Wenn Anfang Mai in der Nähe der Dresdner Autobahnspinne in einem sogenannten Traditionsrennen dem ersten deutschen Tourist Trophy (TT)-Sieg auf der Isle of Man von Ewald Kluge 1938 gedacht wird, lohnt sich ein kritischer Blick zurück, um den Fahrer des Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps (NSKK) und die Rolle des NSKK in der Vorbereitung des 1939 vom Deutschen Reich begonnenen Vernichtungskrieges zu beleuchten.
Der in Lausa (nahe Dresden) 1909 geborene Ewald Kluge fuhr seit 1929 Motorradrennen und begann mit einem dritten Platz auf Freiberger Dreiecksrennen. Bis 1934 startete der spätere Unteroffizier der Wehrmacht als Privatfahrer, danach war er Mitglied im DKW-Werksteam. Es folgten Deutsche Meisterschaften bzw. Europameisterschaften. Kluge trat dem Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK)
Am 14. April 2013 - feierte die Vereinsführung die SG Dynamo Dresden den 60. Geburtstag der Spielgemeinschaft. Dazu waren rund 500 Gäste ins Hygiene-Museum eingeladen. Neben Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz sprach unter anderem der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Außerdem gab Vorträge und die Ernennung von fünf Ehrenspielern. In seinen Grußworten bezeichnete der Zeit-Redakteur Micheal Diekmann die Umbenennung in "Glücksgas-Stadion" als eine "geschichtsvergessene Idiotie" und erntete den Applaus der Anwesenden.
Am Ende der Veranstaltung wurde dann der SGD-Preis (SGD - Stark gegen Diskriminierung) 2013 für Mitmenschlichkeit vergeben. Christian Müller (Geschäftsführer) und Mickaël Poté (Stürmer) überreichten den mit 5000 Euro dotierten Preis dem Pirnaer Verein AKuBiZ e.V. Im Besonderen überzeugte die Jury
Am 30. März 2013 starb der ehemalige Spanienkämpfer Eric Ellmann im Alter von 94 Jahren. Er wurde auf Grund seines Engagements auch zum Ehrenmitglied des KFSR e.V. (Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik e.V.) ernannt.
Dieser schreibt in seiner Erklärung: "Ein großer, kleiner kämpferische Mann, stets mit dem Schalk in den Augen, agil bis ins hohe Alter, ist von uns gegangen. Wir sind sehr froh, mit ihm viele schöne gemeinsame Stunden in Spanien, in Berlin und in seiner Heimat erlebt zu haben."
Eric Ellmann aus Estland war viele Jahre einer der letzten noch lebenden Brigadisten, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben. Mitglieder des AKuBiZ durften ihn 2008 bei einer Veranstaltung in Berlin kennenlernen.
Weiterlesen: In Erinnerung an einen ehemaligen Spanienkämpfer
Heute begann am Dresdener Amtsgericht der Prozess gegen den Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König. Neben rund 80 Begleiter_innen, die ihn im Verhandlungssaal unterstützten, kamen weitere 40 Menschen, um vor dem Gebäude an einer Kundgebung gegen die "Sächsische Demokratie" teilzunehmen. Zu den Unterstützer_innen zählten die LINKEN-Landtagsabgeordneten Andre Hahn (Sachsen) und Bodo Ramelow (Thüringen), sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Friedel (Sachsen). Lothar König wird unter anderem vorgeworfen zu Gewalt gegen Beamte aufgerufen zu haben. Sein Verteidiger hält die Anschuldigungen für absurd und erntete mit seiner Rede den Applaus des Publikums. Daraufhin drohte der Richter die Räumung des Gerichtssaals an. Der gesamte Verlauf des Prozesses konnte auf Twitter unter #lothardd verfolgt werden.
Vor wenigen Wochen gab die RAA-Opferberatung ihre Zahlen bekannt, dabei wurde erklärt, dass die Zahl der rechtsmotivierten Übergriffe zurück gegangen sind. Insgesamt gab es danach in Sachsen 155 Übergriffe, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zehn. Die Mehrheit der Übergriffe hatte dabei in Sachsen einen rassistischen Hintergrund, danach kamen Angriffe auf Nicht-Rechte bzw. politische Akteur_innen.
Erst vor wenigen Tagen wurde nach Angaben der Sächsischen Zeitung ein Neustädter zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten verurteilt. Der rechte Täter (den Behörden schon bekannt und mit einer beeindruckenden Liste von Vorstrafen ausgestattet) hatte im Sommer 2012 einen Asylsuchenden im Freibad angegriffen. (1)
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