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Kranzniederlegung in PirnaDas diesjährige AKuBiZ-Bildungsjahr startete traditionell mit den Veranstaltungen im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Bereits am 23. Januar waren wir zu Gast im Infoladen Zittau, wo wir aus unserer Broschüre "Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von...?" lasen. Im Anschluss kamen wir mit den Teilnehmenden ins Gespräch und diskutierten über Erinnerungskultur und Geschichtsarbeit.

Am 27. Januar sprachen wir auf der Gedenkveranstaltung der Stadt Pirna über lokale Geschichte. Die Eröffnungsrede hielt Oberbürgermeister Hanke. In seiner Ansprache sagte er: "Städtenamen wie Dachau, Sobibor, Buchenwald, Treblinka, Flossenbürg, Ausschwitz-Birkenau und viele andere stehen seither als mahnende Erinnerung für eine großangelegte deutsche Tötungsindustrie. Wohl dem, der damals vor der Verfolgung in sicheren Ländern Asyl fand."

Projektvorstellung "Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von...?"Nach einem Jahr Erarbeitungszeit konnten wir nun am 10. Dezember unsere neue Gedenkbroschüre in Pirna vorstellen. Bereits im Vorfeld hatten wir regelmäßig auf das Projekt hingewiesen und so Interesse gestreut. Mit Plakaten und Flyern besuchten wir Erinnerungsplätze und machten auf die Lesung in der Stadtbibliothek Pirna aufmerksam. Außerdem erschienen in der Sächsischen Zeitung und in der Dresdener Neusten Nachrichten drei Artikel (1) / (2) / (3) zum Projekt, welches im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" gefördert wurde.

Zur Lesung am vergangenen Mittwoch kamen dann über 30 Gäste, die Erzählungen über vier Menschen hörten, die durch die Nazis ermordet wurden: Fritz Morche, Elfriede Lohse-Wächtler, Gerhard Schubert und Frieda Hänsel. Unter den Gästen war auch eine ehemalige Schülerin des Lohmener Schulleiters Gerhard Schubert. Sie erinnerte sich, dass Schubert zu den beliebtesten Lehrern gehörte.

Solikonzert in der Eule für's AKuBiZAm 05.12. veranstaltete der Club Eule ein Punk-Metal-Konzert, bei dem die Einnahmen unserem Verein zu Gute kamen. Dafür hatten wir unseren kleinen Infostand mitgebracht und kamen mit einigen Gästen ins Gespräch. Nach einem leckeren Abendbrot starteten dann Strychnine, Brainless und The Beautiful Opposite. Unter dem Motto "Geben ist seliger denn nehmen" lockten die drei Bands über 100 Gäste in den Club - und brachten das Publikum zum tanzen.

Leider haben gerade jetzt rassistische Einstellungen und Handlungen Auftrieb, was eine Auseinandersetzung weiterhin notwendig macht. Wir werden auch im nächsten Jahr viele interessante Projekte durchführen, die wir nun ein Stück mehr absichern können. Ein besonderer Dank geht von uns deshalb an die drei Bands und die Eule-Crew, die den Abend organisiert hatten. Dieser Dank beinhaltet natürlich auch eine Einladung zu weiteren gemeinsamen Projekten.

Bildungsfahrt 2015In Sachsen haben sich Anfang des Jahres 2010 junge und ältere Antifaschist_innen zusammen gefunden und die Idee einer gemeinsamen Bildungsreise entwickelt. Zum einen soll das Ziel verfolgt werden, Wissen zu erhalten, zum anderen soll auch die Vernetzung der antifaschistischen Akteure, nicht nur in Sachsen, damit befördert werden. Im Jahr 2011 führte die Reise nach Paris. Die Teilnehmenden  schauten sich unter anderem das Resistance-Museums Mémorial Leclerc und das Musée Jean Moulin an. Im Jahr davor waren sie in Slowenien auf den Spuren der Partisan_innen. Im Jahr 2012 führte die Bildungsreise nach Dänemark. Zum 70. Jahrestag der Landung in der Normandie führte die antifaschistische Bildungsreise im Jahr 2014.

Für das kommende Jahr organisieren der Tamara-Bunke-Verein aus Zittau und wir zum 70. Jahrestag der Befreiung Italiens eine antifaschistische Bildungsreise in die Reggio Emilia. Die Fahrt beginnt am 21.04.2015, Rückfahrt (Ankunft) wird am 28.04.2015 in Pirna sein.

Auf dieser historischen Reise wird es mehrere Stationen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten geben.

Kommt nach vorne! Dresden 2014Der Prozess gegen den Antifaschisten Tim geht in die zweite Runde

Anfang 2013 wurde der Antifaschist Tim vom Amtsgericht Dresden zu einem Jahr und 10 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Am 8. Dezember wird der Prozess gegen ihn neu verhandelt. Zum Prozessauftakt wird es vor dem Landgericht eine Protestkundgebung geben.

Montag, 8. Dezember 2014 | 8:00 Uhr | Landgericht Dresden, Lothringer Straße 1

Aus dem Soli-Aufruf:

Weil er im Zuge der Blockade des Neonaziaufmarschs mit einem Megafon mit den Worten „Kommt nach vorne!“ zum Durchbruch einer Polizeikette aufgerufen haben soll, verurteilte das Amtsgericht Dresden Tim zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 10 Monaten ohne Bewährung. Und das, obwohl keiner der Zeugen den Beschuldigten identifizieren konnte. Auf die Frage, ob Tim der vermeintliche Anführer der Aktion gewesen sei, antwortete ein als Zeuge geladener Anwohner schlicht »Nein«.

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