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Spende für die K²-Kulturkiste

Logo LAG kz hohnsteinGedenkveranstaltung der LAG KZ Hohnstein, mit Ausstellung biografischer Porträts von Menschen, die im KZ Hohnstein inhaftiert waren

Samstag, 14. März 2026, 11 Uhr am Denkmal auf dem Marktplatz Hohnstein

Mitte März 1933, unmittelbar nach der Reichstagswahl, die der bereits eingesetzten Regierung Adolf Hitlers die parlamentarische Mehrheit verschaffen sollte und bereits von der Zerschlagung und Unterdrückung der gegnerischen Parteien begleitet wurde, berichtete die lokale Presse, dass die Jugendburg Hohnstein durch die Sturmabteilung der NSDAP (SA) besetzt und ein Konzentrationslager (KZ) eingerichtet wurde. Die Regierung ging also augenblicklich daran, die Demokratie und den Rechtsstaat abzuschaffen und eine Diktatur zu installieren.

Insbesondere die Parteiorganisation SA sollte den Machtwechsel und nationalsozialistische Normen durchdrücken. Die Mittel dazu waren Terror und pure körperliche sowie bewaffnete Gewalt.

Sie richtete sich vor allem gegen politische Gegner*innen: Besetzung und Raub von Immobilien und Vermögen der linken Organisationen, die gewaltvolle Verdrängung von politischen Gegner*innen und Jüdinnen*Juden aus ihren Ämtern, Berufen und gesellschaftlich relevanten Positionen, ihre Inhaftierung, Folterung und Isolierung in soeben noch von linken Parteien und Organisationen verwalteten Räumen und Gebäuden sowie in als Frühe KZ missbrauchten Orten, wie die Burg Hohnstein einer wurde.

Wir forschen aktuell verstärkt zu den KZ-Außenlagern in der Sächsischen Schweiz. Im Rahmen der Recherche möchten wir eine vielseitige und möglichst vollständige Darstellung der Geschichte dieser Region in der Zeit des Nationalsozialismus schaffen.

Zu diesem Zweck suchen wir nach Fotos, Tagebüchern, Briefen, Dokumenten oder anderen Erinnerungen, die mit den KZ-Außenlagern in Verbindung stehen, darunter das Lager an der Eselswiese (Orion I und Orion II) bei Königstein, der Stollen Schwalbe II, das Lager in Weißig, das KZ-Außenlager in Porschdorf sowie Mockethal Zatzschke.

Besonders interessieren uns Materialien aus dem Zeitraum 1939 bis 1946. 

Wenn Sie in Ihrem Besitz Erinnerungen, Dokumente oder Fotos aus dieser Zeit haben, die sich mit diesen Orten beschäftigen, würden wir uns sehr freuen, von Ihnen zu hören.

Steffen Butzkus würde diese gern gemeinsam mit Ihnen einsehen und für unsere Forschung verwenden. Ihre Unterstützung ist von unschätzbarem Wert, um die Geschichte dieser Zeit weiter aufzuarbeiten.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon: 01525-6101741

Jugendliche zum Mitmachen gesucht!Karten und Flugblatt zum Widerstand

In der Sächsischen Schweiz gab es zur Zeit des Nationalsozialismus verschiedene Menschen und Gruppen, die Widerstand gegen die NationalsozialistInnen geleistet haben. In der illegalen Grenzarbeit wurden Literatur, Zeitschriften, Geld, Informationen und Personen über die Grenze zur Tschechoslowakei geschmuggelt. Dadurch machten die Widerständler*innen im Ausland und im Deutschen Reich auf die Verbrechen der NationalsozialistInnen aufmerksam und forderten ein Ende der Diktatur. Auch auf der Burg Hohnstein, die 1933 und 1934 als Konzentrationslager genutzt wurde, gab es einen gut organisierten Widerstand der Häftlinge.

