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Pirna

  • Aufruf: Burg Hohnstein als Ort der Erinnerung erhalten!

    Aufruf Hohnstein WebbildIhr wollt diesen Aufruf mitunterzeichnen? Schickt uns eine Mail!

    Im Zentrum der romantischen Kleinstadt Hohnstein steht eine Burganlage, die mehr als 100 Meter auf Sandstein gebaut über dem Polenztal weithin zu sehen ist. Sie liegt in der Sächsischen Schweiz, einem fantastischen Klettergebiet mit hunderten Sandsteingipfeln. Die Burg ist seit fast 700 Jahren Wahrzeichen der Stadt - die Stadtgeschichte ist ohne die Burggeschichte nicht denkbar. Als Verwaltungssitz, "Männerkorrektionsanstalt", Jugendherberge und Sitz der Hohnsteiner Kasper-Puppenbühne besitzt sie eine wechselvolle Geschichte mit überregionaler Bedeutung. 

    Die Burg in Hohnstein zählte unter der Leitung von Konrad Hahnewald zwischen 1924 und 1933 zu einer der größten und schönsten Jugendherbergen Deutschlands. Zugleich wurde sie in dieser Zeit als Jugendburg ein Zentrum der demokratischen Jugendbegegnung und ein Ort des internationalen Austauschs. Die Gäste stammten zum Beispiel aus Indien, Japan und Kanada. Die Burg ist damit ein wichtiger Baustein der demokratischen Geschichte Sachsens mit einer deutlich über seine Grenzen hinausgehenden Bedeutung.

  • Brennpunkt Sonnenstein?

    Lochner: 1 Schritt vor, 2 zurückWenn ihr nur die Hinweise und den Aufruf zur Gegenaktion lesen wollt,
    scrollt bitte zum Ende des Textes. [update 04.04.]

    Für den 5. April ist in Pirna eine Demonstration unter dem Motto „Brennpunkt Sonnenstein“ angekündigt. Aufrufende ist die, weitgehend von der NPD dominierte Initiative "Nein zum Heim Sächsische Schweiz/Osterzgebirge". Diesem Demo-Aufruf war ein Bericht auf der facebook-Seite des 1. FC Pirna vorausgegangen, der einen Vorfall beschreibt, bei dem "Ausländer" Mitglieder des Sportclubs angegriffen hätten. Verfasst und veröffentlicht wurde dieser Bericht von Tim Lochner, Stadtrat und 1. Vorsitzender des 1. FC Pirna.

    Lochner selbst war an dem Abend allerdings nicht vor Ort, postete die gegenüber ihm gemachten Angaben jedoch ungefiltert. Die Polizei hingegen bestätigt die Schilderungen Lochners nicht. „So, wie der Fall im Internet dargestellt ist, können wir ihn nicht bestätigen“, sagt Polizeisprecher Marko Laske gegenüber der Sächsischen Zeitung. Sie sei zwar im Einsatz auf dem Pirnaer Sonnenstein gewesen, die Abläufe seien aber noch nicht rekonstruiert. 1 Für Lochner, „dem verantwortungsbewussten Bürger“, allerdings kein Problem. Im Gegenteil, er heizt die Stimmung weiter an. Berichtete er noch am 22. März in populistischer Zweideutigkeit: "Im konkreten Fall wurde das ZDF von Besuchern des Punktspiels auf die "Heil Hitler-Rufe" des besagten Personenkreises hingewiesen. Man darf also gespannt sein, was im Beitrag des ZDF zu sehen sein wird. Ich persönlich bin nicht gespannt, ich weiß es schon jetzt." Wenige Tage später musste er eingestehen: "Ich habe mich in einem wichtigen Punkt missverständlich ausgedrückt. Nichtanwesende Leser könnten zu der Folgerung gelangen, das ZDF wäre die gesamte Zeit, also auch als die Tätlichkeiten passiert sind, anwesend gewesen. Dem ist ausdrücklich nicht so. Das Kamerateam war lediglich während des Punktspiels zugegen und hat von den geschilderten Tätlichkeiten keine Kenntnis erlangen können." 2

  • Rückblick auf das vergangene Jahr Plauderkiste

    Rückblick auf das vergangene Jahr PlauderkisteIm letzten Sommer starten wir unser Projekt „Plauderkiste“. Jeden Montag und Mittwoch öffnete dabei die K2-Kultrkiste auf der Kirchgasse 2 in Pirna die Türen, damit sich Menschen, denen ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander am Herzen liegt, treffen können. Neben vielen Gesprächen gab es dabei Deutschlerngruppen, Strickgruppen oder Ausflüge. Auch die ganz konkrete Hilfe bei Umzügen war ein Thema.

    Besonderen Erfolg hatte unsere Strickgruppe. Unter anderem engagieren sich handarbeitsbegeisterte Frauen jeden Mittwoch in einem Strickkurs, der auch Geflüchtete willkommen hießt. Stricken macht froh, beruhigt, ist gut gegen Langeweile und verbindet. Egal ob in der K2 Kulturkiste oder der Flüchtlingsunterkunft in der Copitzer Jugendherberge, aus Bergen von Wolle wurden Mützen, Schals und mehr. Die Wollspendenaktion lief überraschend gut und wir saßen bis zur Verarbeitung auf Bergen bunter Wolle.

    Ein besonderer Ausflug war eine Fahrt zum Sachsenligaspiel der BSG Chemie Leipzig. Mit 20 jungen Menschen fuhren wir nach Leipzig und durften erst einmal selbst das Runde Leder rollen. Unsere Reisegruppe genoss sichtlich die Begegnung mit den Leipziger*innen, die uns dann zu einer Stärkung in die Sachsenstube, dem Heiligtum der chemischen Fangemeinschaft, einluden. Und auch fußballerisch lief alles perfekt, denn mit der Unterstützung von rund 1500 Chemie-Fans gelang dem Team ein 3:2-Erfolg.

  • Sachbericht und Jahresrückblick 2016

    Sachbericht 2016Im Herbst 2001 legten wir, gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus Pirna und der Region, den Grundstein zur Gründung des heutigen Vereins. Wir wollten eine Alternative zu bestehenden rechten Strukturen schaffen und so ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzen. In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf der Suche nach eigenen Vereinsräumen. Später änderte sich die Ausrichtung des AKuBiZ und im Fokus standen Vorträge zur rechten Szene in der Region. Die Ziele sind aber bis heute der Einsatz für Gerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit.

    Wir organisieren ehrenamtlich Projekte zur Erinnerungsarbeit, Bildungsveranstaltungen und antirassistische Kulturevents. Für die Arbeit wurden wir schon mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem taz-Panterpreis, dem Toleranzpreis der SG Dynamo Dresden, dem Regine-Hildebrandt-Preis oder dem Bundespreis Botschafter der Toleranz.

    Eine Auswahl unserer Aktivitäten im letzten Jahr stellen wir euch in unserem Sachbericht vor und möchten uns für eure vielfältige Unterstützung bedanken.

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