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Kranzniederlegung in PirnaDas diesjährige AKuBiZ-Bildungsjahr startete traditionell mit den Veranstaltungen im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Bereits am 23. Januar waren wir zu Gast im Infoladen Zittau, wo wir aus unserer Broschüre "Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von...?" lasen. Im Anschluss kamen wir mit den Teilnehmenden ins Gespräch und diskutierten über Erinnerungskultur und Geschichtsarbeit.

Am 27. Januar sprachen wir auf der Gedenkveranstaltung der Stadt Pirna über lokale Geschichte. Die Eröffnungsrede hielt Oberbürgermeister Hanke. In seiner Ansprache sagte er: "Städtenamen wie Dachau, Sobibor, Buchenwald, Treblinka, Flossenbürg, Ausschwitz-Birkenau und viele andere stehen seither als mahnende Erinnerung für eine großangelegte deutsche Tötungsindustrie. Wohl dem, der damals vor der Verfolgung in sicheren Ländern Asyl fand."

Und weiter machte der Oberbürgermeister deutlich: "Ich bin fassungslos, wenn in den heutigen Tagen wieder die Angst vor dem Fremden und dem Andersglaubenden geschürt wird. Unsere Gesellschaft und unsere Kultur hatte ihre Blütezeit immer dann, wenn sie sich für andere Einflüsse öffnete. Lösen wir die eigentlichen Probleme, die hinter dieser Unzufriedenheit stehen und demaskieren wir die heutigen fremdenfeindlichen Ressentiments."

In unserer Rede erinnerten wir auch an den Bonnewitzer Pädagogen Martin Kretschmer, der im Februar 1942 im KZ Außenlager Klinkerwerk starb. Sonja Pick, von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes verlas zu Ende der Veranstaltung ein Gedicht von Julius Fučík. Dann legten die rund 100 Gäste Blumen am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus nieder.


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