Angehörige der Widerständler*innen setzen sich unermüdlich dafür ein, dass diese Geschichten nicht vergessen werden. Da sie selbst nicht beteiligt gewesen sind, nennen wir sie nich Zeitzeug*innen, sondern Zweitzeug*innen. Mit euch gemeinsam möchten wir ihre Erinnerungen, Erzählungen und Perspektiven dokumentieren, so dass sie auch in Zukunft hörbar bleiben.

In Kleingruppen interviewt ihr einen Nachfahren oder eine Nachfahrin zur Geschichte ihrer Eltern oder Großeltern und filmt das Interview.

Wer?   Jugendliche ab 14 Jahren

Wo?     K2 Kulturkiste (Schössergasse 3, Pirna)

Hände mit StiftEin kleiner Rückblick auf unser Herbstferienprojekt "Hand in Hand - Rassismus und Queerfeindlichkeit entgegentreten" vom 6. bis 10. Oktober in Dresden:

Den Montag haben wir natürlich erst einmal damit verbracht uns alle gegenseitig gut kennenzulernen und uns darüber zu verständigen, wie wir zusammen arbeiten wollen. Dabei hat uns das Gedicht brave space geholfen. Wir haben uns gefragt: wer sind wir und was hat Diskriminierung mit uns zu tun?

Nach einem Einführungsworkshop zu Intersektionalität und Geschlechteridentität ging es am Dienstag los in die Stadt: wir haben uns aufgeteilt in einen Queer history Walk, bei dem uns Gerede e.V. besuchte und in einen rassismuskritischen Gedenkspaziergang mit dem Ausländerrat Dresden e.V. Die Rundgänge haben wir abgeschlossen mit einer kleinen Invervention am Jorge-Gomondai-Platz.

Blumen für Konrad Hahnewald, gestiftet von den NatruFreunden FrankfurtDie NaturFreunde Frankfurt fordern den Erhalt der Burg Hohnstein als Gedenk- und Erinnerungsort

Frankfurt am Main, 01. Oktober 2025 – Die NaturFreunde Frankfurt setzen sich für den dauerhaften Erhalt der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz als Gedenk- und Erinnerungsort ein. Anlass hierfür ist eine Bildungsreise "Auf den Spuren der Roten Bergsteiger", die die Teilnehmenden mit der Geschichte der Burg in Berührung brachte.

Die Burg Hohnstein steht exemplarisch für die Brüche des 20. Jahrhunderts: Ab 1924 war sie eine der ersten Jugendburgen Deutschlands und Symbol für demokratische Jugendbewegung und Bildung. Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wandelte sich ihr Charakter radikal. Die SA richtete hier eines der ersten Konzentrationslager Sachsens ein. Der damalige Burgleiter Konrad Hahnewald wurde als erster Häftling inhaftiert. In den Folgejahren wurden politische Gegnerinnen – Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen und Gewerkschafterinnen – dort misshandelt und gefoltert. Ab 1939 diente die Burg zudem als Kriegsgefangenenlager, in dem Soldaten aus ganz Europa unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wurden.

„Die Geschichte der Burg Hohnstein zeigt, wie schnell ein Ort demokratischer Bildung zu einem Ort der Repression und Menschenverachtung werden kann“, betont Edith Itta von den NaturFreunden Frankfurt. „Gerade heute, in Zeiten wachsender autoritärer Tendenzen, ist es entscheidend, Erinnerungskultur lebendig zu halten und die Mechanismen demokratischer Erosion zu verstehen.“

Besonderen Dank sprechen die NaturFreunde dem Verein AKuBiZ e. V. aus, der mit großem Engagement und hoher historischer Fachkompetenz entscheidend dazu beigetragen hat, die NS-Geschichte der Burg sichtbar zu machen. Die von AKuBiZ gestaltete Ausstellung im ehemaligen Frauenbunker gilt als eindrücklicher Beitrag zur Erinnerungskultur und sollte dauerhaft erhalten bleiben.

Attachments:
Download this file (pm_nf_frankfurt.pdf)Pressemitteilung der Naturfreunde Frankfurt[Vom Ort der Jugend zur Stätte des Terrors – warum Burg Hohnstein ein Gedenkort bleiben muss]978 kB

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