Chronik rechter Aktivitäten

Rechte Aktivitäten melden

Newsletter abonnieren

Spende für die K²-Kulturkiste

Rund 500 Antifaschist_innen demonstrierten Gestern durch Dresden. Grund waren Brandanschläge auf linke Hausprojekte durch Nazis. "Seit Jahren sind das Hausprojekt in Pieschen und seine Bewohner_innen Ziel von Neonazi-Angriffen. Strafrechtliche Konsequenzen für die Täter gab es bisher kaum. Schleppende Ermittlungen, eingestellte Verfahren, jahrelange Verfahrensdauer wirken auf die Täter ermutigend. Nun war es kein Stein mehr, sondern ein Molotov-Cocktail der in ein Zimmer geworfen wurde, wo gerade jemand schlief. Dieser versuchte Mord zeigt die massive Gefahr, die von neonazistischer Gewalt ausgeht. Ein deutliches Signal von Polizei und Justiz ist erforderlich.“ betont Andrea Hübler, Mitarbeiterin der Opferberatung Dresden des RAA Sachsen e.V.
Die Demonstration führte durch die Stadtteile Pieschen und Trachau, die als Zentren der Dresdener rechten Szene gelten. Laut Internetportal addn.me versuchten wenige Minuten vor Beginn der Demonstration drei Nazis aus dem Spektrum der “Nationalen Sozialisten” die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration zu provozieren. Sie erhielten aber Platzverweise. Außerdem gab es kleine Rangeleien mit den Beamten während der Demonstration, als die Teilnehmenden zu einem rechten Treffpunkt abbiegen wollten. Diese endete dann am Bahnhof Trachau und ging lautstark - zum Teil ohne Polizeibegleitung - zurück in die Dresdener Neustadt.
In den vergangenen Monaten gab es in Sachsen 11 Brandanschläge, zuletzt in der Nacht auf den 26. August auf den Treibhaus e.V. in Döbeln. Die Betroffenen brauchen eure Hilfe. Wendet euch dazu entweder an die Rote Hilfe, die RAA Opferberatung oder die Projekte selbst.
Zum Seitenanfang