Neun Monate nach dem erfolgreichen Crowdfunding ist der Atlas -Verbrannte Orte- zu den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen online. Als Beta-Version steht er seit Anfang Januar der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Beta-Version heißt: Er ist noch nicht fertig. Zum Einen sind erst 9 Plätze fotografiert, zum Anderen soll der Atlas unter Beteiligung vieler Unterstützer_innen auch mit historischen Dokumenten und Hintergrundinformationen gefüllt werden. Außerdem heißt Beta-Version, dass noch Fehler enthalten sein können, sowie einige Funktionen noch nicht umgesetzt sind.
Den Orten der Bücherverbrennungen ein fotografisches Gesicht geben, so beschrieb der Fotograf Jan Schenck in einem Interview das Projekt „Verbrannte Orte“. Ein fotografisches Gesicht haben, mit der heutigen Veröffentlichung, die ersten 7 Orte bekommen: Pirna, Dresden, Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock, Greifswald und Schwerin sind mit Panoramen und Hintergrundinformationen im Onlineatlas vertreten.
Weiterlesen: Der Atlas zu den NS-Bücherverbrennungen von 1933 ist online
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift AIB (Antifaschistisches Infoblatt) ist ein Artikel über die neue Naziimmobilie an der Hauptstraße in Pirna-Copitz erschienen. Das AIB könnt ihr, neben anderen Fachzeitschriften, übrigens in der Kulturkiste in Pirna lesen und kaufen.
Seit dem 11. Oktober 2013 gibt es in Pirna eine Naziimmobilie. Das so genannte "Haus Montag" wurde vom Osloer Neonazi Eirik Ragnar Solheim gekauft, welcher es der lokalen Neonaziszene zur Verfügung stellt. Das "Haus Montag" hat sich dem italienischen Casa-Pound-Konzept verschrieben und wirbt in seinem Internetauftritt mit dem "Geist der ungarischen Revolution von 1956". Ein auf den ersten Blick sowohl inhaltlich als auch personell skurril erscheinender Mix. Tatsächlich sind aber die personellen Verbindungen schnell abbildbar und Casa-Pound-Anlehnungen als bloße Gedankenspiele und Alleingänge einzuschätzen.
Schlussendlich ist es - ärgerlich genug - eine weitere Neonaziimmobilie nach bekannten Muster.
Im Herbst 2001 gründeten wir unseren Verein auch als Initiative von Betroffenen rechter Gewalt. Mehr und mehr wurden wir aber zu aktiven Gestalter_innen mit regionalen Schwerpunkten. Seit Beginn an spielt auch die Beschäftigung mit Rassismus und Asyl eine Rolle. Einer der Höhepunkte dieses Engagements war die Mitbegründung der Arbeitsgruppe Asylsuchende im Mai 2008. Seither hat sich die AG zu einem festen Akteur in der lokalen Politik entwickelt. Dies wird auch überregional wahrgenommen. So bekam die AG einen der beiden Sächsischen Förderpreise für Demokratie, die am 07. November 2013 in der Dresdner Synagoge verliehen wurden. Wenige Wochen später wurde ein weiteres Projekt der AG ausgezeichnet.
Weiterlesen: refugees welcome - nicht nur eine leere Phrase!
Am 12. Dezember hatten 12 Kinder aus Pirna die Chance auf ein ganz besonderes Backerlebnis. Kurz vor dem dritten Advent kam unter anderen Dynamo-Torwart Nico Pellatz in die Heilpädagogische Schule Bonnewitz, wo er schon freudig erwartet wurde. In Kooperation mit der Einrichtung hatte AKuBiZ die Gäste von Dynamo Dresden eingeladen, um mit 12 Kindern und Jugendlichen Plätzchen zu backen. Neben Schülern der Heilpädagogischen Schule waren auch Kinder von Asylsuchenden, sowie weitere gekommen. Nico Pellatz erwies sich als Profi im Ausrollen und Ausstechen des vorbereiteten Teiges. So entstanden eine riesige Anzahl von Sternen, Herzen und Weihnachtsbäumen, die dann im Wohnheim gebacken wurden.
Weiterlesen: AKuBiZ-Weihnachtsaktion mit der SG Dynamo Dresden
Wir freuen uns, der AG Asylsuchende gleich zweimal gratulieren zu können - zum Einem zum Sächsischen Förderpreis für Demokratie, der am 07. November in der Neuen Dresdner Synagoge verliehen wurde und zum heutigen Integrationspreis!
Zum Demokratiepreis, der von verschiedenen Stiftungen ausgelobt wird, war die Arbeitsgruppe neben neun anderen Initiativen und Vereinen nominiert, da sie sich, so die Jury, "[..] in herausragender Weise für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern."
Neben dem Soziokulturelles Zentrum Alte Brauerei e.V. erhielt sie einen der zwei Hauptpreise.
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache