Zum sechsten Mal in Folge nahmen wir an den Sentieri Partigiani teil. Wie jedes Jahr startete der Mix aus Zeitzeug_innengespräch und Wanderung in Reggio Emilia. Die Stadt war Zentrum der Widerstandsbewegung wurde und wurde dafür mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. An authentischen Plätze, die stark mit der Geschichte der Resistenza verbunden sind, berichtete der Historiker Massimo Storchi. Auch die beiden ehemaligen Partisan_innen "Toni" und "Libertá" erzählten ihre Erlebnisse. Sie waren in die Berge gegangen, um gegen Faschismus und deutsche Besatzung zu kämpfen. Sie erlebten - im Gegensatz zu vielen Anderen - den Tag der Befreiung. Doch hat die Berlusconi-Regierung für diesen wenig übrig. So möchten die Konservativen im Zusammenhang mit dem italienischen Sparpaket, den 25. April als Feiertag streichen.
Dr. Süß von der Gesellschaft zur Hilfe der Kriegsveteranen in Russland e.V. hatte zur ZeitzeugInnenbegegnung eingeladen. Einer der Veteranen war dabei, als am 27. Januar 1945 Auschwitz befreit wurde. Diese Erlebnisse kann er nicht vergessen. Überlebende des 2. Weltkrieges aus Russland waren im März zu Gast in Heidenau. Mitglieder unseres Vereines konnten sie im Stadthaus treffen und mit ihnen über die NS-Zeit reden. Doch auch die aktuelle Situation mit Neonazis war Thema, an dem die Kriegsveteranen interessiert waren. Vor allem eine Verständigung zwischen Menschen aus Russland und Deutschland wünschen sich die über 80-Jährigen heute. Wir wurden von ihnen eingeladen, sie in Russland zu besuchen und werden versuchen ihrer Einladung zu folgen.
Zwischen Görlitz und Zittau liegt das Dörfchen Ostritz an der Neiße. Dort fand vom 28.-31. Juli, im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal, ein Treffen zwischen jungen Menschen aus der Sächsischen Schweiz und russischen Überlebenden des Holocaust statt. Organisiert wurde es vom Alternativen Jugend- und Kulturzentrum Sächsische Schweiz e.V. in Kooperation mit dem Bildungswerk Weiterdenken (Heinrich Böll Stiftung). Zwanzig Menschen jüdischen Glaubens aus Moskau und St. Petersburg waren nach Ostritz gekommen, um sich zu erholen. Den älteren Menschen in den ehemaligen GUS-Staaten geht es auch heute nocht nicht gut, darum werden jedes Jahr zwanzig von ihnen vom Maximillian-Kolbe-Werk eingeladen.
Vom 23. bis zum 28. April fand eine Bildungsreise nach Italien statt. Die Sieger_innen des Wettbewerbes "AusDRUCKsstark gegen Rechts" wurden von Bundestagsabgeordneten der Linkspartei.PDS eingeladen, die Geschichte der Region im 2. Weltkrieg kennen zu lernen. Auch unser Verein gewann einen Platz. Auf dem Programm standen ein Besuch des Museum der Familie Cervi. Die sieben Söhne der Familie wurden von Faschisten ermordet, trotzdem leistete die Familie Cervi weiter Widerstand. Heute sind sie in Italien Symbol für den antifaschistischen Widerstand.
Zum dritten Mal nahmen Mitglieder und Freunde unseres Vereins an einem Zeitzeugentreffen in Ostritz teil. Wieder lud das IBZ St. Marienthal und des Kolbe-Werk Überlebende der Shoah aus St. Petersburg ein. Mit ihnen fuhren wir nach Bautzen, sprachen über ihre Erlebnisse und lauschten den Klängen eines Beitrages auf dem Klavier. Das Treffen fand von 23.-26.07. statt. Einen Erlebnisbericht weiterlesen ...
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache