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Konzentrations- und KZ Außenlager in der Sächsischen Schweiz

Die Burg Hohnstein als frühes Konzentrationslager

Von 1924–1933 war die „Jugendburg Hohnstein“ eine der größten Jugendherbergen Deutschlands. Davor diente die Burg als Gefängnis. Am 8. März 1933 besetzten SA-Leute des SA-Sturmes 5/100 die Burg und richteten ein sogenanntes „Schutzhaftlager“ ein. Nach dem Reichstagsbrand setzte eine Verhaftungswelle gegen politische Gegner_innen ein. Ziel der „Schutzhaft“ war die Festigung des nationalsozialistischen Regimes und die „Umerziehung“ politischer Gegner_innen. Dies geschah durch Demütigungen, Erniedrigungen, Gewalt und Misshandlungen. Der erste Schutzhäftling auf der Burg Hohnstein war der Sozialdemokrat und Herbergsleiter Konrad Hahnewald. Bei der Übernahme der Burg durch die SA verweigerte er das Hissen der Hakenkreuzfahne. Daraufhin wurde er von seinem Posten enthoben und festgenommen.

Wenige Tage später kam er dann zur „Sonderbehandlung“ ins Schutzhaftlager Königstein-Halbestadt. Ab 14. März 1933 trafen die ersten Häftlingstransporte aus Dresden, Freital, Pirna und Sebnitz auf der Burg Hohnstein ein.

 

KZ Pirna Zatzschke-Mockethal

Von Januar bis April 1945 bestand in Pirna ein kleines Lager, in dem unter anderem jüdische Häftlinge zur Arbeit gezwungen wurden. Über 130 Menschen waren in Zatzschke-Mockethal interniert. Nach einer Veranstaltung im Februar 2010 konnten Erinnerungen an diesen Ort an die Öffentlichkeit gebracht werden. Eine Arbeitsgruppe - der auch die lokale VVN-BdA angehörte - beschäftigt sich seit dem mit dem Gedenken an das Konzentrationslager. Der Gedenkflyer soll einen weiteren Beitrag leisten.

 

KZ Königstein

Im Frühjahr 1944 wurde die deutsche Treibstoffindustrie durch alliierte Luftangriffe stark zerstört. Der Sonderbeauftrage Edmund Geilenberg sollte daher die rasche Einrichtung bombensicherer Fabrikanlagen veranlassen. Für die Bauarbeiten wurden vor allem KZ-Häftlinge eingesetzt – ab November 1944 auch in Königstein. In dem Außenlager des KZ Flossenbürg waren mehr als 900 Häftlinge inhaftiert. Die Bauleitung hatte ein Sonderbaustab der Organisation Todt (OT) inne. Die Häftlinge mussten eine unterirdische Stollenanlage errichten. Mindestens 70 von ihnen starben bis März 1945 in Königstein.

 

KZ Porschdorf

Das Außenlager Porschdorf wurde als letztes von drei Außenlagern des KZ Flossenbürg in der Sächsischen Schweiz im Zusammenhang mit dem Geilenberg-Stab zum Wiederaufbau der durch alliierte Bombenangriffe schwer geschädigten deutschen Treibstoffproduktion errichtet. Wie das Außenlager in Königstein gehörte auch Porschdorf (Schwalbe III) zu einer Reihe von Untertage-Verlagerungen mit Decknamen „Schwalbe“, in denen die Herstellung von Flugbenzin geplant war. Nach Porschdorf sollte ein Teil des Hydrierwerks Most (Brüx) verlagert werden. Zuständig war, wie in Königstein und Pirna-Mockethal, eine Sonderbauleitung der OT unter Führung des Ingenieurbüros Prof. Rimpl aus Königstein.

 

KZ Außenlager in Dresden

In Dresden gab es folgende KZ-Außenlager.

  • Dresden Reichsbahn und Riechsbahnausbesserungswerk
  • Dresden Bernsdorf
  • Dresden Goehlewerk
  • Dresden SS-Pionierkaserne 
  • Dresden Reick
  • Dresden Universelle
  • Dresden Zschachwitz (MIAG)

Zu jedem Lager ist ein Infoflyer verfügbar.

 

Alle Flyer können über unseren Shop in gedruckter Form bestellt werden.

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