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Spende für die K²-Kulturkiste

Alfred Kantor hat den Todesmarsch aus Schwarzheide in seinem Buch verarbeitetDer Verband der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschist*innen des Kreisverbandes Sächsische Schweiz und unser Verein werden uns mit einer Spende in Höhe von 200 € bei der Neuanfertigung der Gedenktafel am Mönchsstein in Hinterhermsdorf beteiligen. Im Herbst 2019 wurde die Gedenktafel, die an einen der vielen KZ–Todesmärsche im Landkreis erinnert, gestohlen.

Der Todesmarsch begann im Außenlager Schwarzheide, wo ca. 1000 Häftlinge seit Juli 1944 inhaftiert waren. Diese Häftlinge wurden verdingt, um für die Benzin Braunkohle AG (BRABAG) zu arbeiten.

Am 18. April 1945 ließ die SS das Lager räumen und schickte 600 Häftlinge nach Terezin. Erster Halt war in einer Scheune in Kamenz, wo sechs Personen hingerichtet wurden, da sie nicht mehr weiterlaufen konnten. Am nächsten Tag kam der Todesmarsch in Bischofswerda an und am darauffolgenden Tag in Neustadt in Sachsen, wo weitere sechs Personen erschossen wurden. Am 21. April 1945 kam der Todesmarsch durch Rugiswalde und erreichte Saupsdorf. Auf diesem Weg ermordete die SS weitere elf Personen, die aufgrund dieser Strapazen zusammenbrachen. Sie wurden bei einer Halde nahe der Gnauckmühle hingeworfen. Bis zum 23. April 1945 hausten die Häftlinge in drei Scheunen und mussten in Richtung Krasná Lipa weiterlaufen. An der Gabelung zur Rölligmühle wurden von der SS acht Häftlinge erschossen, die nicht mehr weiterlaufen konnten. In unmittelbarem Abstand erschoss die SS weitere acht Personen auf der Neudorfstrasse in Hinterhermsdorf.

Der Todesmarsch setzte sich weiter nach Varnsdorf in Bewegung. Im Anschluss wurden die Menschen in zwei Gruppen getrennt, in jüdisch und nicht jüdisch. Die Nicht-Jüdischen wurden am 8. Mai von der Roten Armee befreit. Der andere Teil des Todesmarsches gelangte letztendlich ins KZ nach Terezin.


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