teilnehmenden erfuhren dabei allerhand über das ehemalige KZ Hohnstein, an das heute kaum noch etwas erinnert. Das taz berichtete in einem umfangreichen Artikel über diese Tour und unsere Seminare im Allgemeinen. Anfang Juli bekamen wir Besuch von der Georg-Schwarz-Brigade aus Leipzig. Die grün-weißen Wanderfreund*innen gingen mit uns auf Widerständige Wege. In der Region um Altenberg konnten wir uns insbesondere mit der Geschichte der Gruppe "Florian" beschäftigen. Benannt wurde sie nach dem Antifaschisten Walter Richter, dessen Spitzname "Florian" war. Der ausgezeichnete Sportler wurde durch einen Gestapo-Spitzel in einen Hinterhalt gelockt und zusammen mit zwei Freunden erschossen. Am Denkmal für die Ermordeten legten wir Blumen nieder und hörten einen kurzen Auszug aus dem Roman "Die durch das Feuer liefen". Wir freuen uns auch weiterhin über  Besuch aus Leipzig.

Mehr als 50 Menschen wanderten dann Mitte Juli mit uns auf den Spuren der Geschichte. Zum 12. Mal fand die "Roter Bergsteiger" - Wanderung statt, diesmal in Hinterhermsdorf. Das Wochenende begann mit einem Vortrag des Bergsport-Historikers Joachim Schinlder, der ausführlich erklärte, wie es zum Widerstand im Bergsport-Milieus kam. Anhand zahlreicher Fotos und Original-Dokumente konnte so eine perfekte Einführung für unsere Veranstaltung durchgeführt werden. Am nächsten Tag starteten die Teilnehmenden auf den Weg, den die Häftlinge des ehemaligen KZ Schwarzheide auf ihrem Todesmarsch Richtung Böhmen gehen mussten. An verschiedenen Gedenkorten wurden Berichte von Zeitzeug*innen vorgelesen und Biografien ermordeter Menschen vorgestellt.

Hier gilt ein besonderer Dank Rene Senenko, ohne den diese gute Vorbereitung nicht möglich gewes wäre. Seine Gruppe Grenzenlos waren über viele Jahre die wichtigsten Akteur*innen in der Aufarbeitung der Ereignisse um Sebnitz. Auf dem 477,8 Meter hohem Weifberg wurde ein Überblick über die Todesmärsche gegeben, die allein in der Wochen vom 16. April bis Anfang Mai 1945 durch den heutigen Landkreis zogen. Die Wandergruppe erneuerte dabei den Gedenkort an der Saupsdorfer Hütte des Sächsischen Bergsteigerbundes. Am Sonntag führte die Wanderung über den Lindigtblick und die Brüdersteine ins Kirnitzschtal. Dabei gab es Informationen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ein besonderer Dank gilt unserer Hamburger Freund*innen, die uns über das Wochenende köstlich unterstützten :)

Im August besuchte uns dann der Verein Zivilcourage vereint! und die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (DIE LINKE). Die Gruppe war auf dem Weg nach Prag und verbrachte zwei Tage mit uns in Altenberg. Wir wanderten zu Orten, an denen verbotene Literatur versteckt wurde und hörten von der illegalen Arbeit tschechischer und deutscher Genoss*innen. Am Abend berichtete Roland Hering über die Arbeit seines Vaters Arno. Der ehemals KPD-Politiker war in der Region tätig, nach dem er aus Deutschland fliehen musste. Am Ende führte ihn sein Weg über mehrere Zuchthäuser und Konzentrationslager zurück nach Pirna. Der Krieg war vorbei, sein Vater Martin aber von den Nazis ermordet. Die interessierten Jungen Menschen der Bildungsreise lauschten den Erzählungen und bekamen so einen ersten Eindruck, der sicher für die weitere Reise wichtig war...

Am 12. Oktober wollen wir zu unserer letzten diesjährigen gemeinsamen Tour einladen und freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme.


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