Schwerpunktthema „Angreifbare Traditionspflege“
Der Kameradenkreis der Gebirgsjäger trifft sich aufgrund der Proteste in den vergangenen fünf Jahren in diesem Jahr erstmals nicht zu Pfingsten am Kriegsdenkmal auf dem Hohen Brendten. Die Gemeinde Mittenwald verzeichnete wegen der Aufsehen erregenden Demonstrationen gegen das Treffen des Kameradenkreises einen erheblichen Rückgang im Tourismusgeschäft.
Das Treffen des Kameradenkreises der Gebirgsjäger ist das größte Soldatentreffen Deutschlands. Mit dabei sind neben Abordnungen der Bundeswehr und der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger auch NS-Kriegsverbrecher. Mit dabei ehemalige Mitglieder der 1. Gebirgsdivision, die für Wehrmachtsmassaker in Kommeno und auf Kephalonia in Griechenland verantwortlich waren. Im letzten Jahr war sogar der in Italien verurteilte Kriegsverbrecher Josef Scheungraber.
Inhalt im Heft:
Ankündigung >>> Pfingstcamp in Tschechien
Bericht >>> Gebirgsjägertreffen in Mittenwald
Bericht >>> „Todesstrafe für Kinderschänder“ als Hassparole
Bericht >>> Anschlagserien in Sachsen - Nazis kurz vor der Wahl
Schwerpunktthema „Rechte Gewalt“
Es ist April und das Jahr ist doch noch relativ jung. Im Landkreis Sächsische Schweiz - und in Sachsen überhaupt - lässt dies aber nicht zur Ruhe walten. Übergriffe in Eilenburg oder Colditz gehen durch die Medien. Rechte Schläger terrorisieren Regionen, in denen sie sich als Platzhirsche fühlen.
Mitten in dieser schwierigen Zeit stehen Opfer rechter Gewalt in Sachsen vor einer neuen Frage. Ist unsere Beratung noch gewährleistet? Die Beratungsstellen des AMAL-Sachsen e.V. in Wurzen und Görlitz wurden geschlossen. Grund sind die Mittelkürzungen des Land Sachsen, die das Monopol
zur Beratung von Opfern an die RAA Sachsen vergeben haben. Über Gründe und die neue Situation werden in dieser Ausgabe beide Beratungsstellen ein kleines Interview geben.
Inhalt im Heft:
Ankündigung >>> „across the border“-Wochenende in Tschechien
Bericht >>> Comic-Projekt „Jetzt re(i)chts in Sachsnitz!“
Interview >>> Veränderung der Situation in der Opferberatung - Interview mit AMAL und der RAA
Interview >>> Neue Jugendinitiative in Sebnitz - Im Gespräch mit Toni und Marcel
Rassismus überwinden - Forderungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2008
Rassismus hat viele Gesichter. In Deutschland geben die Zahlen politsch-rechts motivierter Straf- und Gewalttaten, die Zunahme rassistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft und Wahlerfolge rechtsextremer Parteien bei Kommunal- und Landtagswahlen Anlass zu großer Besorgnis. Vor diesem Hintergrund haben Interkultureller Rat und PRO ASYL Maßnahmen zur Überwindung der strukturellen Ausgrenzung von Flüchtlingen und Migranten angemahnt und entsprechende Erwartungen an die Politik formuliert. Die Forderungen verstehen sich als ein Beitrag zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Das Flugblatt steht unter www.interkultureller-rat.de zum Download bereit oder kann kostenlos bei der Geschäftsstelle bestellt werden.
Vom 10. bis 23. März werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfinden. Der Aktionszeitraum ist wegen der Osterfeiertage auf 14 Tage ausgeweitet worden. Ein Leporello, das über die Hintergründe der Internationalen Wochen gegen Rassismus informiert sowie das umfangreiche Materialheft und das Aktionsplakat für die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2008 kann mit bei der die Geschäftsstelle angefordert werden.
Inhalt im Heft:
Ankündigung >>> Wanderseminar „Rote Bergsteiger“ und Broschüre „per la libertá“
Bericht >>> Naziaufmärsche und Gegenprotest am 13. und 16. Februar in Dresden
Meinung >>> Querschläger von rechts (Teil 2)
Presse >>> Israels Kampf gegen Antisemitismus
Erinnerung an AntifaschistInnen aus Graupa
Willy Dörner
Am 10. August 1887 geboren, wohnte er seit 1940 in Graupa. Im damaligen Sachsenwerk-Niedersedlitz verschaffte er polnischen und sowjetischen ZwangsarbeiterInnen Lebensmittel. Nach einer 3-Jährigen Zuchthausstrafe kam er ins Konzentrationslager Radeberg und verstarb dort am 03. März 1945.
Fritz Richter
Er wurde am 13. Oktober 1898 geboren und wohnte, genau wie Dörner auch in Graupa. Als Mitglied der KPD arbeite er nach 1933 illegal weiter. Deshalb wurde er ein Jahr später verhaftet und einem Strafbataillon zugeteilt. Sein Schicksal ist nicht bekannt. (Quellen: „Werte unserer Heimat“ (1976))
Inhalt im Heft:
Ankündigung >>> Soliparty für Betroffene rechter Gewalt in Pirna
Bericht >>> „Rote Bersteiger“ oder „Antifaschistische BergsportlerInnen“?
Aufruf >>> Blockiert die Naziaufmärsche am 13. und 16. Februar in Dresden
Presse >>> Update zum Prozess gegen ehemaliges SSS-Mitglied
Im Oktober 2007 rundete der Verein bereits das sechste Jahr ab. Nun steht das verflixte Siebende an aber das sollte nicht das Problem sein. Eine gute Statistik steht hinter den Mitgliedern. Insgesamt gab es 2007 mehr als 40 Veranstaltungen. „So durften wir das vierte Jahr in Folge am ZeitzeugInnengespräch in Ostritz teilnehmen. Zum dritten Mal organisierten wir (dieses Jahr mit Hilfe der Dresdener Gruppe „KITA“) das Solikonzert für AsylbewerberInnen aus der Sächsischen Schweiz, sowie das Kulturfest, das es diesmal nur in der „light“-Variante gab.“ erklärt die Gruppe auf ihrer Homepage. Zu ihr gesellt sich seit einem Monat auch eine Präsenz bei „myspace“. Unter www.myspace.com/akubiz gibt es einen kleinen Überblick und aktuelle Termine.
Inhalt im Heft:
Ankündigung >>> Ausstellung zu Gedenkstätten und Seminar zu den Roten Bergsteigern
Bericht >>> AKuBiZ geht ins verfl ixte 7. Jahr
Aufruf >>> Gegen Geschichtsrevisionismus - Naziaktivitäten zum 13. Februar in Dresden
Presse >>> Sächsische Zeitung schwärmt von „Tante Ju“
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache