Chronik rechter Aktivitäten

Rechte Aktivitäten melden

Newsletter abonnieren

Spende für die K²-Kulturkiste

luecken im sandstein1944 entstand in Königstein ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. In den darauffolgenden Monaten mussten Tausende KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Sie mussten in Königstein Stollen in den Sandstein treiben.

Königstein steht dabei stellvertretend für mehrere Orte in der Sächsischen Schweiz, an denen während der NS-Diktatur Zwangsarbeit und Verfolgung stattfanden. Bis heute sind die Spuren dieser Geschichte sichtbar: Die in den Fels getriebenen Stollen und weitere bauliche Überreste zeugen von der Gewalt und Ausbeutung, denen die Häftlinge ausgesetzt waren.

Wir arbeiten seit mehreren Jahren daran am Ort der Stollenanlage einen Lern- und Erinnerungsort zu entwickeln. Dieser soll sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Gewalt, der Zwangsarbeit und der Konzentrationslager in der Region auseinandersetzen. Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung historischer Fakten, sondern auch um die Frage, welche Bedeutung die Erinnerung an die Verfolgten und die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen der NS-Diktatur für die Gegenwart haben.

Der geplante Lern- und Erinnerungsort soll ein Raum für historisches Lernen, Begegnung und Forschung werden. Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen sollen einen niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte ermöglichen und dazu anregen, sich kritisch mit den Ursachen, Mechanismen und Folgen nationalsozialistischer Herrschaft auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig soll die weitere Erforschung der Geschichte der Zwangsarbeit und der NS-Verbrechen in der Sächsischen Schweiz gefördert werden. Durch die Verbindung von Forschung, Bildungsarbeit und öffentlicher Erinnerung soll die bisher vielfach wenig sichtbare Geschichte der Region stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Der Lern- und Erinnerungsort soll damit einen Beitrag dazu leisten, die vorhandenen historischen Spuren zu bewahren, die Perspektiven der Verfolgten sichtbar zu machen und Erinnerung dauerhaft in der Region zu verankern.

Der aktuelle Stand des Projekts ist hier dokumentiert: https://stollen-koenigstein.de/

 

Ansprechperson:

Steffen Butzkus

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zum Seitenanfang