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allein unter deutschenTuvia Tenenbom musste den Titel seines Buches ändern. Eigentlich sollte es unter dem Namen "Ich bin Deutschland" im Rohwolt-Verlag erscheinen - doch der Verlag löste den Vertrag nach juristischen Bedenken auf. Auf seiner Reise traf der in Jerusalem geborene Journalist viele Menschen. Einige suchte er bewusst auf - wie Helmut Schmidt -  andere trifft er eher zufällig.

Unter seinen Reisezielen war auch der "Club 88" in Neumünster: ein, wie der Name vermuten lässt, Nazitreff.  Er gibt sich als amerikanischer Computer-Experte mit deutschen Wurzeln aus und hört die krassesten antisemitischen Parolen. Dort verkehrt auch der ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert.

Tenenboms traf auch den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU), doch in der deutschen Ausgabe des Buches ist das Interview nicht enthalten. Die "Zeit" veröffentlichte allerdings einige Passagen. "Ich habe niemals einen Sorben getroffen – jedenfalls nicht, dass ich wüsste –, und ich bitte ihn, mir zu erklären, wer die Sorben sind. Aber bevor er über die Sorben spricht, will er mir etwas erzählen über... Israel. Schon wieder. Ich dachte, wir seien durch damit; hätten diesen Teil der Unterhaltung hinter uns. Aber nein."

Was in der deutschen Ausgabe nicht erscheint, wird Tuvia Tenenbom vielleicht am 08. Februar auf seiner Lesung im Dresdener AZ Conni (19.00 Uhr) erzählen. Der Termin sollte jedenfalls nicht verpasst werden. Ansonsten einfach kaufen:

Tuvia Tenenbom: Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise
suhrkamp taschenbuch, 2012, ISBN: 3518463748

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