Chronik rechter Aktivitäten

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Gedenkwoche zum ehemaligen Konzentrationslager in Pirna vom 14.-17. September 2015In der Zeit von 10. Januar 1945 bis Mitte April 1945 bestand in Mockethal-Zatzschke ein Außenlager des bayrischen Konzentrationslagers Flossenbürg. Die Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit in nahegelegenen Sandsteinstollen gezwungen. Über Morde gibt es mehrere Berichte ehemaliger Häftlinge. Nach den Luftangriff en auf Dresden im Februar 1945 diente das Außenlager auch als Auff anglager für Häftlinge aus den Flossenbürger Außenlagern in Dresden. Am 13. April 1945 sind 131 Häftlinge registriert. 13 Tote sind in den Flossenbürger Nummernbüchern vermerkt, Zeug_innen sprechen jedoch von mindestens 53 Toten.

Zu den ehemaligen Häftlingen des Lagers gehörten auch die Brüder Josef und Michal Salomonovic, die bereits in Pirna als Zeitzeugen auftraten. Im 70. Jahr der Befreiung erinnern wir an die Verbrechen - die auch in der Region um Pirna stattgefunden haben.

Innenansicht des Praktiker in HeidenauGemeinsam helfen - Spenden für die Refugees in der Erstaufnahmeeinrichtung in Heidenau gesucht

Seit dem Wochenende beherbergt ein ehemaliger Baumarkt im sächsischen Heidenau (bei Dresden) mehrere hundert Flüchtlinge – darunter auch viele Familien aus Syrien und dem Irak. Die Neuankömmlinge sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Das Deutsche Rote Kreuz verantwortet gemeinsam mit der Aktion Zivilcourage e. V. die Koordinierung aller eingehenden Spenden und Hilfsangebote.

Wie Sie konkret helfen können, erfahren Sie hier >>>

Text und Bilder von www.aktion-zivilcourage.de

Zerstörtes Schaufenster in der KulturkisteIn der Nacht zum 19.07.2015 warfen Unbekannte mehrere Scheiben unseres Büros auf der Kirchgasse in Pirna mit Pflastersteinen ein.

Hintergrund dieses Angriffes ist vermutlich die rassistisch geführte und einseitige Diskussion um T-Shirts, die am letzten Wochenende auf unserem antirassistischen Fußball-Cup getragen wurden. Wenn Politiker*innen und etablierte Medien, die Darstellungen und Argumentationen rassistischer Internetseiten unreflektiert wiedergeben, erzeugen sie damit eine Stimmung, die solche Angriffe begünstigt. Die ganze letzte Woche gab es Morddrohungen und Beleidigungen gegen Teilnehmende des Turniers und uns. Viele Veröffentlichungen haben sich den T-Shirts gewidmet, kaum eine den vorgenannten Vorfällen. All dies hat mit einer Stimmung zu tun, die sich in den vergangenen Monaten gegen Geflüchtete und deren Unterstützer*innen entlädt. Dabei wird nicht nur der Ton rauer, sondern es nehmen ganz konkret auch Übergriffe zu.

Bei dem bekannten Gewaltpotential der Rechten können wir insofern froh sein, dass sich dieser Angriff in einer Sachbeschädigung und nicht in Gewalt gegen Personen ausdrückt.

Love Football - Hate RacismVor einigen Tagen fand unser 9. Antira-Cup statt, der jedes Jahr im Sommer von uns organisiert wird. In den letzten Jahren waren wir dabei in Lohmen zu Gast, in diesem Jahr veranstalteten wir diesen in Ulbersdorf bei Sebnitz.

Bereits im Vorfeld wurde unser Turnier mit rassistischer Hetze übersät. Dies ist in dieser Form in den vergangenen Jahren bisher noch nicht geschehen und zeigt, wie rassistisch aufgeheizt die Stimmung gegenwärtig ist. Zum Turnier selbst kamen 15 Teams aus verschiedenen Städten und unterschiedlichen Kontexten: Jugendhäuser, Betriebs-Teams, Flüchtlingsinitiativen und viele weitere. Seit dem ersten Turnier 2007 organisieren wir: den Platz, Toiletten, Verpflegung, Musikanlage, Pokale, Sanitäter*innen, Wasser, Bälle, Handschuhe und Trainings-Leibchen. Diese sind mit dem Slogan "Love Football - hate Racism" beschriftet. Auf unseren T-Shirts steht auf der Rückseite „Antira Fussball Cup Sächsische Schweiz“. Weitere Shirts gibt es unsererseits nicht und sind auch nicht in Planung.

Fairplaypokal beim Antiracup des AKuBiZ in Ulbersdorf 2015Seit 2007 organisieren wir jedes Jahr den Antirassistischen Fußballcup in der Sächsischen Schweiz. Dieses Jahr konnten wir den Sportplatz des Ulbersdorfer SV nutzen. Angereist waren 15 Teams, die um die ersten drei Plätze und natürlich den Fairplay-Pokal spielten. Letzterer ist der Hauptpokal des Turniers und geht an das Team, dass sich durch besonders faire Spielweise auszeichnet.

Bereits vor dem Turnier zeichneten sich Änderungen zu den Vorjahren ab. Unser Turnier wurde auf einschlägigen Internetseiten mit rassistischer Hetze übersät. Als wir am Turniertag anreisten, war das Sportgelände, der Platz und die einzelnen Tore mit Absperrband versperrt. Am Zaun, der Werbebande und an Schildern hingen rassistische Plakate. Wir haben diese vor Eintreffen der Teams entfernt. Auch während des Turniers beobachteten uns Rassisten.

Vor Spielbeginn trafen sich alle zum traditionellen Startfoto. In insgesamt drei Staffeln wurde die Vorrunde ausgespielt. Für die dann folgende Zwischenrunde konnte sich dann noch ein Team über das Quiz qualifizieren.

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