
Liebe ist für alle da!
Ihr habt alle bestimmt schon damit gerechnet – auch die Planungen zum 2. Christopher Street Day in Pirna wurden durch das Hochwasser beeinflusst. Leider musste das Programm am 22. Juni ein wenig einschränkt werden – aber keine Sorgen: der CSD fällt nicht komplett aus.
Es wird eine Kundgebung und einen Auftritt von Tess Tiger geben, danach legt DJ Angel auf. Das Ganze beginnt ab 15:00 Uhr auf dem Pirnaer Markt!
Im Jahr 2003 fuhren wir zum ersten Mal für ein Wochenende nach Ostritz, um uns mit Überlebenden deutscher Ghettos und Konzentrationslager zu treffen. Seither haben wir Menschen aus verschiedenen Ländern im IBZ St. Marienthal getroffen: aus Polen, aus Tschechien, aus Russland, der Ukraine und aus Belarus. Immer wieder regten uns die Gespräche zum Nachdenken an - immer wieder kamen wir in sehr emotionale Situationen. Auch in diesem Jahr hatten wir das Treffen ausgeschrieben und so eine neue Gruppe Interessierter zusammengestellt.
Die Gruppe der sechs Zeitzeug_innen war bereits vorher zu Schul-Veranstaltungen in Görlitz und Zittau. Am Freitag war dann ein Filmemacher zu Gast, der einen Beitrag zu "Schuld und Verantwortung" drehte. Dabei kam es zu einer interessanten Diskussion über die Wirkungen von Zeitzeug_innen-Gesprächen.
Heute haben wir vor vielen geladenen Gästen den Preis "Botschafter der Toleranz" in Berlin verliehen bekommen. Er bedeutet für uns als Verein, der mittlerweile von fast allen öffentlichen Förderungen ausgeschlossen ist, eine weitere Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Wir arbeiten zwar alle seit 2001 ehrenamtlich, aber die Projektausführungen, Miete und Nebenkosten für unser kleines Büro, die Zeitungen und Zeitschriften die dort kostenlos ausliegen und vieles mehr, kosten nun einmal Geld. Und wir haben den großen Wunsch, dass die von uns veranstalteten Projekte so finanziert sind, dass jede_r die Möglichkeit hat an ihnen teilzunehmen - unabhängig davon, welche finanziellen Möglichkeiten der_die Einzelne haben. Bildung und Kultur dürfen keine Privilegien sein.
Am 25.05. findet in Pirna der „Markt der Kulturen“ statt. Eine Möglichkeit, die Region und Sachsen als weltoffen zu präsentieren. Hier und da Stände, an denen die bunte Vielfalt gezeigt werden soll. Doch diese ist in Deutschland besonders stark an eine Verwertungslogik geknüpft. Menschen aus anderen Ländern dürfen dann bleiben, wenn sie Deutschland von Nutzen sind. Andere erwartet die Einschränkung der Menschenrechte. Daher müssen wir Forderungen wie bedingungsloses Bleiberecht, Abschaffung der Residenzpflicht für alle Asylsuchenden, sowie Abschaffung der Abschiebehaft und des Asylbewerberleistungsgesetzes deutlich machen.
Vor 20 Jahren wurde in Deutschland das Grundrecht auf Asyl abgeschafft – bis heute ist dieser Vorgang umstritten und wird immer wieder zu Recht kritisiert.
Weiterlesen: Ihr nennt es „Integration“ – Wir nennen es Ausgrenzung!
Auf den Spuren der „Roten Bergsteiger“ im Zittauer Gebirge
Nachdem in den letzten Jahren hauptsächlich in der Sächsischen Schweiz / Osterzgebirge die Spuren der „Roten Bergsteiger“ erforscht und ihnen nachgegangen wurde, konnten nun 35 Interessierte im Zittauer Gebirge begrüßt werden. Vom 26. bis zum 28. April 2013 wollten wir uns mit der illegalen Arbeit der Bergwanderer hier im Zittauer Gebirge beschäftigen.
Am ersten Abend konnten wir Eva Mendl, Vorsitzende des Mauthausen-Komitee-Ost e.V. begrüßen. Im Jahr 2010 hatte sie durch einen Zufall Briefe ihres Vaters gefunden, die er – nach seiner Verhaftung 1940 aus Gefängnissen, Zuchthäusern und dem KZ Mauthausen an seine Mutter und seinen Bruder geschrieben hat.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache