Martin Kretschmer - Gründer der Heilpädagogischen Einrichtung in Bonnewitz
Mehr als 70 Jahre nach der Ermordung des Pirnaer Heilpädagogen Martin Kretschmer erschien eine Broschüre, die an sein Leben und Wirken erinnert. Im Sommer 1935 kam er nach Pirna, um eine Einrichtung für geistig behinderte Menschen zu eröffnen. Dazu kaufte er die alte Villa in Bonnewitz, die im Besitz der Stadt Pirna war. Fast sechs Jahre gelang es ihm, das Haus zu führen und so auch Menschen eine Bleibe zu geben, die von den Nazis verfolgt wurden. Dazu gehörte die Berliner Geigerin Gerda Bischof, die in Bonnewitz als Lehrerin arbeiten konnte. Im Sommer 1941 geriet Martin Kretschmer dann ins Visier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), die ihn verhaftete und ins Polizeigefängnis Dresden brachte. Von dort aus deportierten sie ihn ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Im Außenlager Klinkerwerk starb er dann am 19. Februar 1942. Die Einrichtung selbst wurde enteignet und der Hitlerjugend übergeben, die das Heim als Kriegswaisenhaus führte.
Die 36-Seitige Broschüre zeigt bisher unveröffentlichte Bilder und fasst erstmalig das Leben des Heilpädagogen zusammen, der in Deutsch-Ostafrika geboren wurde. Herausgegeben wurde sie von der Heilpädagogik-Bonnewitz gemeinnützige Stiftung und dem AKuBiZ e.V.
Die Broschüre kann hier online gelesen werden und steht als Download zur Verfügung.
Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von ...
In dieser Broschüre stellen wir stellvertretend 13 Menschen vor, die durch die Nazis ermordet wurden. Wir setzen uns dabei mit der Frage auseinander: Was würden uns diese Menschen heute sagen, wenn sie könnten? Sie sollen stellvertretend ihre Stimme erheben, auch wenn ihnen ihre Worte durch uns in den Mund gelegt wurden. Auch wenn der Satz schon so oft gesagt und geschrieben wurde, so bleibt er doch bedeutsam:
Wir sind nicht schuld an dem was geschehen ist, aber wir sind verantwortlich, dass es nicht wieder geschieht!
Die Broschüre ist vergriffen.
Sie erschien mit Unterstützung des italienischen Geschichtsinstitut ISTORECO aus Reggio Emilia.

Per la liberta
Fotobroschüre zur italienischen Resistenza
2007 nahmen Mitglieder des AKuBiZ e.V. zum dritten Mal an der "Sentieri Partigiani" teil. Die Veranstaltung im italienischen Reggio Emilia ist ein Mix aus Wanderung und Zeitzeug*innengespräch. Ehemalige Widerstandskämpfer*innen erzählen über die Zeit des Faschismus und der deutschen Besatzung. Unter ihnen der Vorsitzende des Partisanenverbands "A.N.P.I." - Giacomo Notari.
Die 70-seitige Broschüre gibt einen geschichtlichen Abriss. Daneben werden ZeitzeugInnen portraitiert, die entweder auf der "Sentieri Partigiani" sprachen, oder auf anderen Reisen kennen gelernt wurden. Unter den 16 Personen ist auch Francesco Pirini, einer der Überlebenden, des größten Massakers an der italienischen Zivilbevölkerung - verübt von der deutschen SS-Panzerdivision.
Die Broschüre "per la libertá" erscheint mit italienischer Übersetzung und wird mit Unterstützung des Landkreis Sächsische Schweiz ("Lokaler Aktionsplan" im Rahmen des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut!") herausgegeben.



