Wir zeigen die beiden Dokumentarfilme »I am what I am« und »Familie Bajrić«, die Einblicke in das Leben, die Geschichte und aktuelle Kämpfe von Sinti* und Roma* in Sachsen geben.
»I am what I am« erzählt die Geschichte einer Sinti-Familie, ihres Lebens und ihrer Verfolgung in Dresden – und damit einen Teil der Dresdner Stadtgeschichte. Drei Generationen sprechen über den verdrängten Mord an Roma* und Sinti* im Nationalsozialismus, von Ausgrenzung und Rassismus in der Nachkriegszeit und von seiner Kontinuität bis heute – und gleichzeitig von Widerstand, Mut und Zusammenhalt.
Am Volkshaus Laubegast in Dresden setzt der Film ein: bei der Verlegung von Stolpersteinen für die Familie. Ella Braun, geborene Blum, ist Zeitzeugin und Bürgerrechtlerin. Gemeinsam mit ihrer Familie und dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kämpft sie seit den 1980er Jahren für Würde, Anerkennung und Respekt. »I am what I am« dokumentiert ihren Einsatz und ihre Kämpfe. Der Film begleitet auch ihre Tochter Vanessa, die mit ihr nach Dresden kam, um die Stolpersteine und diesen Ort zum ersten Mal zu sehen. In Mannheim, dem Wohnort der Familie, beginnt Enkel Daniel, über sich und seine Gegenwart als Sinto zu sprechen. Jede Generation ringt mit den Kämpfen ihrer Zeit – daraus entsteht das Portrait einer Familie.
(D 2026, 35 min, Deutsch, Regie: Allegra Schneider, Anne Klopfer u.a.m.)
Familie Bajrić aus Dresden ist permanent von Abschiebung bedroht. Seit Beginn der 1990er Jahre kämpft sie für Anerkennung und Bleiberechte und gegen mehrfache Abschiebungen. Wie die meisten von Dauermigration betroffenen Roma* hat die Familie historisch mehrdimensionale Bezüge zu Deutschland. Der Film porträtiert die Familie, während sie ihre Geschichte der Verfolgung im Nationalsozialismus entdecken.
(D 2026, 35 min, Deutsch, Regie: Allegra Schneider)
Der Dokumentarfilm lädt ein zuzuhören und im anschließenden Publikumsgespräch Fragen zu stellen und in Austausch zu kommen – herzliche Einladung!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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