Wie aus Presseberichten zu erfahren ist, wurde Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke und seine Familie von unbekannten Rassist*innen bedroht. Wir sind sehr bestürzt und aufgebracht darüber, dass Herr Hanke und seine Familie bedroht werden, weil er sich für Flüchtlinge einsetzt und sich gegen Rassismus engagiert.
Herr Hanke sendet mit seinem Einsatz für Mitmenschlichkeit wichtige Signale in die Einwohner*innenschaft von Pirna und darüber hinaus. Wir sind Herrn Hanke sehr dankbar für sein Engagement, Flüchtlinge dezentral unterzubringen und ihnen weitere Unterstützung Teil werden zu lassen.
Die Drohungen gehen uns alle etwas an! Wir dürfen nicht zulassen, dass engagierte Politiker*innen dem Druck von Nazis nachgeben müssen. Wir stehen gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft und ergreifen Partei für Flüchtlinge.
Wir erklären uns hiermit solidarisch mit Herrn Oberbürgermeister Hanke:
AKuBiZ e.V. | Thomas Dißelmeyer (DGB Kreisvorsitzender Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) | Opferberatung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. | Kulturbüro Sachsen e.V. | Hanno e.V. | Ines Kummer und Hannes Merz für KV Bündnis 90/Die Grünen | SPD Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | SPD\Grüne Stadtratsfraktion | Ralf Wätzig | Bürgerforum Pirna - Aktiv gegen Rechts | AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzegbirge e.V. (i.G.) | Aktion Zivilcourage e.V. | K²-Kulturkiste | Die Theatermacher. Theaterpädagogisches Zentrum Pirna e.V. | VVN-BdA Sachsen e.V. Kreisverband Sächsische Schweiz | Lutz Richter (MdL Sachsen DIE LINKE) | Die LINKE Stadtverband Pirna | Die Linke Stadtratsfraktion Pirna
Erinnert ihr euch noch an Tarek, den Flüchtling aus unserem ersten Comic? Wir wollen seine Geschichte, die er in Sachsnitz erlebt hat, weiter erzählen. Wir starten ein neues Comic-Projekt: Tarek und seine Freund*innen sehen sich in Sachsnitz mit neuen Herausforderungen und rassistischen Anfeindungen konfrontiert. Die Fortsetzung des Comics "Jetzt reichts in Sachsnitz" widmet sich dem Thema Asylsuche. Die Übergriffe und Bedrohungen auf PoC's häufen sich - aufgeheizt durch einen rassistischen Mob besorgter Bürger*innen.
Es ist an der Zeit dem etwas entgegen zu setzen!
Auf www.startnext.de haben wir ein Crowdfunding gestartet um einen Teil der Kosten für das Projekt zu sammeln. Geplant haben wir gegen Ende des Jahres 20.000 Comics zu drucken und diese kostenlos zu verteilen. Ihr könnt uns dabei unterstützen!
Das diesjährige AKuBiZ-Bildungsjahr startete traditionell mit den Veranstaltungen im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Bereits am 23. Januar waren wir zu Gast im Infoladen Zittau, wo wir aus unserer Broschüre "Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von...?" lasen. Im Anschluss kamen wir mit den Teilnehmenden ins Gespräch und diskutierten über Erinnerungskultur und Geschichtsarbeit.
Am 27. Januar sprachen wir auf der Gedenkveranstaltung der Stadt Pirna über lokale Geschichte. Die Eröffnungsrede hielt Oberbürgermeister Hanke. In seiner Ansprache sagte er: "Städtenamen wie Dachau, Sobibor, Buchenwald, Treblinka, Flossenbürg, Ausschwitz-Birkenau und viele andere stehen seither als mahnende Erinnerung für eine großangelegte deutsche Tötungsindustrie. Wohl dem, der damals vor der Verfolgung in sicheren Ländern Asyl fand."
Nach einem Jahr Erarbeitungszeit konnten wir nun am 10. Dezember unsere neue Gedenkbroschüre in Pirna vorstellen. Bereits im Vorfeld hatten wir regelmäßig auf das Projekt hingewiesen und so Interesse gestreut. Mit Plakaten und Flyern besuchten wir Erinnerungsplätze und machten auf die Lesung in der Stadtbibliothek Pirna aufmerksam. Außerdem erschienen in der Sächsischen Zeitung und in der Dresdener Neusten Nachrichten drei Artikel (1) / (2) / (3) zum Projekt, welches im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" gefördert wurde.
Zur Lesung am vergangenen Mittwoch kamen dann über 30 Gäste, die Erzählungen über vier Menschen hörten, die durch die Nazis ermordet wurden: Fritz Morche, Elfriede Lohse-Wächtler, Gerhard Schubert und Frieda Hänsel. Unter den Gästen war auch eine ehemalige Schülerin des Lohmener Schulleiters Gerhard Schubert. Sie erinnerte sich, dass Schubert zu den beliebtesten Lehrern gehörte.
Am 05.12. veranstaltete der Club Eule ein Punk-Metal-Konzert, bei dem die Einnahmen unserem Verein zu Gute kamen. Dafür hatten wir unseren kleinen Infostand mitgebracht und kamen mit einigen Gästen ins Gespräch. Nach einem leckeren Abendbrot starteten dann Strychnine, Brainless und The Beautiful Opposite. Unter dem Motto "Geben ist seliger denn nehmen" lockten die drei Bands über 100 Gäste in den Club - und brachten das Publikum zum tanzen.
Leider haben gerade jetzt rassistische Einstellungen und Handlungen Auftrieb, was eine Auseinandersetzung weiterhin notwendig macht. Wir werden auch im nächsten Jahr viele interessante Projekte durchführen, die wir nun ein Stück mehr absichern können. Ein besonderer Dank geht von uns deshalb an die drei Bands und die Eule-Crew, die den Abend organisiert hatten. Dieser Dank beinhaltet natürlich auch eine Einladung zu weiteren gemeinsamen Projekten.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache