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Am 15. April 2012 versammelten sich über 700 Menschen, um der (Selbst)Befreiung des Konzentrationslager Buchenwald zu gedenken.Im Jahr 1958 schreib der Autor Bruno Apitz einen Roman, der bald darauf große Bekanntheit erlangte und in über 30 Sprachen übersetzt wurde. "Nackt unter Wölfen" behandelt auch die Selbstbefreiung der Gefangenen des Konzentrationslagers Buchenwald.

Dieser gedachten am 15. April 2012 über 700 Menschen auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte. Die Selbstbefreiung am 11. April 1945 war vor allem deshalb möglich, weil Alliierte Truppen heran nahten. Das KZ Buchenwald war im Sommer 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar eingerichtet wurden. Die Nazis ermordeten dort rund 56 000 Häftlinge.

Im letzten Jahr nahmen Mitglieder des AKuBiZ e.V. an der Gedenkfeier in Theresienstadt teil. In diesem Jahr schlossen wir uns der Fahrt des Roten Baum e.V. an. Mit über 40 Teilnehmenden bekamen wir so eine Führung durch das Gelände. Begleitet wurden wir dabei von Elke Pudszuhn. Sie ist Landesvorsitzende der VVN-BdA in Thüringen und Tochter der Eheleute Hans und Else Raßmann. Bereits 1933 waren beide auf Grund ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Lager Bad Sulza inhaftiert. Später war Hans noch einmal Häftling des KZ Buchenwald.

Nach der Führung mit Elke trafen wir uns zu einem Gespräch mit verschiedenen Gästen im Kinosaal. Unter den rund 200 Anwesenden waren auch der Weimaer Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD), der Vorsitzende des Zentralrat der Sinti und Roma - Romani Rose und mehrere Überlebende der Konzentrationslager. Geleitet wurde die Veranstaltung durch den Vorsitzender der Lagerarbeitsgemeinschaft - Günter Pappenheim und den Vorsitzenden der VVN-BdA - Heinrich Fink. Bereits hier wurde klar, dass der Gedanke von Freiheit und Frieden ein wichtiger Bestandteil des Engagements der ehemaligen Häftlinge und ihrer Angehörigen ist. Der französische Holocaust-Überlebende und Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD) - Bertrand Herz - drückte seine Sorge über zunehmende rassistische Gewalt in vielen europäischen Ländern aus.

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In unserem letzten Programmpunkt waren Gäste der Gedenkfeierlichkeit am ehemaligen Apellplatz. Dazu waren mehr als 50 ehemalige Häftlinge gekommen. Unter ihnen die 86-Jährige ungarische Autorin Eva Pusztai (Die Seele der Dinge). Sie erinnerte an den Beitrag der Frauen zum Widerstand ihr ihre Opfer bis zur Befreiung. Gekommen war auch der 91-Jährige Peter Fabrowski, der heute in Australien lebt. Nach Inhaftierungen im KZ Groß Rosen und KZ Buchenwald wurde er im KZ Bergen-Belsen befreit. Vorher war er als Soldat in die polnische Armee eingetreten und kämpfte gegen die Nazis. Zu den Redner_innen des Nachmittages gehörte auch der thüringische Kulturminister Christoph Matschie (SPD). Er erklärte, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte immer wieder aufs Neue erstritten werden müssen.

Gleichzeitig war der Tag, der Letzte für den Verwaltungsdirektoren Walter Mönch. Nach 20 Jahren gab er die Stelle ab und bedankte sich bei allen Gästen für das Vertrauen. Ein interessanter und informativer Tag, dank des Roten Baum e.V.

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