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Es ist der 07.April 2007 - 15.00 Uhr und am Flughafen Berlin-Schönefeld trifft eine Gruppe junger AntifaschistInnen ein - mit ihnen unterwegs, die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Gesine Lötzsch. Sie und ihre Mitarbeiter Tinko Hempel und Dr. Klaus Singer organisierten eine Bildungsreise nach Frankreich und Spanien. Die TeilnehmerInnen befanden sich dabei auf den Spuren der Internationalen Brigaden. Diese waren Freiwilligenverbände, die im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Spanischen Republik mit ihrer gewählten Regierung gegen die von Franco angeführten aufständischen Verbände der nationalspanischen Koalition kämpften. Beim Wettbewerb "Zivilcourage vereint" war die Fahrt als Preis auslobt wurden. Dreizehn junge Menschen aus der gesamten Republik traten die Reise an. Unter ihnen auch ein Mitglied unseres Vereins "AKuBiZ e.V.", welches für sein Projekt "Judentum BeGreifen" ausgezeichnet wurde. Bei diesem Projekt hatten Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit verschiedene Facetten jüdischer Traditionen kennen zu lernen. Die Linksfraktion des Sächsischen Landtages ermöglichte ihm die Teilnahme an der Bildungsreise. Zuerst fuhr die Gruppe in die Nähe der französischen Stadt Elne, in der sie vier Tage verbrachte. Eine Besonderheit war der Besuch der Maternite´, einer ehemaligen Geburtsklinik, die nach dem Sieg der Franco-Truppen von Elisabeth Eidenbenz geleitet wurde. Dort half sie schwangeren Frauen, die auf der Flucht waren, unter menschenwürdigen Bedingungen ihre Kinder zu bekommen. Von Dezember 1939 bis Ostern 1944 kamen dort beinahe 600 Kinder zur Welt. Dafür erhielt sie später den israelischen Ehrentitel "Gerechte unter den Völkern" und das Goldene Ehrenkreuz der Spanischen Botschaft in Wien. Eine Fahrt zum ehemaligen Flüchtlingslager Argeles zeigte unter welchen Bedingungen Menschen in dieser Zeit leben mussten. Mehr als 100.000 Verfolgte lebten dort am Strand ohne jegliche Infastruktur. Die Küstenstadt Portbou liegt an der spanisch-französischen Grenze und wurde bekannt, weil sie in den Jahren 1934 bis 1944 Sammelpunkt deutscher und französischer Emigranten war. Dort besuchte die Gruppe das Grab des deutschen Philosophen und Literaturkritikers Walter Benjamin. Walter Benjamin wurde 15. Juli 1892 in Berlin geboren und starb am 26. September 1940 in Port Bou vermutlich durch Suizid. Nach einigen Tagen begab sich die Gruppe nach Spanien und besuchte in Barcelona den Friedhof. Dort gibt es einen Gedenkplatz für jüdische Opfer während der NS-Herrschaft und für Angehörige der Internationalen Brigaden. Unter ihnen der frühere Reichstagsabgeordneten Hans Beimler, der am 1. Dezember 1936 vor Madrid fiel. In Cobera (am Ebro), einer spanischen Stadt, die von deutschen Fliegern der Formation "Legion Condor" völlig zerstört wurde, begrünte die Gruppe ein Mahnmal für Interbrigadisten. Einige Kilometer entfernt in der Nähe der Stadt La Fatarella wird von dem Verein "TERRE DE FRATERNITE" ein großer Gedenkplatz angestrebt. An einem Ehrenhain sollen einmal 35.000 Tafel stehen - auch die jungen AntifaschistInnen leisteten ihren Beitrag. Auf den 15 Tafeln, die diesmal angebracht wurden, waren unter anderem der Name des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, der nach 1937 als Berichterstatter im spanischen Bürgerkrieg tätig. Eine weitere Tafel war die mit dem Namen des in Dresden geborenen Bundestagsmitgliedes Peter Blachstein. Er war außerdem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jugoslawien. Als Interbrigadist kämpfte er gegen Franco in der POUM, einer revolutionär marxistischen Partei in der Zweiten Republik Spaniens. Für diese gab er deren deutschsprachige Zeitschrift "Die Spanische Revolution" mit heraus und beteiligte sich an ihrem Sender. Mehr Infos unter: www.gesine-loetzsch.de www.zivilcourage-vereint.de Dank an: Juliane Nagel und Julia Bonk (für die Hilfe) Jordi (Reiseleitung und für alles andere!) Tinko (fürs Organisieren und nette Gespräche!) Klaus und Gesine, Kathleen, Till, Marko (auf Gütersloh!), Ines und Felix

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