Die Veröffentlichung "Rote Bergsteiger" gibt Einblicke in die historische Betrachtung, zeigt Lebensläufe aktiver Antifaschist*innen und beinhaltet Anregungen für Wanderungen.
Aus dem Vorwort:
Die intensive Beschäftigung mit diesem besonderen Kapitel antifaschistischer Widerstandsarbeit im sächsischen und böhmischen Grenzgebiet macht deutlich, dass es kaum noch lebende Zeitzeugen gibt, dass viele der damaligen Geschehnisse, wichtige Einsätze und menschliche Hilfe längst vergessen sind. Die Erinnerung daran wachzuhalten, ist für ein lebendiges Geschichtsverständnis unerlässlich. Hinzu kommt, dass seit 1990 im gesamten Gebiet eine Anzahl historischer Gedenktafeln entfernt wurde, so z. B. an der „Höhle am Satanskopf“.
Vor allem die Tätigkeit der aus der Böhmischen Schweiz stammenden Akteure war bisher kaum dokumentiert und kann auch in dieser Broschüre nicht vollständig sein, verloren doch viele durch Haft oder Krieg ihr Leben oder gelang es bisher nicht, sie oder Angehörige nach der Umsiedlung oder Vertreibung wieder ausfindig zu machen. So gesehen ist diese Publikation eine längst fällige Verpflichtung und ein Anstoß für weitere ernsthafte Forschungsarbeit.
Die Erstauflage aus dem Jahr 2009 ist ausverkauft. Eine zweite, erweiterete Auflage erschien im Jahr 2021. Das neue Buch von Joachim Schindler kommt mit 144 Seiten, über 70 Fotos/Abbildungen und kostet 10 Euro. Ein Kurzinterview mit dem Autor gibt es unter folgendem Link. https://akubiz.de/38-verein/news/780-rote-bergsteiger-das-neue-buch-ueber-den-widerstand-aus-dem-bergsport-milieu
Ihr könnt das Buch auch per Mail bestellen, nutzt bitte dazu unser Kontaktformular.
Am 14. Oktober 1889 wurde Max Hoelz in der Nähe von Riesa geboren. Als Sohn von Landarbeitern lernte er bald mit Entbehrungen zu leben. Dies und der Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg politisierten ihn, bis er 1919 in die KPD eintrat.
Als einer der zentralen Personen führte Hoelz später den Märzaufstand an, die den Sturz der bürgerlichen Regierung herbeiführen sollte. Einen Mittelpunkt bildete das Chemiewerk in Leuna. Der Aufstand wurde aber blutig niedergeschlagen. Hoelz kam für mehrere Jahre ins Zuchthaus. Ein Aufruf von "prominenten" Unterzeichnern - Brecht, Feuchtwanger, Einstein, Mann, Zweig - forderte eine Prüfung des Urteils. Ein Jahr später wurde er entlassen, amnestiert und emigrierte in die UdSSR.
Die Ausstellung zeigt auf A1 Tafeln die Geschichte von Hoelz, sowie eine Reihe Fotos und Dokumente. Sie ist in den Räumen der LINKEN (Gartenstrasse 37) noch bis Ende April zu sehen. Zu einem Abschlussvortrag wird separat eingeladen, zur Zeit ist noch kein Termin bekannt. Der Eintritt zur Ausstellung des "Freundeskreis Max Hoelz e.V." ist kostenfrei, ein Begleitheft bei AKuBiZ zu erwerben!
Am Mittwoch, den 21.04., wird Peter Giersich 18.00 Uhr zu diesem Thema einen Vortrag im Büro der Gartenstrasse 37 in Pirna halten.
Veranstaltungsreihe und Ausstellung "Partigiani" Gegen Faschismus und Deutsche Besatzung. Der Widerstand in Italien.
Eine Fotoausstellung der Institute für Widerstand und Zeitgeschichte Modena - Parma / Reggio Emilia.
Ausstellungszeitraum: 07. - 18.12.09 im Hörsaalgebäude (2./3. Etage)
Erst seit wenigen Jahren wird über deutsche Besatzung und Kriegsverbrechen geforscht und publiziert. Die Ausstellung über die Resistenza schließt eine Lücke, weil auf dem deutschen Markt kein Buch und keine Ausstellung mehr existieren, die sich speziell mit der PartisanInnenbewegung beschäftigen. Die Ausstellung gibt anhand kurzer historischer Erläuterungen und zahlreicher Fotos und Plakate einen Überblick über den Faschismus in Italien seit 1922 und die Okkupation Italiens durch das nationalsozialistische Deutschland. Dem folgt eine umfangreiche Dokumentation der italienischen Resistenza.
Weiterlesen: 07.12.2009 ::: "Partigiani" - Ausstellung in Leipzig
Zum 71. Jahrestag der Reichsprogromnacht eröffnete das Alternative Kultur- und Bildungszentrum e.V. am 09.11.09 in Bonnewitz die Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichnungen, Gedichte, Texte". Im Heilpädagogischen Heim Bonnewitz fanden sich etwa 40 Menschen zusammen, um der Veranstaltung beizuwohnen. Es sprachen Matthias Bünger (Geschäftsführer des Heilpädagogischen Heim Bonnewitz), Steffen Richter für AKuBiZ e.V. und der Historiker Hugo Jensch aus Pirna. Neben diesen Reden wurde die Veranstaltung von mehreren musikalischen Darbietungen umrahmt.
Weiterlesen: Ausstellungseröffnung "Kinder in Theresienstadt"
"Kinder in Theresienstadt" - eine Ausstellung in Pirna
Seit mehreren Jahren zeigt AKuBiZ e.V. um den 09. November Ausstellungen in Gedenken an die jüdischen Opfer des deutschen Vernichtungskrieges. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Ausstellungen, war im vergangenen Jahr erstmals eine Kunstschau zu sehen - Plastiken in Bronze
In diesem Jahr wollen wir uns den Kindern widmen, die in Konzentrationslagern ermordet wurden. Im nahegelegenen "Thersienstadt" waren allein über 11.000 von ihnen den Qualen ausgesetzt. Weniger als 2500 erlebten die Befreiung.
Die Ausstellung "Kinder in Theresienstadt" zeigt Bilder und Gedichte und informiert über Opfer des Lagers. Auf 15 Tafeln werden so starke Eindrücke vermittelt und auf eine Weise gezeigt, die Kinder wählten.
Am 09. November - 20.30 Uhr - findet die Eröffnung in der Heilpädagogischen Einrichtung Bonnewitz (Martin-Kretschmer-Strasse 3) statt. Dort sprechen Matthias Bünger (Geschäftsführer), Steffen Richter (AKuBiZe.V.) und Hugo Jensch (Historiker und Autor) zum Thema. Umrahmt wird die Veranstaltung mit Klavier- und Akkordeonmusik. Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut!".
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache