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taz-panterpreisSeit wenigen Stunden ist es offiziell, ich habe einen der beiden Panterpreise gewonnen. Die Leser_innen gaben die meisten Stimmen für mich ab und ehrten damit die Aktivitäten des AKuBiZ e.V.

Bereits in den letzten Wochen und Monaten zeigte sich, wie viele Menschen ein großes Interesse an unserer Arbeit haben und diese wertschätzen. Wir bekamen eine Reihe netter Mails, Anrufe und persönlicher Rückmeldungen. Allein dies bestärkte uns in unserem Handeln. Nicht immer konnten wir so einen Rückenhalt spüren. Der Verein wurde im Herbst 2001 gegründet - in einer Zeit, in der die Gegend rechts dominiert war und zuständige Behörden wegschauten. Wer sich offen kritisch äußerte, wurde zum/zur Nestbeschmutzer_in abgestempelt. Doch "Nester", die sich einer Auseinandersetzung nicht stellen, sollten "Beschmutzungen" aushalten müssen!

Durch Kontinuität, klare Aussagen und die große Solidarität konnten wir unseren Weg weiter gehen und uns dennoch in der Region etablieren. Erinnerungsarbeit, Jugendaustauschprojekte, Kulturveranstaltungen und Vorträge zur rechten Szene trugen dazu bei, dass wir für viele Organisationen ein wichtiger Partner werden konnten. In den Jahren seit unseres Bestehens führten wir so über 300 Projekte durch: ehrenamtlich! Gerade in Sachsen wird aber diese Arbeit nicht zwangsläufig gewürdigt. Im Gegenteil! Vielen Initiativen werden Steine in den Weg gelegt. Wir kennen die Probleme und bleiben auch deshalb solidarisch mit antifaschistischen und antirassistischen Gruppen. Der taz-panterpreis 2012 brachte uns erneute Solidarität, Anerkennung und durch die Dotierung auch ein wenig Planungssicherheit. Alle Dinge können wir im Moment sehr gut gebrauchen. Den größten Teil des Preisgeldes bekommt selbstverständlich das AKuBiZ, kleinere Beträge werde ich an andere Projekte verteilen. Bitte seht es mir nach, dass ich dabei in erster Linie auf regionale Strukturen Rücksicht nehmen werde. Zu ihnen werden die K2 - Kulturkiste in Pirna und die Kampagne "Sachsens Demokratie" gehören.

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Die Vorbereitungen und der gestrige Abend waren eine großartige Unterstützung. Deshalb möchte ich mich auch bei allen Initiator_innen, allen Ehrenamtlichen und der Band "Cellolitis" bedanken. Ein Dank gilt natürlich auch den anderen Nominierten, denen ich weiterhin Glück für ihre Projekte wünsche. Viele Menschen beglückwünschten mich gestern: Mitglieder des Vereins, Arbeitskolleg_innen und Menschen, die ich vorher nicht kannte. In den beiden Möglichkeiten auf der Bühne zu sprechen, hätten viele wichtige Dinge gesagt werden können. Einiges konnte ich sagen, anderes habe ich vergessen und für die meisten Dinge war ich zu aufgeregt...

Es gibt eine Menge guter Projekte, vielen davon gebührt eine viel größere Öffentlichkeit, als sie haben. Wir haben das nicht vergessen und sehen den Preis deshalb stellvertretend für alle engagierten Antifaschist_innen. Auch deshalb habe ich mich gestern für das Shirt "fight antiziganism" entschieden: ein wichtiges Thema und ein gutes Projekt, denen ich hiermit solidarische Grüße sende! Die fehlenden Auseinandersetzungen bzw. die konservativen Sichtweisen auf das Gedenken an die Pogrome in Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda zeigen, dass wir unsere Standpunkte weiter klar und deutlich machen müssen. Die Verstrickungen der (sog. Verfassungsschutz- und Polizei-) Behörden in die NSU-Morde verdeutlichten uns schmerzhaft, dass wir nicht wegschauen und schweigen dürfen - besonders nicht zu staatlichen Missständen. Und die Gängelungen, Finanzkürzungen und Entmutigungsversuche gegen zivilgesellschaftliche Initiativen sorgen nur dafür, dass wir lauter werden!

Ich danke allen Menschen, die meine Nominierung unterstützten, die für mich abstimmten und vor allen denen, die sich gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit engagieren: Respekt und Solidarität, Steffen

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